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Lemmiblog
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Serienkritik
4,5
Veröffentlicht am 5. Oktober 2026
BESSER ALS RICK & MORTY?
Katherine hat ein Hotel geerbt und hofft auf große Gewinne. Mit an ihrer Seite sind ihre Kinder Esther und Ben. Das große Problem ist nur, dass in dem Hotel Dutzende Geister leben, unter anderem ihr Bruder Nathan, der gemeinsam mit dem jahrtausendealten Dämon Abbadon spukt, der im Körper eines Kindes aus dem 18. Jahrhundert gefangen ist. Umsatz steht kaum auf der Tagesordnung, dafür aber täglich ein kleiner Weltuntergang.
Haunted Hotel auf Netflix hat 10 Episoden mit einer Laufzeit von jeweils etwa 25 Minuten. Wir haben hier eine Horror-Komödie von den Machern von Rick & Morty und ich liebe diese Serie von der ersten Sekunde an. Das liegt vor allem an den vielen fantastischen Figuren, egal ob tot oder lebendig. Jeder bekommt sein Moment zu glänzen, niemand wirkt irrelevant oder fällt aus der Rolle. Die Geister, Dämonen und alles dazwischen sind herrlich umgesetzt. Der Look ist stark, die Tonalität genau meins und der Humor sowieso. Jede Episode steht für sich, was die Serie frisch und abwechslungsreich hält. Die Themen reichen von Doppelgängern über Mini-Apokalypsen bis hin zur Frage, warum Geister eigentlich durch Wände gehen, aber nicht durch den Fußboden fallen. Wenn etwas auf der Strecke bleibt, dann das Worldbuilding. Man bekommt in einer Folge zwar eine Kleinstadt zu sehen, aber das war es auch schon. Dafür passiert im Hotel selbst genug Chaos, um das locker auszugleichen. Das Finale zeigt, dass sogar der fieseste Dämon noch Charakterentwicklung durchleben kann. Unterm Strich bleibt eine Serie, die kurzweilig ist, mit lustigen Figuren punktet und bei der auch das Blut nicht zu kurz kommt.
9 von 10 Punkten. Eine zweite Staffel wurde bereits bestätigt und soll in Kürze erscheinen.