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    Neu auf Netflix: Das erste Meisterwerk des Jahres – die ersten 23 Minuten reißen euch den Boden unter den Füßen weg!
    Von Christoph Petersen — 07.01.2021 um 08:50

    Ab heute ist „Pieces Of A Woman“ bei Netflix. Vanessa Kirby wurde beim Filmfestival in Venedig mit dem Preis für die beste Schauspielerin ausgezeichnet – und bei FILMSTARTS hat das Drama als erster Film des Jahres die vollen 5 Sterne bekommen.

    Netflix

    Pieces Of A Woman“ von Kornél Mundruczó ist einer der Filme, bei denen es besonders schade ist, dass sie zurzeit nicht im Kino anlaufen können. Auf Netflix wird nämlich ein beachtlicher Teil des Publikums bereits in den ersten Minuten wieder ausschalten – und das liegt nicht daran, dass der Film schlecht wäre, ganz im Gegenteil:

    „Pieces Of A Woman“ beginnt nämlich mit einer 23-minütigen Szene ohne Schnitt, wie man sie in dieser Intensität seit Jahren nicht erlebt hat. Viele Zuschauer werden das emotional einfach nicht durchstehen, und zuhause auf der Couch muss man eben auch nur einen Knopf auf der Fernbedienung drücken, um sich der zum Bersten gespannten Situation wieder zu entziehen.

    Darum geht’s in "Pieces Of A Woman"

    Martha (Vanessa Kirby) und ihr Ehemann Sean (Shia LaBeouf) haben sich dazu entschieden, ihr erstes Kind zuhause zu bekommen. Aber dann geht am Abend der Geburt alles schief: Die Hebamme, mit der sie sich intensiv auf das Ereignis vorbereitet haben, ist bereits bei einer anderen Patientin – weshalb die Eheleute mit einer Hebamme Vorlieb nehmen müssen, die sie vorher noch nie getroffen haben.

    Selbst als erste Komplikationen auftreten, beharrt Martha darauf, ihr Kind zuhause zu bekommen. Ins Krankenhaus will sie auf keinen Fall. Aber dann passiert das Unvorstellbare und das Baby stirbt bereits wenige Minuten nach der Geburt…

    Das erste Meisterwerk des Jahres

    Die obige Inhaltsangabe gibt lediglich die Handlung der ersten 23 Minuten von „Pieces Of A Woman“ wieder – die im Film in einer einzigen langen Einstellung ohne Schnitt präsentiert werden: Vor allem die Leistung von Vanessa Kirby (Jason Stathams jüngere Schwester aus „Hobbs & Shaw“) in dieser Sequenz lässt sich kaum beschreiben – ihre Performance folgt dem Rhythmus der Wehen, die ganze Welt reduziert sich auf die Schmerzen, bis die Hoffnung auf das Glück der Geburt schließlich in den absoluten Horror umschlägt. Zurück bleibt kaum mehr als die Hülle ihres Körpers, der nun schrittweise den Weg zurück ins Leben finden muss.

    Aber auch wenn es der Auftakt ist, der einem am nachhaltigsten im Gedächtnis eingebrannt bleiben wird, ist auch der Rest des gut zweistündigen Meisterwerks unbedingt sehenswert:

    Auf das ganz und gar körperliche Erlebnis der Geburt und des Todes folgt ein komplett verinnerlichtes Drama des Zerfalls einer Ehe. Martha und Sean reagieren nämlich völlig gegensätzlich auf den Tod ihres Babys. Während er über das Geschehene sprechen will und auf die heilende Wirkung symbolischer Gesten setzt, verschließt sie ihre Trauer in sich. Es ist, als sei sie in den 23 Minuten zu Beginn gemeinsam mit ihrem Baby gestorben.

    Unsere ausführliche Filmkritik zu "Pieces Of A Woman"

    „Pieces Of A Woman“ ist ab sofort exklusiv bei Netflix verfügbar.

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