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    TV-Tipp: Heute läuft der erfolgreichste Horrorfilm aller Zeiten – aber mit einem ganz gewaltigen Haken!
    Von Christoph Petersen — 28.02.2021 um 10:45

    ProSieben zeigt heute Abend zur Primetime um 20.15 Uhr den großartigen Horror-Megahit „ES“ nach dem gleichnamigen Bestseller von Stephen King. Es gibt da nur ein kleines Problem – bzw. genauer gesagt sogar 23 kleine Probleme…

    Warner Bros.

    +++ Meinung +++

    Schon mit dem ersten Trailer hat die Neuverfilmung von „ES“ einen unglaublichen Rekord aufgestellt: 197 Millionen Mal wurde die Vorschau zum Horror-Schocker allein in den ersten 24 Stunden nach ihrer Veröffentlichung angesehen.

    Und der über Nacht losgebrochene Pennywise-Hype hielt sich im Anschluss bis zum Kinostart, ohne auch nur ein kleines bisschen nachzulassen:

    Nach einem Fabel-Eröffnungswochenende in den USA spielte „ES“ am Ende weltweit mehr als 700 Millionen Dollar ein. Damit ist „ES“ bis heute mit riesigem Abstand der erfolgreichste Horrorfilm aller Zeiten („Der weiße Hai“ liegt mit gerade einmal 470 Millionen auf Platz 2)!

    "ES" auf ProSieben: Einschalten oder Wegschalten?

    Aber ist „ES“ nur erfolgreich – oder können wir ihn auch als guten Horrorfilm empfehlen? Natürlich können wir das – wir fanden „ES“ geradezu fantastisch, haben ihm 4,5 von 5 Sternen gegeben und in unserer Kritik als einen der besten Horrorfilme seit Jahren abgefeiert. Zu der Meinung stehen wir bis heute.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "ES"

    Empfehlen wir deshalb, zur TV-Ausstrahlung von „ES“ heute um 20.15 Uhr ProSieben einzuschalten? Von uns gibt es dafür leider ein klares Nein!

    Dafür haben wir gleich 23 Gründe – denn an genau so vielen Stellen ist die FSK-12-TV-Verassung im Vergleich zur originalen Kinofassung geschnitten. Insgesamt machen die Kürzungen zwar zusammengenommen nur knapp drei Minuten aus, aber gerade in Gruselsequenzen ist Timing nun mal das Allerwichtigste – und da machen selbst kleine Schnitte einen riesigen Unterschied aus und damit den kompletten Rhythmus kaputt.

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    So könnt ihr "ES" ungeschnitten sehen

    Wer „ES“ ohne die nervigen Schnitte sehen will, muss bis tief in die Nacht wachbleiben – wir gehen jedenfalls schwer davon aus, dass die Wiederholung ab 01.05 Uhr dann ohne jegliche Kürzungen auskommt. Zumindest gäbe es um die Uhrzeit für ProSieben eigentlich keinen Grund mehr, erneut nur die geschnittene Fassung zu zeigen.

    Wenn ihr nicht solange aufbleiben wollt oder ohnehin keinen großen Bock auf Fernsehen mit Werbeunterbrechungen habt, könnt ihr euch „ES“ (sowie die Fortsetzung „ES Kapitel 2“) natürlich auch einfach auf Blu-ray oder DVD nach Hause bestellen:

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    Darum finden wir "ES" so stark

    Im Bestseller „ES“ von Stephen King bekommen es die Mitglieder des Clubs der Verlierer im Abstand von 27 Jahren gleich zwei Mal mit einem monströsen Gestaltenwandler zu tun, der am Liebsten in Form des Horror-Clowns Pennywise (Bill Skarsgård) auftritt. Im „ES“-Kinofilm von 2017 wird hingegen erst mal nur das erste Aufeinandertreffen zwischen den Kindern und dem Clown im Jahr 1988 beleuchtet – und das Ergebnis ist nicht nur viel besser als die TV-Verfilmung von 1990, sondern eine der besten Stephen-King-Adaptionen überhaupt.

    Das liegt unter anderem an der herausragenden Besetzung: Bill Skarsgård findet mit seiner Hasenzahnprothese trotzdem spannenden eigenen Zugang zur ikonischen Pennywise Figur – sehr viel weniger campy und ironisch als Tim Curry, dafür aber geradeheraus grauenerregend.

    Noch wichtiger ist aber der jugendliche Cast um Jaeden Martell und Shooting-Star Sophia Lillis, der hier ein eingeschworenes Cliquen-Gefühl heraufbeschwört, wie wir es glaubhafter seit der ebenfalls herausragenden Stephen-King-Verfilmung „Stand By Me“ nicht mehr erlebt haben.

    Zudem liefern Regisseur Andrés Muschietti und sein Team fantastische Kreaturendesigns ab, wenn es darum geht, dass sich die größten Ängste der Jugendlichen direkt vor ihren Augen manifestieren: So bekommt es einer der Jungen etwa mit einer Kreatur zu tun, die genauso aussieht wie das gruselige impressionistische Gemälde im Büro seines strengen Rabbiner-Vaters, während ein anderer von einem kopflosen Mann gejagt wird, dessen Animationen absichtlich ein wenig „stottern“, um so auf die Stop-Motion-Effekte der 1990er-Version zurückzuverweisen.

    „ES“ ist kreativ, gruselig – und handwerklich einfach herausragend umgesetzt. Kein Wunder also, dass zwei Jahre später mit „ES Kapitel 2“ auch noch die „erwachsene“ Hälfte der Vorlage verfilmt wurde:

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