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    Spin-off der "Spider-Man"-Filme: Marvel-Heldin Silk bekommt Amazon-Serie
    Von Björn Becher — 04.09.2020 um 11:48

    An über 100 Marvel-Figuren aus dem „Spider-Man“-Universum hält Sony weiter die Rechte und nutzt dies mit Filmen wie „Venom“ aus. Nun soll auch der schon geplante Schritt in den Serienbereich folgen – mit „Silk“.

    Sony Pictures / Amazon

    Quasi neben dem MCU verlaufend werkelt Sony an seinem ganz eigenen Marvel-Universum, das vorerst an die „Spider-Man“-Filme „Homecoming“ und „Far From Home“ mit Tom Holland anknüpft, aber (noch!) nicht direkt und explizit verbunden ist. Neben Kinofilmen wie „Venom“, dem bald folgenden Sequel „Venom 2“ oder dem am 18. März 2021 startenden „Morbius“ soll schon länger der Schritt in den Serienbereich getan werden. Der steht nun unmittelbar bevor.

    Wie die Branchenmagazine Deadline und Variety übereinstimmend berichten, gibt es bei Sony Pictures TV konkrete Planungen für eine Serien-Adaption der Comic-Reihe „Silk“. Im Mittelpunkt steht Cindy Moon, eine Klassenkameradin von Peter Parker, die ebenfalls von einer radioaktiven Spinne gebissen wird und ganz ähnliche Kräfte wie Spider-Man entwickelt.

    Marvel
    Marvel-Heldin Silk in den Comics

    Schon Anfang 2018 kursierten Pläne für einen möglichen „Silk“-Kinofilm, der nun wohl vorerst nicht mehr verfolgt wird. Zudem gab es auch das Vorhaben, die Figur sehr prominent in „Spider-Women“, einem Animationsfilm-Spin-off zu „Spider-Man: A New Universe“, zu platzieren. Ob dies weiter verfolgt wird, ist aktuell unbekannt.

    Das Team hinter "Silk"

    Sony Pictures TV soll nun Lauren Moon damit beauftragt haben, die „Silk“-Serie umzusetzen. Die Autorin teilt mit der Hauptfigur nicht nur zufällig den Nachnamen, sondern ist auch wie diese eine Amerikanerin mit koreanischen Wurzeln. Vor allem ist sie aber Sony Pictures TV bestens bekannt. Sie arbeitete für das Unternehmen u.a. an der Serie „Atypical“, die bei Netflix zu sehen ist.

    Neben Moon sind auch die „The LEGO Movie“- und „Spider-Man: A New Universe“-Macher Phil Lord und Chris Miller an Bord. Sie sollen als Produzenten nicht nur diese Serie verantworten, sondern gleich eine ganze Reihe möglicher kommender Serien, die in diesem Universum angesiedelt sind, auf den Weg bringen. Zudem ist Amy Pascal als Produzentin dabei, da sie das ganze Sony-Spider-Man-Universum überwacht.

    Eine bereits bekannte Hauptdarstellerin?

    Wer mit dem Marvel-Universum bestens vertraut ist, wird wissen, dass Cindy Moon dort bereits aufgetreten ist. In „Spider-Man: Homecoming“ und „Avengers: Infinity War“ wurde sie von Tiffany Espensen gespielt.

    Sony Pictures
    Tiffany Espensen in "Spider-Man: Homecoming"

    Noch ist nicht bekannt, ob sie wieder die Rolle übernimmt, was eine sehr deutliche Verbindung von Sonys Universum mit dem MCU von Marvel selbst wäre. Da die Rolle bisher aber nur klein war, ist genauso denkbar, dass es zu einer Neubesetzung kommt.

    Bei Amazon Prime – aber erst im TV?

    Obwohl Sony Pictures TV zuletzt eine sehr enge Bindung zu Netflix hatte und zum Beispiel dort gerade die ursprünglich für YouTube produzierte Serie „Cobra Kai“ unterbrachte, nachdem man sie mehreren Streamingdiensten anbot, soll die neue „Silk“-Serie wie auch mögliche weitere Serien am Ende bei Amazon Prime Video laufen. Entsprechende Gespräche, dass Amazon nicht nur „Silk“, sondern auch weitere Comic-Serien übernimmt, laufen laut den Informationen von Variety und Deadline aktuell.

    Deadline weist aber darauf hin, dass die Rechtelage rund um Sonys Verfügungsgewalt über die vielen Nebenfiguren aus den „Spider-Man“-Comics sehr kompliziert sei, da verschiedenste Rechte für verschiedene Plattformen existieren. Daher werde sogar erwartet, dass die Serie zumindest in den USA zuerst bei einem klassischen TV-Sender laufen muss, bevor Amazon sie zeigen kann.

    Trifft Spider-Man bald auf Venom? Sonys Marvel-Universum erklärt

    Sicher ist aber, dass Sony und Amazon Prime Video große Pläne für eine Zusammenarbeit haben und gleich eine Übereinkunft über ein ganzes Paket schließen wollen. Als Vergleich wird hier der damals revolutionäre Netflix-Marvel-Deal rund um die „Defenders“ herangezogen, der gleich vier Einzelserien mit mehreren Staffeln über die Helden Daredevil, Jessica Jones und Co. sowie ein Crossover beinhaltete.

    Noch ist nicht bekannt, wann die „Silk“-Serie in Produktion gehen könnte und damit wann sie erscheinen könnte und welche weiteren Figuren im Rahmen dieses Deals Serien bekommen könnten.

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