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Rob T.
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Serienkritik
3,5
Veröffentlicht am 4. Oktober 2026
Eine neue Schicht im Pittsburgh Trauma Medical Center, im "The Pitt", beginnt. Auch Dr. Michael „Robby“ Robinavitch (Noah Wyle) tritt seinen Dienst an. Heute kommen gleich vier Neuzugänge: Victoria Javadi (Shabana Azeez) ist Medizinstudentin im dritten Jahr. Dennis Whitaker (Gerran Howell) ist schon im vierten Jahr. Trinity Santons (Isa Briones) ist Assistenzärztin. Melissa „Mel“ King (Taylor Dearden) ist im zweiten Jahr Assistenzärztin. 15 Stunden lang müssen sie ankommende Patienten behandeln, und sie haben es mit den verschiedensten fällen zu tun. Zugleich müssen die Neuen versuchen, miteinander und mit dem Betrieb klarzukommen, das bereitet ihnen teilweise Probleme. Robby hingegen muss noch ein Trauma überwinden: Sein Mentor starb während der Coronapandemie im Pitt.
Eigentlich war wohl mal geplant, diese Serie als Nachfolger oder Neuauflage von "Emergency Room" zu zeigen. Mit Noah Wyle in einer der Hauptrollen hätte das auch ganz gut funktioniert. Doch dazu kam es nicht. Nun gibt es bei HBO Max bereits zwei Staffeln von "The Pitt". Dass ein Streamingdienst pro Staffel gleich 15 Folgen raushaut ist ungewöhnlich. Andererseits ist das Set aber auch überschaubar. Die Serie spielt ausschließlich auf der Notaufnahme. Das Privatleben der Ärzte spielt weitgehend kaum eine Rolle, Szenen, die nicht in der Klinik spielen, gibt es fast gar nicht.
Das hat Vor- und Nachteile. Viele bezeichnen "The Pitt" als die beste Klinikserie. Und tatsächlich ist die Qualität hoch. Die Darstellerriege ist gut zusammengestellt. Die Krankheitsfälle sind oft spannend. Verletzungen und OP-Wunden werden oft schonungslos gezeigt, ebenso eine Geburt und für eine solche Serie seltenen, nun ja, Einblicken. Nachteil ist, dass es innerhalb der 15 Folgen auch schon mal eintönig werden kann. Besonders in Staffel 2 ist der Spannungsabfall leider stark zu merken. Es fehlt manchmal dann doch an Abwechslung, vieles scheint sich dann auch zu wiederholen.
Im Januar 2027 kommt Staffel 3, erneut mit 15 Folgen - eine pro Arbeitsstunde.
Der 4. Juli steht an. Das bedeutet jede Menge Verletzte durch Feuerwerk, Unfälle wegen Alkohol und Menschen, die die Sommerhitze unterschätzten. Obendrein gibt es noch einen Cyberangriff auf ein anderes Krankenhaus, weshalb das Pitt sämtliche Computer abschaltet. Klemmbrett, Bleistift und Faxgerät feiern ihr großes Comeback. Hallo Steinzeit.
The Pitt Staffel 2 auf HBO Max hat erneut 15 Folgen und wie schon in Staffel 1 entspricht wieder eine Folge 1h Schicht. Die alten Charaktere kehren zurück, neue Figuren fügen sich nahtlos ein und die ehemaligen Anfänger geben ihr Wissen an die Neuen weiter, ohne überheblich zu wirken, naja außer Santos aber die is cool. Die Authentizität dieser Serie ist und bleibt Trumpf. Gepaart mit schauspielerischen Leistungen, die brillant sind, entsteht eine Serie, die sich echter anfühlt als vieles, was sonst in dem Genre hervorgebracht wurde. Zwischen alltäglichen wie Hitzschlägen und abgerissenen Körperteilen gibt es zurückgelassene Babys, ICE-Mitarbeiter samt deren Auswirkungen auf Patienten und Personal sowie Selbstzweifel, Dauerstress und emotionale Erschöpfung. Nebenbei soll man bitte noch lächeln. Besonders stark fand ich erneut die Figurenentwicklung. Robby möchte sich eine dreimonatige Auszeit nehmen, schafft es aber nicht loszulassen. Dr. Al-Hashimi soll ihn vertreten, versucht jedoch ihren Stil durchzudrücken. Melissa muss sich wegen eines Fehlers aus Staffel 1 einer Anhörung stellen und Langdon kämpft nach seiner Rückkehr weiterhin mit den Folgen seines Entzugs. Die Serie schafft es erneut, ihre Figuren weiterzuentwickeln, ohne uns mit Privatgeschichten zu erschlagen. Unterm Strich bleibt eine 2 Staffel, die tatsächlich noch eine Schippe drauflegt. Mehr Stress, stärkere Konflikte und noch bessere Charakterentwicklung machen aus einer ohnehin hervorragenden Serie ein Ausnahmeprojekt. Visuell beeindruckend, schauspielerisch eine Granate und bei der Einbindung aktueller Themen erschreckend nah an der Realität.
10/10 Punkten. Man darf sich zwischendurch auch mal anscheißen und nach der Schicht dennoch ein Bier zusammen trinken, das ist normal.
Oberarzt Dr. Michael Robinovitch, von allen Robby genannt, muss sich durch den ganz normalen Wahnsinn einer Notaufnahme kämpfen. Anfänger anlernen, Kollegen geraten aneinander, Patienten drehen durch und nach einer 12-Stunden-Schicht serviert dir das Leben zur Belohnung die volle Breitseite Chaos hinterher.
The Pitt hat 15 Episoden mit je ca. 1h Laufzeit mit der Besonderheit, jede Folge zeigt quasi 1h dieses Alltags. Klingt nach einem Gimmick, funktioniert aber hervorragend und ganz ehrlich, das Ding ist oberaffentittengeil. Der größte Grund dafür sind die Figuren. Allen voran Noah Wyle als Dr. Robby. Der Fels in der Brandung, aber auch kein Superarzt, der alles kann und nebenbei Zeit hat bedeutungsvoll ausm Fenster zu schauen. Der Rest des Teams funktioniert ebenso. Melissa ruhig und zurückhaltend, aber einfach sympathisch. Santos ist fachlich stark, gleichzeitig zu selbstbewusst und Whittaker… mein Gott, der Kerl zieht Unglück an wie WLAN Handysüchtige. Das Starke ist, wie natürlich alles ist. Die Serie stopft uns nicht mit künstlichem Drama voll, sondern lässt vieles einfach passieren. Manche Kollegen verstehen sich, manche nicht. Patienten sind dankbar oder Vollidioten, werden gewalttätig oder brechen zusammen. Man schafft es die perfekte Balance zwischen Krankenhausalltag, Drama und Stress zu finden, ohne ins Soap-Overacting abzuriften. Niemand hält mitten im OP einen fünfminütigen Monolog über Liebe und Hoffnung, während ein Klavier dudelt. Nur die detaillierte Geburtsszene hätte ich nicht gebraucht. Da sollte man nicht gerade Lasagne essen. Das Finale ist einfach nur brutal gut. Man denkt bereits: „Feierabend, schlimmer wirds nicht mehr.“ und dann haut die Serie nochmal drauf. Stress, Überforderung, Emotionen und Chaos greifen perfekt und man leidet mit. Unterm Strich eine erste Staffel, die fast alles richtig macht. Figurenzeichnung, Drama, Stress, Blut, Dynamik das funktioniert hier auf hohem Niveau.
9,5/10 Punkten. Das Beeindruckendste ist, dass man beide Seiten versteht. Die Patienten, die nach 10h Wartezeit vorm Ausrasten sind und die Ärzte, die dafür am wenigsten können, aber trotzdem der Katalysator sind.
Oberarzt Dr. Michael Robinovitch, von allen Robby genannt, muss sich durch den ganz normalen Wahnsinn einer Notaufnahme kämpfen. Anfänger anlernen, Kollegen geraten aneinander, Patienten drehen durch und nach einer 12-Stunden-Schicht serviert dir das Leben zur Belohnung die volle Breitseite Chaos hinterher.
The Pitt hat 15 Episoden mit je ca. 1h Laufzeit mit der Besonderheit, jede Folge zeigt quasi 1h dieses Alltags. Klingt nach einem Gimmick, funktioniert aber hervorragend und ganz ehrlich, das Ding ist oberaffentittengeil. Der größte Grund dafür sind die Figuren. Allen voran Noah Wyle als Dr. Robby. Der Fels in der Brandung, aber auch kein Superarzt, der alles kann und nebenbei Zeit hat bedeutungsvoll ausm Fenster zu schauen. Der Rest des Teams funktioniert ebenso. Melissa ruhig und zurückhaltend, aber einfach sympathisch. Santos ist fachlich stark, gleichzeitig zu selbstbewusst und Whittaker… mein Gott, der Kerl zieht Unglück an wie WLAN Handysüchtige. Das Starke ist, wie natürlich alles ist. Die Serie stopft uns nicht mit künstlichem Drama voll, sondern lässt vieles einfach passieren. Manche Kollegen verstehen sich, manche nicht. Patienten sind dankbar oder Vollidioten, werden gewalttätig oder brechen zusammen. Man schafft es die perfekte Balance zwischen Krankenhausalltag, Drama und Stress zu finden, ohne ins Soap-Overacting abzuriften. Niemand hält mitten im OP einen fünfminütigen Monolog über Liebe und Hoffnung, während ein Klavier dudelt. Nur die detaillierte Geburtsszene hätte ich nicht gebraucht. Da sollte man nicht gerade Lasagne essen. Das Finale ist einfach nur brutal gut. Man denkt bereits: „Feierabend, schlimmer wirds nicht mehr.“ und dann haut die Serie nochmal drauf. Stress, Überforderung, Emotionen und Chaos greifen perfekt und man leidet mit. Unterm Strich eine erste Staffel, die fast alles richtig macht. Figurenzeichnung, Drama, Stress, Blut, Dynamik das funktioniert hier auf hohem Niveau.
9,5/10 Punkten. Das Beeindruckendste ist, dass man beide Seiten versteht. Die Patienten, die nach 10h Wartezeit vorm Ausrasten sind und die Ärzte, die dafür am wenigsten können, aber trotzdem der Katalysator sind.
Die Menschen in dieser Serie reden wie die Roboter. In einem Affentempo werden Sprüche geklopft und nebenbei Intensiv-Patieten behandelt. Alle sind bestialisch im Stress aber irgendwie voll gut drauf und absolute Multitasking-Maschinen. Abgesehen davon, daß das mal wieder eine typisch amerikanische Angeber-Tonality hat, kommt man zwischen dem ganzen Maschinen-Gewehr-Gesabbel, das mit medizinischen Fachbegriffen und Abkürzungen gespickt ist, überhaupt nicht richtig mit. Aber es wirkt dann wohl halt tierisch cool...alles voll die Krankenhaus-Babos...nichts für mich.