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    Aufgefallen? Die beste Szene aus dem "Red Notice"-Trailer ist gar nicht im Film
    27.11.2021 um 11:30
    Daniel Fabian
    Daniel Fabian
    -Redakteur
    Berührt und fasziniert zu werden, aber auch etwas über sich selbst lernen – das bedeutete Kino schon immer für Daniel. Darum machte der einstige Sozialarbeiter am Ende seine Leidenschaft auch zum Beruf.

    Redakteur Daniel hat bereits die Vorschau von „Red Notice“ mit skeptischen Augen betrachtet. Zumindest ein Schnipsel aus dem Trailer bereitete ihm Freude – doch der Moment landete am Ende nicht im Film.

    Frank Masi/Netflix
    +++ Meinung +++

    Zugegeben, eine komplette Mogelpackung war der Trailer zu „Red Notice“ nicht. Ryan Reynolds, der wie inzwischen immer im nervigen Deadpool-Modus ist und jede noch so aussichtslose Situation mit einem flotten Spruch kommentiert, ein stets abgebrühter Dwayne Johnson, der für den Trip in den Dschungel sein „Jumanji“-Outfit offenbar nochmal aus dem Schrank gekramt hat und eine grazile Gal Gadot zwischen verführerischer Femme fatale und knallharter Kämpferin – genau das versprach die Vorschau und genau das bekommen wir seit 12. November auch auf Netflix zu sehen, inklusive der in Aussicht gestellten, miesen CGI-Kulissen.

    Nicht auf der Streaming-Plattform zu sehen kriegen wir hingegen eine kleine, unscheinbare Szene, die den Trailer zumindest für mich ein gutes Stück weit erträglicher machte – ganz einfach, weil sie mich kalt erwischt hatte. Während viele der anderen popkulturellen Anspielungen ihren Weg in den finalen Film fanden, landete die Hommage an einen meiner Lieblingsfilme offenbar am Boden des Schneideraums. „Gladiator“-Fans wissen wahrscheinlich, was ich meine.

    "Werden Sie nicht gut unterhalten?"

    Wer Ridley Scotts Historien-Epos um einen Feldherrn (Russell Crowe), der zum Sklaven und schließlich zur Legende in der Arena wurde, nie oder nur irgendwann mal vor vielen Jahren gesehen hat, dürfte sich wohl nichts dabei gedacht haben, als Dwayne Johnsons John Hartley bei ungefähr 2:24 im Trailer „Werden Sie nicht gut unterhalten?“ (bzw. im englischen Originalton „Are you not entertained?“) ruft …

    … wer „Gladiator“ allerdings wie ich liebt und dementsprechend auch zumindest alle paar Jahre schaut, hat den Wink mit dem Zaunpfahl natürlich mitbekommen. Denn Johnson steht wie einst Maximus in einer Arena, um sich einem Kampf um Leben und Tod zu stellen, und er reagiert auf die jubelnde Meute mit derselben Frage wie der römische Gladiator: Werdet ihr nicht unterhalten?

    Unterhalten wurde ich beim misslungenen „Red Notice“ mit seinen schablonenhaften Figuren, dem vermurksten Drehbuch und den teilweise schrecklich unnatürlichen Effekte leider überhaupt nicht. Und dann hat es noch nicht mal die schöne Gladiator-Szene aus dem Trailer in den Film geschafft.

    Easter Eggs zu "Titanic" & "Indiana Jones" in "Red Notice"

    Regisseur Rawson Marshall Thurber ist ein Fan von Outtakes, Easter Eggs und versteckten Gastauftritten (er selbst trifft in „Red Notice“ an einer Bar auf John Hartley). Wie auch bei „Wir sind die Millers“ oder „Central Intelligence“ spielte er ursprünglich mit dem Gedanken, auch bei „Red Notice“ verpatzte Szenen während des Abspanns laufen zu lassen. Am Ende entschied er sich zwar dagegen, mittlerweile gibt es die sogenannten Bloopers aber immerhin im Netz zu sehen:

    "Red Notice"-Zugabe: Diese neuen 3,5 Minuten mit Johnson, Reynolds & Gadot machen mehr Spaß als der ganze Film

    Einige Anlehnungen an berühmte Filmklassiker haben es am Ende übrigens doch in „Red Notice“ geschafft. Während das „Indiana Jones“-Easter-Egg – Reynolds’ Nolan Booth steckt in einer Szene nicht nur in einem nahezu originalgetreuen Indy-Outfit, sondern pfeift auch noch die legendäre Titelmelodie des Spielberg-Klassikers – wohl jedem Filmfan sofort aufgefallen sein dürfte, ist ein anderes schon etwas besser versteckt:

    Wer genau hinsieht, wenn Booth mit seinem Boot am Strand in Bali anlegt, kann dabei den Namen seines Gefährts lesen: Das Bötchen von Booth trägt den Namen „We’re gonna make it, Rose.“ und ist eine klare Anspielung auf „Titanic“. „Wir werden es schaffen, Rose“, wird Leonardo DiCaprios Jack dabei durchaus fies zitiert. Wie die Geschichte ausging, wissen wir wohl alle…

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