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    Auch der "Godzilla Vs. Kong"-Regisseur findet: Monsterfilme brauchen weniger Menschen
    Von Markus Trutt — 01.04.2021 um 19:10

    Beim ansonsten recht positiv aufgenommenen „Godzilla Vs. Kong“ wird vor allem Kritik an den menschlichen Figuren geäußert. Um so etwas künftig zu vermeiden, spricht sich Regisseur Adam Wingard für noch mehr Monster-Action im MonsterVerse aus.

    Warner Bros.

    Der in vielen internationalen Märkten inzwischen gestartete „Godzilla Vs. Kong“ stößt bei Kritiker*innen und Zuschauer*innen auf überwiegend positives Echo. Vor allem die Kampfszenen zwischen den ikonischen Titanen stoßen auf viel Begeisterung und würden die Monster-Action der drei Vorgängerfilme des sogenannten MonsterVerse („Godzilla“, „Kong: Skull Island“ und „Godzilla 2: King Of The Monsters“) noch einmal deutlich in den Schatten stellen.

    Dennoch sieht sich der Film auch vertrauter Kritik gesetzt: So toll die Monster-Prügeleien auch seien, so lahm sind wohl erneut die menschlichen Figuren, die gerade in der ersten Hälfte zu viel Raum bekämen.

    Und diese Meinung scheint bis zu einem gewissen Grad sogar „Godzilla Vs. Kong“-Regisseur Adam Wingard zu teilen – zumindest wenn man bei seinen Aussagen in einem Interview mit Entertainment Weekly etwas zwischen den Zeilen liest...

    Wegbereitung für noch mehr Monster-Action

    Natürlich macht Wingard seinen eigenen Film nicht schlecht. Ganz im Gegenteil ist er vielmehr stolz darauf, dass er und sein Team erstmals innerhalb des MonsterVerse in der Lage waren, ganze Sequenzen zu realisieren, in denen man einfach mal auf die Menschen verzichtet und stattdessen komplett bei den Monstern bleibt. Das sei in Sachen Effektarbeit, aber auch hinsichtlich der Story ein großer Durchbruch, von dem Wingard hofft, dass er den Weg für noch mehr Monster-Spektakel ebnet:

    „Wenn es einen weiteren MonsterVerse-Film gibt, sollte es in meinen Augen der erste vollwertige Monsterfilm werden“, so Wingard gegenüber EW. „Ich würde sagen: 30 Prozent Menschen, der Rest Monster – was die Formel für die meisten dieser Filme im Grunde genau umkehren würde. Ich denke, die Leute sind bereit dafür“.

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    Auch Monster-Fan Wingard wünscht sich also weniger Szenen mit menschlichen Figuren im MonsterVerse. Es klingt sogar ein wenig danach, als wäre ihm das schon bei seinem eigenen Film liebgewesen, auch wenn das anhand seiner Aussagen natürlich nur spekuliert werden kann.

    Ist das Studio schuld an den Menschen?

    Die Vermutung liegt jedenfalls nahe, dass es primär eine Studio-Entscheidung war, den Menschen auch in „Godzilla Vs. Kong“ wieder so viel Raum zu geben, um mit prominenten Namen wie Millie Bobby Brown und Alexander Skarsgård potentiell mehr Menschen in die Kinos zu locken.

    Die letzten Worte aus Wingards obigem Zitat sind übrigens noch eine ziemliche Untertreibung, schließlich scheint das Publikum nicht nur bereit für die von ihm gewünschte Entwicklung, sondern fordert diese schon seit Jahren immer wieder ein. Die bombastischen Monsterkämpfe sind letztlich nun mal das, was Kaiju-Fans sehen wollen. Ob sie und Wingard erhört werden, bleibt nun abzuwarten.

    Nachdem das MonsterVerse mit „Godzilla Vs. Kong“ nun seinen lange geplanten (vorläufigen?) Höhepunkt erreicht hat, sind aktuell vorerst keine weiteren Filme in dem Universum offiziell angekündigt. So erfolgreich wie der neueste Beitrag zur Reihe trotz Corona aber ist, könnte sich das jedoch bald ändern...

    In Deutschland hat „Godzilla Vs. Kong“ wegen der weiterhin ungewissen Kinolage noch immer keinen neuen Starttermin. Erst wenn sich das ändert, erscheint dann auch unsere eigene Kritik zum Film.

     

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