Schnell-Bewerter
Mein FILMSTARTS
    Jetzt exklusiv auf Netflix: Endlich mal wieder ein richtig schöner Weihnachtsfilm – Disney-Magie trifft "Greatest Showman"
    Von Daniel Fabian — 13.11.2020 um 20:00
    facebook Tweet

    In den vergangenen Wochen landete jede Menge belangloser Weihnachtskitsch auf Netflix. Mit „Jingle Jangle Journey“ folgt heute zur Abwechslung mal ein kleines Highlight – zuckersüß, märchenhaft und mit richtig starken Gesangseinlagen.

    Netflix

    Es weihnachtet sehr – zumindest bei Netflix. Der Streaming-Riese hat die Feiertagssaison nämlich längst eingeläutet und neben den prominent besetzten RomComs „Holidate“ und „Alles Gute kommt von oben“ zuletzt gleich acht Weihnachtsfilme auf einen Schlag ins Sortiment genommen – für die klischeehaften TV-Produktionen wie „A Belle For Christmas“ oder „Weihnachten nach Wunsch“ können wir allerdings keine Empfehlung abgeben.

    Bei „Jingle Jangle Journey: Abenteuerliche Weihnachten!“ sieht’s da schon ein wenig anders aus. Der Autor dieser Zeilen hat sich die doch deutlich höher budgetierte Netflix-Eigenproduktion schon mal angesehen, auch wenn von Weihnachtsstimmung eigentlich noch gar keine Spur ist. Ein stimmungsvolles Winterabenteuer könnte das allerdings im Handumdrehen ändern.

    Aber hat Netflix das Zeug zu einem echten Weihnachtsklassiker? „Du musst nur daran glauben“, weiß die kleine Journey (Madalen Mills), die im Film jede Menge wundersame Abenteuer erlebt ...

    8 Mal Weihnachts-Kitsch neu auf Netflix: Ist das wirklich alles nur totaler Schrott?

    ... und tatsächlich: Nachdem Netflix in der Vergangenheit bereits Weihnachts-Hits („The Christmas Chronicles“) und bezaubernde Animations-Kost mit Kult-Potenzial („Klaus“) ablieferte, eignet sich auch „Jingle Jangle Journey“ ganz hervorragend, um dem tristen Alltag zu entfliehen.

    Darum geht’s in "Jingle Jangle Journey"

    Jeronicus Jangle (Forest Whitaker) war einst der legendärste Spielzeugmacher weit und breit. Mit seinem eigenen magischen Laden und den selbstentwickelten Spielereien machte er die Menschen glücklich – bis ihn eines Tages sein Schützling Gustafson (Keegan-Michael Key) hintergeht. Mit sämtlichen wichtigen Notizen zu allerhand Erfindungen seines Mentors im Gepäck, baut der sich nämlich lieber sein eigenes Spielzeugimperium auf.

    Jahre später arbeitet Jangle für den Geschäftsmann Delacroix (Hugh Bonneville), von seinem Erfindergeist früher Tage ist allerdings nicht viel geblieben. Mit seinem vermeintlich genialen Roboter Buddy macht er auch längst keine Fortschritte mehr – und zu seiner Tochter (Anika Noni Rose) hat er auch schon lange keinen Kontakt mehr.

    Zum Glück steht bei ihm eines Tages aber unerwartet seine gewiefte Enkelin Journey (Madalen Mills) auf der Matte, die ihm nun zur Hand geht, wo sie nur kann. Perfektes Timing, denn Gustafson führt schon wieder was im Schilde…

    Ein Weihnachtsmärchen – zuckersüß und richtig locker

    +++ Meinung +++

    Da „Jingle Jangle Journey“ heute erst auf Netflix anlief, sind die Kritiken zum neuen Netflix-Weihnachtsfilm noch ziemlich überschaubar. Und dennoch: Dass der Film nach 25 Kritikerstimmen auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes bei vollen 100 Prozent (Stand vom 13. November, 19.45 Uhr) steht, mag schon was heißen.

    Klar, die Geschichte verläuft nach Schema F, die Effekte sind solide (nicht revolutionär, aber eben auch nicht schlecht) und auch die Darsteller sind durch die Bank „okay“ – mit Ausnahme von unter anderem Forest Whitaker, der großartig wie immer ist. Und dennoch: „Jingle Jangle Journey“ ist mit seinen detailverliebten Sets und seiner Weihnachts-typischen Message Balsam für die Seele, die es im Corona-bedingten Lockdown ohnehin nicht immer leicht hat.

    Besonderes Highlight sind aber vor allem die ins Ohr gehenden Songs, die dem Film – fast Disney-typisch – vor allem während seinen Musicalnummern einen ungemeinen Schwung verleihen, von dem man sich nur zu gerne mitreißen lässt. Da wird die Schneeballschlacht schnell mal zum locker-flockigen Dance-Battle. Meine Weihnachts-Playlist wird jedenfalls um den ein oder anderen Song wachsen, so viel steht fest.

    Und wer sich fragt, warum Anika Noni Rose einen Tony Award zuhause stehen hat, weiß nach dem Film auch ganz genau warum. Eine Stimme, die unter die Haut geht. Das erinnert in den besten Momenten an Publikums-Hits wie „Hamilton“ oder auch „Greatest Showman“ mit Hugh Jackman (an die Musik, nicht den Quatsch drumherum).

    Neu auf Disney+: Diesen Film kann nicht mal Hugh Jackman retten

    Übrigens, mit „The Christmas Chronicles 2“ steht schon bald das nächste potentielle Weihnachts-Highlight auf Netflix ins Haus. Die Fortsetzung mit Kurt Russell als Weihnachtsman startet am 25. November. Einen Trailer gibt's bereits:

     

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Back to Top