Man On Fire
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Lemmiblog
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Serienkritik
3,0
Veröffentlicht am 10. Mai 2026
WER SCHACH SPIELT, KANN DAS LEBEN SPIELEN

John Creasy leidet unter PTBS und versucht in Brasilien wieder Fuß zu fassen. Doch als das Wohnhaus seines Freundes gesprengt wird und nur dessen Tochter überlebt, nimmt Creasy sich ihrer an. Problem ist nur, sie hat einen Attentäter gesehen und soll nun beseitigt werden.

Man on Fire auf Netflix hat 7 Episoden mit einer Laufzeit von ca. 40–60 Minuten und liefert was man erwartet, Kugeln, Slums, Trauma und einen Hauptdarsteller, der aussieht als könnte er mit seinem Blickkontakt Leute verprügeln. Yahya Abdul-Mateen II spielt Creasy stabil. Der Typ wirkt kaputt, müde und jederzeit bereit jemandem die Zähne neu zu sortieren. Allerdings fällt auf, dass sein PTBS immer dann zuschlägt, wenn der Plot es braucht, dass Gegner entkommen oder er nicht sofort alles kurz und klein schießt.
Die Handlung selbst ist ziemlich vorhersehbar. Familie wird ausgelöscht, Kind überlebt, abgewrackter Ex-Soldat beschützt und arbeitet sich durch die Unterwelt. Das schaut sich zwar locker weg, gerade wegen der Rio-Slums und der dreckigen Atmosphäre, aber wirklich überraschen tut hier nichts. Das größte Problem sind die Figuren. Creasy funktioniert halbwegs, weil Yahya genug Präsenz mitbringt, alle anderen bleiben eher Schablonen. Poe ist „das verängstigte Mädchen“, die Slum-Gangster geben die Maximalharten und die Bösewichte sind so austauschbar, dass man teils vergisst, wer jetzt der Obermuffti war. Die Action dagegen ist ordentlich. Keine riesige Kunst, aber direkt und ruppig.
Was massiv nervt, ist dieses absichtliche Dummstellen aller Beteiligten. Hier benehmen sich Figuren wie NPCs mit mehr K als I, damit die Handlung klappt. Wenn die Leute einfach logisch denken würden, könnte Creasy bereits nach 3 Folgen entspannt Caipirinha trinken.
Das Finale liefert die eine Ballerorgie, die schwachen Bösewichte kriegen ihr Fett weg inklusive Fortsetzungsköder.
Unterm Strich eine solide Actionserie für zwischendurch. Kurzweilig, dreckig mit ordentlichen Actionszenen, aber eben mit vorhersehbarer Handlung, dünnen Figuren und Plotdummheit.

6/10 Punkten. Bei soviel Plotdummheit würde Darwin schneller im Grab rotieren, als ein Deckenventilator in Rio.
Lemmiblog
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Staffel 1 Kritik
3,0
Veröffentlicht am 10. Mai 2026
WER SCHACH SPIELT, KANN DAS LEBEN SPIELEN

John Creasy leidet unter PTBS und versucht in Brasilien wieder Fuß zu fassen. Doch als das Wohnhaus seines Freundes gesprengt wird und nur dessen Tochter überlebt, nimmt Creasy sich ihrer an. Problem ist nur, sie hat einen Attentäter gesehen und soll nun beseitigt werden.

Man on Fire auf Netflix hat 7 Episoden mit einer Laufzeit von ca. 40–60 Minuten und liefert was man erwartet, Kugeln, Slums, Trauma und einen Hauptdarsteller, der aussieht als könnte er mit seinem Blickkontakt Leute verprügeln. Yahya Abdul-Mateen II spielt Creasy stabil. Der Typ wirkt kaputt, müde und jederzeit bereit jemandem die Zähne neu zu sortieren. Allerdings fällt auf, dass sein PTBS immer dann zuschlägt, wenn der Plot es braucht, dass Gegner entkommen oder er nicht sofort alles kurz und klein schießt.
Die Handlung selbst ist ziemlich vorhersehbar. Familie wird ausgelöscht, Kind überlebt, abgewrackter Ex-Soldat beschützt und arbeitet sich durch die Unterwelt. Das schaut sich zwar locker weg, gerade wegen der Rio-Slums und der dreckigen Atmosphäre, aber wirklich überraschen tut hier nichts. Das größte Problem sind die Figuren. Creasy funktioniert halbwegs, weil Yahya genug Präsenz mitbringt, alle anderen bleiben eher Schablonen. Poe ist „das verängstigte Mädchen“, die Slum-Gangster geben die Maximalharten und die Bösewichte sind so austauschbar, dass man teils vergisst, wer jetzt der Obermuffti war. Die Action dagegen ist ordentlich. Keine riesige Kunst, aber direkt und ruppig.
Was massiv nervt, ist dieses absichtliche Dummstellen aller Beteiligten. Hier benehmen sich Figuren wie NPCs mit mehr K als I, damit die Handlung klappt. Wenn die Leute einfach logisch denken würden, könnte Creasy bereits nach 3 Folgen entspannt Caipirinha trinken.
Das Finale liefert die eine Ballerorgie, die schwachen Bösewichte kriegen ihr Fett weg inklusive Fortsetzungsköder.
Unterm Strich eine solide Actionserie für zwischendurch. Kurzweilig, dreckig mit ordentlichen Actionszenen, aber eben mit vorhersehbarer Handlung, dünnen Figuren und Plotdummheit.

6/10 Punkten. Bei soviel Plotdummheit würde Darwin schneller im Grab rotieren, als ein Deckenventilator in Rio.