Der Fall Asunta
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Lemmiblog
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Serienkritik
3,0
Veröffentlicht am 31. Mai 2026
IRGENDWIE UNBEFRIEDIGEND

Im Jahr 2013 wird die 12. Jährige Asunta tot aufgefunden. Ins Visir der Ermittlungen geraten direkt die Eltern, die das chinesische Mädchen adoptiert hatten. Denn man findet bei ihnen Indizien und die  Kamera einer Tankstelle zeigt das Asuntas Mutter Rosario die letzte war, die mit ihr zusammen war. Eine Hetzjagd der Medien beginnt, in der auch der inzwischen geschiedene Ex-Mann Alfonso ins Visir der Ermittlungen gerät.

Der Fall Asunta auf Netflix hat 6 Episoden mit einer Laufzeit je Folge von ca. 40-65 Minuten. Wir haben hier eine auf wahren Begebenheiten basierende Handlung, in der es um Eltern geht die ihr eigenes Kind ermordert haben sollen. Dabei kommen Fragen auf wie, liebt man ein adoptiertes Kind so wie ein eigenes? Geht die Polizei immer mit den richtigen Methoden vor?
Zu was Menschen in der Lage sind, lässt einen immer wieder erschaudern, das ist auch der Aufhänger in dieser Geschichte, doch ganz ehrlich, zum Schluss bin ich nicht schlauer als vorher.
Die Handlung beginnt mit Spurensuche, Befragung und das finden obszöner Fotos auf dem Laptop des Vaters. Klar, das sind die Täter denkt man zu erst. Doch die Handlung zeigt uns, natürlich nie bewiesen sondern nur mutmaßliche Wege, was passiert ist. Während die Eltern direkt vernichtend von allen Vorverurteilt werden, hatte ich so da meine Zweifel, wie auch die Geschworenen.
Das Finale ist dann die Gerichtsverhandlung der beiden, in der über das Schicksal zweier Menschen entschieden wird, wie groß das hallende Echo der Medien in den Ohren der Geschworenen ist, sieht man sehr gut.
Am Ende bleibt eine Serie über ein totes Mädchen, das aufgrund der nahezu durchweg unsympathischen Figuren nie bei mir landen wollte. Die unscheinbaren Beweise und die zwielichtigkeit von Polizei und Medien trugen auch nicht dazu bei es besser zu machen.

Von mir bekommt die Serie 6/10 Punkten. Solche Fotos darf man doch von einem Kind nicht machen? Was für Fotos habt ihr von euren Kindern auf dem Smartphone und wie würden fremde sie interpretieren, wenn es um Mord geht?