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    Neuer Dracula-Film ohne Dracula? "Walking Dead"-Erfinder macht "Renfield"
    Von Markus Trutt — 21.11.2019 um 10:09

    Universal verpasst seinen hauseigenen Monster-Marken weiter neue Drehs. Nun tun sich „Rocketman“-Regisseur Dexter Fletcher und „The Walking Dead“-Schöpfer Robert Kirkman für einen Film über Draculas verrückten Bewunderer Renfield zusammen.

    Columbia Pictures (Tom Waits als Renfield in „Bram Stoker's Dracula“)

    Nach dem gefloppten „Die Mumie“-Remake mit Tom Cruise ist das Studio Universal inzwischen vom Aufbau eines zusammenhängenden Monsterfilm-Universums abgerückt. Statt Blockbuster-Remakes bekommen wir nun eher eigenständige Neuinterpreationen bekannter Grusel-Figuren mit ausgefalleneren Konzepten und geringerem Budget.

    Während uns so demnächst eine „Der Unsichtbare“-Neuauflage als moderner Horror-Schocker (anstelle der einst geplanten Großproduktion mit Johnny Depp) erwartet (Kinostart: 27. Februar 2020), bekommt nun auch die Geschichte um den wohl berühmtesten Vampir einen neuen Dreh. Wie US-Medien übereinstimmend berichten, befindet sich mit „Renfield“ nämlich ein Film über den treuen Diener Draculas in Arbeit.

    Das ist Renfield

    Bei der Figur R.M. Renfield, die ihren Ursprung in Bram Stokers berühmtem „Dracula“-Roman von 1897 hat, handelt es sich um einen Insassen einer psychatrischen Anstalt, der regelrecht besessen von Dracula ist und sich nichts sehnlicher wünscht, als von ihm unsterblich gemacht zu werden. Von allen für verrückt erklärt, steht Renfield ganz offensichtlich unter dem Einfluss des Blutsaugers. Das äußert sich auch darin, dass er mit Vorliebe Fliegen, Spinnen und sogar Vögel verspeist, in der Hoffnung, ihre Lebenskraft in sich aufzunehmen.

    In Francis Ford Coppolas „Dracula“-Adaption wird impliziert, dass Renfield (dort gespielt von Musiker Tom Waits) gar der Vorgänger von Hauptfigur Jonathan Harker (Keanu Reeves) war und so als Anwalt für Draculas geplante Immobilienkäufe mit dem Vampir in Berührung gekommen ist.

    Mit oder ohne Dracula?

    Welcher Ansatz nun genau für „Renfield“ gewählt wird, ist noch unklar. So steht nicht einmal fest, ob Dracula selbst überhaupt auftreten wird. Der Fokus wird auf jeden Fall auf dessen Bewunderer liegen, doch ob wir sehen, wie dieser vor seinem Psychiatrie-Aufenthalt auf den Vampirfürsten trifft oder wir vielleicht eher ein Horror-Kammerspiel innerhalb einer psychatrischen Einrichtung mit Dracula als unsichtbare Macht im Hintergrund bekommen (oder doch etwas komplett anderes), bleibt abzuwarten.

    Es wird jedoch erwartet, dass „Renfield“ nicht in der Vergangenheit, sondern – wie „Der Unsichtbare“ – in der Jetztzeit angesiedelt sein wird.

    Von "Walking Dead"- und "Bohemian Rhapsody"-Machern

    Fest steht hingegen schon, wer für „Renfield“ verantwortlich zeichnen wird. Das Konzept geht dabei auf eine Idee von „The Walking Dead“-Comic-Autor Robert Kirkman zurück, der den Film auch produzieren wird. Das Drehbuch wird allerdings von „Rick And Morty“-Autor Ryan Ridley geschrieben. Für die Inszenierung ist derweil Dexter Fletcher vorgesehen, der zuletzt den Mega-Hit „Bohemian Rhapsody“ nach Bryan Singers Rauswurf fertigdrehte und anschließend das (weniger erfolgreiche) Elton-John-Biopic „Rocketman“ auf die Beine stellte.

    Wann „Renfield“ im Kino startet, ist allerdings noch unklar.

    Erster verstörender Trailer zur "Dracula"-Serie von Netflix

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