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    Nach öffentlichem Streit: "Justice League"-Held wird wohl aus DC-Film "The Flash" gestrichen
    Von Björn Becher — 07.01.2021 um 09:40
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    Ursprünglich war offenbar der Plan, dass Cyborg und The Flash als Duo platziert werden, dann wurde die Rolle immer kleiner und nun wurde Cyborg wohl komplett aus „The Flash“ gestrichen. Kein Wunder, nach dem vorherigen Streit...

    Warner Bros.

    Wie das Branchenmagazin The Wrap berichtet, sei ein Auftritt von „Justice League“-Held Cyborg aus dem kommenden DC-Film „The Flash“ gestrichen worden. Im Zack-Snyder-Film wird der Held von Ray Fisher gespielt. In „The Flash“ wird er damit nicht an der Seite von Ezra Miller als Titelheld sowie Michael Keaton und Ben Affleck als verschiedenen Versionen von Batman zu sehen sein.

    Zuletzt soll Cyborgs Auftritt ohnehin nur noch als kleine Cameo-Rolle geplant gewesen sein, sodass die Änderungen am Drehbuch relativ moderat ausgefallen seien. Als 2016 „Justice League“ gedreht wurde, gab es noch Pläne, Cyborg und The Flash zum fast gleichberechtigten Duo in zwei Filmen zu machen – in einem „The Flash“ und in einem „Cyborg“-Film. Doch das schon lange Geschichte. Und auch die neue Nachricht ist wenig überraschend, nach dem Streit zwischen Fisher und Warner/DC Films und den Entwicklungen der vergangenen Tage.

    Ray Fisher sieht keine Zukunft unter Walter Hamada

    Ray Fisher ging ursprünglich mit Vorwürfen gegen Regisseur Joss Whedon an die Öffentlichkeit. Er warf ihm „widerliches, beleidigendes und unprofessionelles“ Verhalten bei den Nachdrehs zu „Justice League“ vor, die Kritik richtete sich bald aber vor allem gegen die Führungsspitze von Warner und DC Films. Die Chefs hätten Whedons ungebührliches Verhalten gedeckt und im Nachhinein nicht aufgearbeitet. Eine offizielle Untersuchung der Vorfälle wurde von Fisher als Vertuschung kritisiert.

    Warner Bros.
    Ray Fisher als Cyborg in "Justice League".

    Kurz vor dem Jahreswechsel holte Fisher dann noch mal aus: Er bezeichnete den mittlerweile amtierenden DC-Films-Präsidenten Walter Hamada, der erst nach „Justice League“ an Bord kam, aber an der Untersuchung der Vorfälle am Set beteiligt war, als „Lügner“. Außerdem stellte Fisher klar, dass er nicht mehr für DC Films arbeiten werde, solange Hamada amtiere.

    Vor wenigen Tagen wurde Hamadas Vertrag bis 2023 verlängert. Damit zeichnete sich ab: Es gibt keine Zukunft für Fisher als Cyborg.

    Wohl vorerst keine Neubesetzung der Rolle

    Schon direkt nach der Hamada-Ankündigung wurde von einigen angeblichen Insidern die Nachricht in Umlauf gebracht, dass Warner bereits aktiv nach einer Neubesetzung für den Part des Cyborgs suche, um in „The Flash“ einen neuen Schauspieler in der Rolle einzuführen.

    Für gewöhnlich gut informierte Journalisten widersprachen direkt. Nun scheinen sich deren Quellen zu bestätigen. Alles deutet daraufhin, dass erst mal keine Neubesetzung ansteht. Aber natürlich kann sich das in nicht so ferner Zukunft, wenn etwas Gras über die Sache gewachsen ist, für neue DC-Filmprojekte wieder ändern.

    Ray Fisher wird in „Zack Snyder's Justice League“ noch mal zu sehen sein, einer massiv veränderten und neuen Version des Kinofilms des Original-Regisseurs. Dort wird der Schauspieler wohl mehr Cyborg-Szenen haben, als zuvor. Unterdessen baut Walter Hamada die DC-Filmsparte massiv aus. Jüngst kündigte er nämlich an, den Ausstoß stark erhöhen zu wollen: Bis zu drei Kinofilme sowie zwei kleinere Spin-offs für US-Streamingdienst HBO Max sollen pro Jahr entstehen.

    Noch mehr Filme mit Batman, Superman und Co.: DC bläst zum Großangriff auf Marvel – im Kino und im Streaming

    Starten soll diese Offensive 2022, wobei „The Flash“ einer jener drei Filme ist, die dann im Kino zu sehen sein werden. Für den 3. November 2022 ist aktuell der Kinostart von „The Flash“ von „ES“-Regisseur Andy Muschietti und „Birds Of Prey“-Autorin Christina Hodson angesetzt.

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