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    Wo kommen eigentlich die kleinen Ork-Babys her? Mit Adar könnte "Die Ringe der Macht" den Ursprung der Orks zeigen
    20.09.2022 um 18:00
    Julius Vietzen
    Julius Vietzen
    -Redakteur
    Egal, ob „Der Herr der Ringe“, „Game Of Thrones“ oder „Dune“: Julius ist ein großer Fantasy- und Sci-Fi-Fan. Aktuell liest er die „Das Rad der Zeit“-Reihe.

    Wann und auf welchem Weg die Orks das erste Mal das Licht von Mittelerde erblickten, ist in den Büchern von J.R.R. Tolkien nicht eindeutig. Durch die Figur Adar (Joseph Mawle) könnten wir in „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ mehr erfahren.

    Woher stammen eigentlich die Orks in „Der Herr der Ringe“? Während J.R.R. Tolkien sonst fast jeden Winkel seiner Fantasy-Welt bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und durchdacht hat, ist das eine Frage, die erstaunlich schwierig zu beantworten ist. Denn Tolkien hat die Hintergrundgeschichte der Orks über die vielen Jahre, in denen er an Mittelerde gearbeitet hat, das ein oder andere Mal verändert.

    Die bekannteste Variante ist, dass sie einst Elben waren, die von den Dunklen Herrschern Morgoth und Sauron gefoltert, verstümmelt und in Orks umgewandelt wurden. So erzählt es auch Saruman (Christopher Lee) in „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“.

    Ein Elb als Vater der Orks?

    Und hier kommt dann auch der geheimnisvolle Adar (Joseph Mawle) ins Spiel, der in „Die Ringe der Macht“ Episode 3 erstmals erwähnt wird und in Episode 4 nun seinen großen Auftritt hat. Adar ist offensichtlich ein Elb und kein Ork, dennoch kümmert er sich so liebevoll und väterlich um die Orks, dass sein Name („Adar“ heißt „Vater“ in der Elbensprache Sindarin) äußerst passend ist.

    Ist Adar also womöglich einfach der erste Elb, der von Morgoth gefangen und „konvertiert“ wurde? Wir sehen in „Die Ringe der Macht“, das die eine Hälfte seines Gesichtes vernarbt ist, er trägt also offenbar die Spuren von Folter und/oder Verletzungen. Und er scheint fest auf der Seite des Bösen zu stehen, was er selbst aber wohl anders sehen würde („viele Lügen wurden euch erzählt“, sagt er etwa zu Arondir).

    Außerdem erfahren wir, dass Adar schon seit sehr langer Zeit lebt. Er erzählt nämlich Arondir (Ismael Cruz Cordova), dass er einst im Land Beleriand herumlief, das am Ende des Ersten Zeitalters untergegangen ist – also viele Jahre vor der Handlungszeit von „Die Ringe der Macht“. Und wohl nicht zufällig ist Beleriand auch der Teil von Mittelerde, in dem die Orks erstmals überhaupt gesehen wurden.

    Da erscheint es gut möglich, dass Adar nach seiner Gefangennahme auf welche Weise auch immer dabei geholfen hat, weitere Elben zu Orks zu machen, und somit tatsächlich so etwas wie der Vater dieser gesamten Rasse ist – auch wenn deren Ursprung womöglich sogar noch weiter zurückreicht (das ist bei Tolkien wie gesagt nicht ganz eindeutig).

    Oder doch Mama-Ork und Papa-Ork?

    Oder womöglich bekommen wir in „Die Ringe der Macht“ doch eine ganz andere Version der Ereignisse präsentiert. Schon vor dem Start der Serie gaben Produzentin Lindsey Weber und Maskendesigner Jamie Wilson nämlich einen Einblick in die Pläne der Serien-Verantwortlichen für die Orks – und sprachen dort unter anderem auch von weiblichen Orks, die es in „Die Ringe der Macht“ geben wird!

    Womöglich wird die Frage nach der Herkunft der Orks also in „Die Ringe der Macht“ auf eine überraschend simple und naheliegende Art und Weise beantwortet: Egal, ob sie einst Elben waren oder direkt von Morgoth erschaffen wurden, sie vermehren sich womöglich auf genau dieselbe Art und Weise wie alle anderen Völker von Mittelerde... Stimmt die Elben-Theorie, hätte Morgoth sie dann natürlich auch auf einem genetischen Level verändern müssen, damit sie sich dann als Orks fortpflanzen.

    „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ Folge 5 erscheint am 23. September 2022 auf Amazon Prime Video. Mehr zu Adar und dem Ursprung der Orks erfahrt ihr auch in dem oben eingebetteten Video ab Minute 6:40.

    Was sieht Isildur in "Die Ringe der Macht"? Die Visionen und Stimmen in der "Der Herr der Ringe"-Serie erklärt
    Streamgestöber-Podcast zu "Ringe der Macht"

    Und wenn ihr euch noch ein wenig ausführlicher mit den Folgen 3 und 4 von „Die Ringe der Macht“ beschäftigen wollt, dann hört doch mal in den Streamgestöber-Podcast unserer Kolleg*innen von Moviepilot rein. In der aktuellen Folge gibt es neben einem Recap viele Theorien und Erklärungen zum Fantasy-Hit auf Amazon Prime Video.

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