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    Johnny Depp wollte keiner Frau gegenüberstehen: Deswegen musste "Fluch der Karibik 5" stark verändert werden
    10.08.2022 um 18:00
    Stefan Geisler
    Stefan Geisler
    -Redakteur
    Stefan liebt Film. Er vermisst die wöchentlichen Besuche in der Videothek, denn das ziellose Umherirren in den Gängen hat ihm Seherfahrungen wie "Donnie Darko" oder "Fear and Loathing in Las Vegas" beschert.

    Jack Sparrow hätte es in „Pirates Of The Caribbean 5: Salazars Rache“ eigentlich mit einer weiblichen Gegenspielerin zu tun bekommen sollen, doch scheinbar hatte Johnny Depp etwas dagegen und bestand auf eine Änderung des Drehbuchs.

    Disney

    Der Rechtsstreit ist zwar gewonnen, doch ähnlich wie Amber Heard („Aquaman 2“) geht auch Johnny Depp („Lone Ranger“) mit einem gehörigen Imageschaden aus dem Prozess. Insbesondere Depps Verhältnis zu Frauen ist nach wie vor ein Thema, das kritisch betrachtet werden muss – vor allem nachdem die Prozessdokumente vor Kurzem von Fans entsiegelt wurden und nun einige fragwürdige Einblicke in das Leben des Mimen offenbaren, die dessen schwieriges Verhältnis zur Frauen unterstreichen.

    Auch wenn Depps Karriere aktuell nicht auf Hochtouren läuft, konnte er noch vor einigen Jahren Produktionsentscheidungen bei Filmen, in denen er mitspielte, maßgeblich beeinflussen. Ein gerade aufgedecktes Beispiel dafür ist „Pirates Of The Caribbean 5: Salazars Rache“, in dem der Hollywood-Superstar forderte, das Drehbuch zu ändern, damit Jack Sparrow nicht gegen eine Frau antreten muss. Dies wurde von Terry Rossio enthüllt, der bereits an den Drehbüchern der ersten vier „Fluch der Karibik“-Teile beteiligt war und auch am Skript für Teil 5 mitarbeitete und nach Depps Änderungswünschen seinen (Piraten)-Hut nehmen musste.

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    Wäre Terry Rossios "Pirates Of The Caribbean 5" der bessere Film gewesen?

    Terry Rossio bedauert diese Entscheidung bis heute, da er seine Version weiterhin für eine gute Fortsetzung hält. Nach Aussage des Autors wurde dessen Drehbuchentwurf damals abgelehnt, da Johnny Depp befürchtete, dass der Film durch „Dark Shadows“ überflüssig werden würde, denn auch dort musste der Schauspieler gegen eine Schurkin antreten! Diese eigenwillige Begründung reichte wohl aus, um Rossio von dem Projekt zu entbinden und diesen durch Jeff Nathanson zu ersetzen, der das Skript überarbeitete und schließlich den von Javier Bardem („mother!“) verkörperten Geisterkapitän Salazar als neuen Gegenspieler in das Drehbuch schrieb.

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    Letztlich wurde „Pirates Of The Caribbean 5: Salazars Rache“ ganze 5 Jahre nach „Dark Shadows“ veröffentlicht, was die Aussage des Jack-Sparrow-Schauspielers in einem fragwürdigen Licht stehen lässt. Irgendwie kommt man nicht umhin, diese Forderung in den Kontext der darauffolgenden Gerichtsverhandlung und der unschönen Offenlegungen aus dem Privatleben des Hollywood-Superstars zu setzen und sich zu fragen, was die eigentlichen Beweggründe hinter diesen eigenwilligen Drehbuch-Änderungswünschen waren.

    Ob Johnny Depp jemals wieder in der Rolle des eigenwilligen Piratenkapitäns Jack Sparrow zu sehen sein wird, darf derweil weiter bezweifelt werden. Berichten zufolge gibt es aktuell von Disney Versuche, sich mit Depp zu versöhnen und ihn zu einer Rückkehr zum Franchise zu bewegen – dieser erklärte jedoch im Rahmen seiner Gerichtsverhandlung, dass ihn selbst "300 Millionen Dollar und eine Million Alpakas" nicht dazu bringen könnten, erneut als Jack Sparrow in einem „Fluch der Karibik“-Teil aufzutreten.

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