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    Wird "Saw 9" etwa eine Horror-Parodie? Chris Rock liefert die Antwort
    Von Christoph Petersen — 13.01.2020 um 20:30

    Es ist eine der überraschendsten Personalentscheidungen der jüngeren Hollywood-(Horror-)Geschichte: Ausgerechnet Chris Rock spielt in „Saw 9“ nicht nur mit, sondern liefert auch die Story. Aber was genau wird das jetzt eigentlich für ein Film?

    Studiocanal

    Nach dem finanziell hinter den Erwartungen zurückgebliebenen und kreativ enttäuschenden Reboot-Versuch mit „Saw 8: Jigsaw“ war klar: Diese Reihe braucht ganz schnell eine ganz gewaltige Bluttransfusion – ansonsten ist erstmal Sense mit dem Puzzle-Killer, seiner Dreirad-Puppe und seinen perversen Folter-Fallen!

    Aber dann kam aus dem Nichts Chris Rock für „Saw 9“ an Bord – und zwar nicht nur als treibende Kraft vor, sondern auch hinter der Kamera: Zwar führt Reihen-Veteran Darren Lynn Bousman („Saw 2 – 4“) Regie, aber Chris Rock hat die Story beigesteuert und zudem auch noch Samuel L. Jackson („Captain Marvel“) als weiteren Star mit dazu geholt. Und plötzlich sind wir wieder richtig aufgeregt, selbst wenn vorher kaum noch ein Hahn nach dem Franchise gekräht hat. Schließlich haben in den vergangenen Jahren mir Jordan Peele („Get Out“, „Wir“) und David Gordon Green („Halloween“, „Halloween Kills“) bereits andere Comedy-Spezialisten bewiesen, dass sie überraschenderweise auch erstaunlich viel von Horror verstehen.

    Was für eine Art von Film wird "Saw 9"?

    Trotzdem bleibt die zentrale Frage: An was für einer Art von Projekt hat Chris Rock denn da nun eigentlich herumgeschraubt? Schließlich kennen wir ihn vor allem als Komiker („Kindsköpfe“, „Madagascar“), selbst wenn er als Regisseur nebenbei solche unerwarteten Projekte wie etwa „Ich glaub, ich lieb meine Frau“, ein Remake des französischen Autorenfilm-Klassikers „Die Liebe am Nachmittag“ Meisterregisseurs Eric Rohmer, umgesetzt hat. Wird „Saw 9“ also sehr viel lustiger als seine acht Vorgänger? Anders als etwa „Scream“ war die „Saw“-Reihe ja nun bisher wirklich nicht für ihren selbstironischen Humor bekannt…

    Aber wer jetzt befürchtet, die „Saw“-Reihe könnte sich gar in Richtung einer Parodie entwickeln, den können wir beruhigen. In einem Interview, das am vergangenen Wochenende bei IGN erschienen ist, stellt Chris Rock nun klar, was genau uns bei „Saw 9“ erwartet: „Ich liebe ‚Saw‘, aber ich dachte mir: ‚Wow, da gibt es ja überhaupt keinen Humor.‘ Deshalb erschien mir das als ein guter Platz zum Starten, als fruchtbarer Boden. Ich habe übrigens schon eine vorläufige Schnittfassung vom neuen ‚Saw‘-Film gesehen und es ist immer noch ‚Saw‘… es ist blutig und grausam, aber es gibt hier und dort auch eine Prise Humor. Wir bauen es nicht vollständig um; es ist nicht ‚Scary Movie‘, es ist ‚Saw.‘“

    „Saw 9: The Organ Donor“ hat zwar noch keinen offiziellen deutschen Kinostart, wird aber sicherlich noch 2020 in die hiesigen Kinos kommen – und zwar mit Chris Rock als Kommissar, der in einer grausamen Mordserie ermittelt, und Samuel L. Jackson, der den Vater des zentralen Ermittlers spielen wird.

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