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    Marvel-Regisseur löscht "The Irishman"-Tweet nach massivem Shitstorm gleich wieder
    Von Christoph Petersen — 30.11.2019 um 09:45

    Fast zwei Monate nach Martin Scorseses kontrovers aufgenommener Marvel-Kritik kehrt immer noch keine Ruhe ein. Nun hat auch Josh Trank, der mit „Fantastic Four“ selbst einen Marvel-Film inszeniert hat, noch einmal zusätzlich Öl ins Feuer gegossen.

    Netflix

    Es war klar, dass die seit acht Wochen emotional geführten Diskussionen um die Aussage von Martin Scorsese, dass Marvel-Filme im Kino nichts zu suchen hätten, zum Netflix-Start von „The Irishman“ noch einmal hochkochen würden.

    Und so ist es dann auch gekommen: Wobei der größte Shitstorm diesmal gar nicht Scorsese selbst, sondern Josh Trank traf! Deshalb hat der Regisseur, der sich offenbar noch immer fleißig an seinem „Fantastic Four“-Debakel abarbeitet und seinen eigenen Film vor wenigen Tagen auf der Filmplattform Letterboxd selbst harsch bewertet hat, seinen Tweet inzwischen auch schon wieder gelöscht.

    Der Originaltext von Josh Tranks Tweet:

    Watching the Irishman. The first 5 minutes have more humanity and truth and cinematic intrigue than the running length of every single Marvel movie combined ahahahahahahahaha. Sorry, facts. PS: Not sorry.

    Auf Deutsch also:

    Schaue den Irishman. Die ersten 5 Minuten haben mehr Menschlichkeit und Wahrheit und sind filmisch faszinierender als die Laufzeit jedes einzelnen Marvel-Films zusammengenommen. ahahahahahahahaha. Sorry, das sind Fakten. PS: Nicht sorry.

    Nun sind zwar generell 95 Prozent aller Shitstorms maßlos übertrieben – aber in diesem Fall hat Josh Trank („Chronicle – Wozu bist du fähig?“) tatsächlich alles getan, um sicherzustellen, dass er sich auch wirklich einen einfängt. Nicht nur hat er Scorseses Kritik noch einmal ins Gehässige überdreht – er ist ja auch selbst nicht ganz unschuldig daran, dass Marvel-Filmen mitunter die Seele fehlt, schließlich hat er selbst mit „Fantastic Four“ den wohl schlechtesten Marvel-Blockbuster des angebrochenen Millenniums abgeliefert.

    Frust oder Provokation?

    War es also ein unbedachter Tweet in einem Moment der Frustration? Oder eine bewusste Provokation? Man kann in die Leute ja nicht reingucken – fest steht nur, dass es sich Josh Trank kurze Zeit später wieder anders überlegt und den Tweet wieder gelöscht hat. Ein Schicksal, dass die ganze Scorsese-Marvel-Rivalität wohl kaum ereilen wird – vielmehr wird dieses Diskussion wohl mindestens noch so lange andauern, wie Scorsese weiter Filme dreht (und womöglich sogar darüber hinaus).

    „The Irishman“ ist seit dem 27. November auf Netflix verfügbar – und wer sich traut, kann sich „Fantastic Four“ auf Amazon als DVD oder Blu-ray besorgen*.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Fantastic Four"

    Nach Marvel-Kritik: Die "Avengers 4"-Regisseure schlagen gegen Martin Scorsese zurück

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