Star Trek Into Darkness
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion Star Trek Into Darkness

4,0


Von Carsten Baumgardt

Die Staubschicht, die das „Star Trek“-Franchise zum Zeitpunkt des letzten Captain-Picard-Abenteuers „Nemesis“ im Jahr 2002 angesetzt hatte, war nicht mehr zu ignorieren. 2009 setzte „Lost“-Erfinder J.J. Abrams alle Regler auf Null zurück und schuf mit dem rasanten „Star Trek: Die Zukunft hat begonnen“ einen furiosen Neuanfang der Saga, deren Geburtsstunde 1966 mit der aus heutiger Sicht eher trashigen TV-Serie „Raumschiff Enterprise“ geschlagen hat. Nachdem Abrams das einst von Gene Roddenberry erschaffene „Star Trek“-Universum mit einem Donnerhall in die filmische Gegenwart katapultierte, steigt er im zweiten Reboot-Teil nun richtig aufs Gas, eignet sich den Stoff noch stärker an und führt die Reihe auf eine ganz neue Ebene. „Star Trek Into Darkness“ kommt im Gewand eines monströs dimensionierten Superhelden-Epos daher, die Action im Stil aktueller Comic-Blockbuster hat gegenüber den klassischen „Star Trek“-Elementen die Oberhand, aber insgesamt verfügt „Into Darkness“ noch über genügend Roddenberry-DNS, um den Großteil der eingefleischten Trekker nicht zu vergrämen. Dieser zweite „Star Trek“-Film von J.J. Abrams ist ein emotional aufgeladenes, hochmodernes Terrorismus-Drama und ein enorm temporeicher 3D-Science-Fiction-Actioner mit bombastischen Schauwerten.

Die Crew des Raumschiffs „Enterprise“ ist auf einer Observierungsmission in den Weiten des Weltalls unterwegs. Dabei verstößt die Mannschaft von Captain James T. Kirk (Chris Pine) jedoch gleich doppelt gegen die Oberste Direktive der Föderation: die Nicht-Einmischung in Angelegenheiten fremder Kulturen und Spezies. Der Erste Offizier Spock (Zachary Quinto) lässt sich in das Herz eines brodelnden Vulkans bringen, um die Lavaflut zu stoppen, die die Bevölkerung des Planeten Nibiru auslöschen würde. In letzter Sekunde setzt Kirk alles auf eine Karte und rettet Spock vor dem sicheren Tod - zu einem hohen Preis. Die entwicklungstechnisch auf der Stufe von Primaten stehenden Bewohner bekommen die „Enterprise“ zu Gesicht, womit Kirk seinerseits massiv in die Evolution des Volkes eingreift. Zurück auf der Erde des 23. Jahrhunderts muss er sich dafür verantworten. Sein Mentor Admiral Pike (Bruce Greenwood) entzieht ihm das Kommando der „Enterprise“ und stuft ihn auf den Rang eines Ersten Offiziers zurück. Doch die Wirren eines verheerenden Terroranschlags, der London erschüttert, sollen alles verändern. Drahtzieher hinter der Attacke ist der ehemalige hochrangige Sternenflotten-Offizier John Harrison (Benedict Cumberbatch), der zum Planeten Kronos in klingonisches Territorium flieht. Kirk holt sich das „Enterprise“-Kommando zurück und jagt den brandgefährlichen Harrison, hinter dem weit mehr steckt als seine menschliche Sternenflotten-Offizier-Hülle verrät…

Die Vorgeschichte ist abgehakt und der Ballast des Alles-Erklären-Müssens abgeworfen, die Unstimmigkeiten zwischen den parallelen „Star Trek“-Universen aus Abrams‘ erstem Film sind vergessen. In „Star Trek Into Darkness“ lässt der umtriebige Regisseur die Geister der Vergangenheit, die sechs TV-Serien und zehn Kinoverfilmungen so mit sich bringen, endgültig hinter sich. Im Prinzip könnte dieser insgesamt zwölfte „Star Trek“-Kinofilm auch für sich allein stehen, selbst absolute Neulinge können sich in dieser Welt schnell zurechtfinden. Dabei hilft gleich der atemberaubende Prolog: Wie bereits bei „Star Trek: Die Zukunft hat begonnen“ wird der Zuschauer sofort mitten ins Geschehen geworfen. Dieses Mal erforscht die Crew der „Enterprise“ den primitiven Waldplaneten Nibiru, dessen faszinierender 3D-Leucht-Look an „Avatar“ erinnert (diesmal allerdings in rot), und verpasst den einheimischen Kreaturen dabei den Kulturschock ihres Lebens – ein spektakulärer Einstieg, bei dem alles stimmt. Neben dem Grundkonflikt der Sternenflotte zwischen reiner Beobachtung und schicksalsverändernder Hilfeleistung werden in wenigen Minuten wunderbar Kirks zupackende Hemdsärmeligkeit und Spocks gnadenlose Unterwerfung gegenüber den Gesetzen der Logik und des Rationalen auf den Punkt gebracht.

Das hohe Tempo, das J.J. Abrams („Star Wars 7“, „Super 8“) gleich zu Beginn anschlägt, hält der Regisseur tatsächlich konsequent durch. „Star Trek Into Darkness“ ist ein Bombast-Blockbuster, dem man die 185 Millionen Dollar Produktionskosten jederzeit ansehen kann: Alles ist schneller, größer und epischer als im Vorgänger „Star Trek: Die Zukunft hat begonnen“. Der aus dem Wettkampfsport bekannte „Höher, schneller, weiter“-Ansatz hat aber auch bei Abrams‘ nachträglich in 3D konvertiertem Breitwand-Spektakel (ein Teil der Actionszenen wurde zudem wie bei Christopher Nolans „The Dark Knight“-Filmen mit IMAX-Kameras gedreht) durchaus Schattenseiten. So wirkt „Star Trek Into Darkness“ streckenweise wie eine vor Potenz strotzende Hochleistungsschau der Spezialeffekt-Abteilung. Die rastlose Geschwindigkeit geht mit einer im Kern extrem simplen Story einher: Die Erde wird angegriffen, Kirk und Crew jagen den Bösewicht durch das halbe Universum. Punkt. „Star Trek Into Darkness“ ist eine intergalaktische Dauerverfolgungsjagd. Da wird gesprungen, gehechtet, gerannt, gekämpft und geschossen bis die Hacken qualmen und die Phaser glühen. Passend zum Schauplatz (weite Teile spielen sich in den sprichwörtlichen unendlichen Weiten des Alls ab) sind das Produktionsdesign und die Bilder von Kameramann Daniel Mindel („Mission: Impossible 3“, „John Carter“) überirdisch groß dimensioniert und von monumentaler Wucht.

Das pompöse Action-Getöse erinnert an Comicfilm-Spektakel wie „The Avengers“ oder „The Dark Knight“, besonders imposant sind die Zerstörungsorgien auf der Erde, in London und in San Francisco. Abrams springt von einer Krise zur nächsten, von einer Katastrophe in die andere, der Weltuntergang wird zum Dauerzustand. Dieser martialische Marathon führt aber nur im Mittelteil zu kleinen Ermüdungserscheinungen, denn bei allen Effekt-Exzessen vergisst Abrams die emotionale Grundierung nicht. Die spektakulären terroristischen Angriffe auf die Erde hallen in den Dialogen auf der „Enterprise“ nach, wo sich das große Drama zwischen den Figuren abspielt. Besonders die aufkeimende Freundschaft zwischen den Protagonisten Kirk und Spock wird sorgsam weiterentwickelt, was in einer herzzerreißenden gemeinsamen Szene kulminiert, die zudem eine wundervolle Hommage an „Star Trek: Der Zorn des Khan“ von 1982 ist, den zweiten klassischen Kinofilm der Reihe. Damals haben die Macher mit dem Opfertod von Spock die komplette Fangemeinde geschockt. Abrams setzt zu einem ähnlichen Paukenschlag an, aber Genaueres soll hier fairerweise nicht verraten werden.

J.J. Abrams hat sich „Star Trek“ ganz unmissverständlich zu eigen gemacht und ein neues Universum auf Basis des alten konstruiert. Er gibt auch klassischen „Star Trek“-Themen einen neuen Dreh. Die Art, wie er Fragen nach individueller Identität und Verantwortung sowie nach den Grenzen von Wissenschaft, Technik und Moral verhandelt, erinnert eher an seine ebenfalls actionbestimmten Serien „Alias“, „Fringe“ und „Lost“ als an den klaren philosophischen Touch, der insbesondere die Serie „Star Trek: The Next Generation“ so großartig machte. Hier gibt es keine ausführlichen und rhetorisch ausgefeilten Grübeleien in der Kabine des Kapitäns, es wird vielmehr oft nur im Durcheinander der Attacken geschrien. Aber die sparsam eingesetzten Worte sind hier dennoch mit deutlich mehr Tiefe und Tragweite versehen als in vielen handelsüblichen Actionfilmen. Das hängt auch mit dem heutzutage allgegenwärtigen Thema Terrorismus zusammen. Die Bedrohung ist akut und so ist schnelles Handeln wichtiger als langes Reden. Gerade in der Konfrontation mit dem skrupellosen Gegenspieler Harrison geht es um Fragen nach militärischer Befehlsstruktur, Loyalität, Opferbereitschaft und ganz generell um das richtige Verhalten in Kriegs- und Krisensituationen.  

Der großartige „Star Trek: Die Zukunft hat begonnen“ hatte nur eine nennenswerte Schwäche: den blassen, rachegetriebenen Bösewicht Nero (Eric Bana). Dieses Defizit hat Abrams in „Star Trek Into Darkness“ ausgemerzt. Vollblut-Charismatiker Benedict Cumberbatch („Dame, König, As, Spion“, „Der Hobbit“) setzt seine unwiderstehliche „Sherlock“-Exzentrik ein, um aus John Harrison einen überhöhten Superbösewicht zu machen – so etwas wie einen intergalaktisch-titanischen Jim Moriarty. Dadurch bekommen die angesprochenen moralischen Untertöne hier eine ganz andere Dringlichkeit, zumal Cumberbatch seiner Figur noch einen Hauch von Bodenhaftung lässt und sie dadurch umso bedrohlicher macht. Und natürlich steckt hinter John Harrison mehr als ein einfacher Sternenflotten-Offizier, aber dazu nur so viel: Abrams ist auch hier ein kühner Klotzer und denkt in großen Dimensionen – damit beherzigt er das Grundmotiv für die Umsetzung von „Star Trek Into Darkness“.

Neben Cumberbatch, der in dem dankbaren Part des Bösen glänzt, überzeugen auch die anderen Hauptdarsteller. Chris Pine („Jack Ryan“, „Unstoppable“) geht voll in der Rolle des James T. Kirk auf, der Weltraum-Draufgänger ist nach wie vor ungestüm und forsch, aber zugleich nimmt er aufopferungsvoll die Verantwortung für seine Crew wahr. Spock 2.0 Zachary Quinto („Margin Call“) legt die Kühle des ersten Teils immer mehr ab und wächst zu einem ebenbürtigen Partner von Kirk heran, während die Nebenfiguren sozusagen auf Stichwort punktuell ins Rampenlicht rücken. Simon Pegg („Paul“, „Shaun Of The Dead“) ist als Chef-Ingenieur Scotty für die trockenen Oneliner zuständig, Karl Urban („Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“) darf als Bordarzt Pille (im Original: Bones) zynische Bedenken tragen und Zoe Saldana als Uhura („Avatar“) über ihre gescheiterte Beziehung mit Spock schmollen. Mit sexy Alice Eve („Crossing Over“, „Men In Black 3“) als Dr. Carol Marcus gibt es dazu einen Neuling im „Star Trek”-Universum. Die Waffenexpertin muss sich von ihrem übermächtigen Vater, Admiral Marcus (Peter „RoboCop“ Weller), emanzipieren und fügt sich gut ein. Auch das obligatorische Leonard-Nimoy-Cameo fehlt nicht, aber der Gastauftritt des alten Zukunfts-Spock fällt kleiner aus als im Teil zuvor. Auf eine Stippvisite von Ur-Kirk William Shatner warten die Fans allerdings erneut vergeblich. Aber die wäre ohnehin nur eine Randnotiz, denn „Star Trek Into Darkness“ gehört ganz den Neuen an Bord – allen voran J.J. Abrams.

Fazit: J.J. Abrams‘ „Star Trek Into Darkness“ ist so modern und so gewaltig wie krachendes Blockbusterkino nur sein kann. Der düstere Science-Fiction-Actioner überzeugt als sehr eigenständiger zweiter Film und beeindruckt mit mörderischem Tempo sowie überwältigenden Schauwerten.

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Kommentare

  • DanielJackson

    coole kritik auch wenn ein gewisser "robert" eine etwas , in meinen augen bessere kritik abliefert so steigert sich dennoch die vorfreude so langsam ins unermessliche!!! wie schön das man vor der haustür nen iMAX Saal hat^^

  • Eikanthor H.

    Ok, mal zusammenfassen. Der Film hat also abgefahrene Effekte, aber eine platte Story (mit aber immer noch viel besseren Dialogen als sonst...ahhhh jaa...). Es geht alles sehr schnell und zackig und die ruhigen Momente werden minimiert (könnte ja Tiefgang bekommen). Cumberpatch muss natürlich mit Sherlock verglichen werden (oder sogar mit Moriarty...warum war das vorhersehbar, dass das kommt?). Und die einzige Schwäche aus Teil 1 wird entfernt, trotzdem die gleiche Bewertung...und mit Star Trek selber hats anscheinend irgendwie auch nichts zu tun.
    ALso ich freue mich jetzt nicht mehr so drauf, aber der Trailer sah irgendwie ganz danach aus. Teil 1 fand ich gut, da wurden ja auch die Charaktere und das Universum nochmal eingeführt, aber darauf folgend hab ich dann mehr erwartet...aber jetzt wird nach Rechtfertigungen gesucht, einen im Kern schwachen Film noch aufzuwerten...

  • Mingus


    Den ersten Film fand ich auch sehr gut, auch wenn ich dem angekündigten Action-Gewitter auch eher skeptisch gegenüberstehe.
    Das hat meiner Meinung nach Star Trek definiert und gleicht sich jetzt anderen Franchises an. Dass dadurch der Film schlechter wird, will ich nicht sagen, aber ein Stück Star Trek Identität ging dadurch schon beim ersten Film verloren. Jedenfalls hatte ich schon damals das Problem, dass von einem "frischen Ansatz" gesprochen wurde und ich das eher als *achtung* Assimilation an gängige Blockbuster-Trends wahrgenommen habe.

    P.S.: Ein bisschen klugscheißern, aber man liest immer soviel Falsches im Netz. Jedenfalls: Ich glaube der Autor meint "Prolog" und nicht "Epilog" im 3. Absatz.

  • niman7

    Kommt jetzt die Diskussion: "Ohh Gott wieder ein Blockbuster, der wieder "4" Sterne bekommt" :D

  • ShAd_1337

    "Und die einzige Schwäche aus Teil 1 wird entfernt, trotzdem die gleiche Bewertung"

    stimmt ja gar nicht. teil 1 hatte sogar einen halben stern mehr, weshalb diese wertung im grunde überhaupt nicht nachzuvollziehen ist!

  • Karmesin

    Schon komisch, dass sich diese Kritik besser liest, als die vom ersten Teil, aber einen halben Punkt weniger hat. Das ist schon irgendwie doof - wo bleibt die Kritik?

  • David Kind

    ich habe auch keinen einzigen kritikpunkt vernommen. im gegenteil. sie ist einfach wiedermal sehr grenzwertig geschrieben. und spoilert massiv. ich wollte jedenfalls nicht wissen das pike stirbt.

    filmstarts macht da weiter wo es letztes jahr aufgehört hat. die entwicklung hin zum deutschen slant magazin.

  • clebeb

    Nach dem beeindruckenden 1. Teil ist Into Darkness für mich ein Muss! Besonders freue ich mich auf die oben angesprochene, herzzereißende Szene zwischen Kirk und Spock.

  • Vladan P.

    Ich konnte den Film am Premierentag. 29.04.13 sehen.
    Niemals den Fehler machen die Darsteller mit den "Alten" zu vergleichen. Die "alten Hasen" sind nicht zu ersetzen. Hier wurde von Abrams etwas völlig Neues erschaffen und es ist bombastisch. Into Darkness lässt den (schon sehr guten) 1. Teil alt aussehen. Auf jeden Fall nicht nur für Star-Trek Fans. Wer Science Fiction mag, kommt an diesen Film einfach nicht vorbei. Einige Journalisten (die bei der Premiere waren) sagten es wäre nicht nur der beste Star-Trek Film, sondern einer der besten Science-Fiction Filme überhaupt. Das ist etwas übertrieben (ich sage nur Alien 1) aber Into Darkness gehört sicherlich zu den Top-Filmen des Jahres (vielleicht sogar der Top Film 2013).
    Die Story hätte natürlich etwas vielschichtiger sein können. Ist halt das klassische Thema Gut gegen Böse. Trotzdem: Wem Teil 1 gefallen hat, der wird Into Darkness (noch mehr) mögen.

    @Eikanthor H.
    So schwach ist der Film im Kern (Story) nicht. Lass dich überraschen:-)

  • Rambo86

    noch bevor ich geklickt habe wusste ich schon dass der Film 4 Sterne haben wird. Wie irgendwie jeder Film aktuell hier.

  • Eikanthor H.

    Hej Vladan. Ganz ehrlich, danke für das aufmerksame Lesen und drauf reagieren. Sehr nett. Ja, ansehen werd ich ihn mir auch, aber mit weniger Erwartungen. :-)

  • rugai

    Mich interessiert vor allem wie Abrams mit dem Thema "Terrorismus" umgeht - es stört mich schon, dass heutzutage in jeder 2. HW Produktion darauf zurückgegriffen wird.

    Auch wenn die Hollywood-"Poltical Correctness" -Abteilung wahrscheinlich klar erkennbare Stereotypen einfordert erwarte ich von einem guten Regisseur die Grenzen zwischen vermeintlich Gut und vermeintlich Böse feixend zu verwischen/vermischen - eben so wie es in der Realität natürlich Extremisten und Fanatiker gibt aber eben auch das was man "Staatsterrorismus" nennt der unter Vorspiegelung falscher Tatsachen "Terror " inszeniert.

  • Le-Big-Macke

    @rugai
    Der erste Teil des Reboot hatte ja auch schon recht wenig mit "unendlichen Weiten" und den Startrek-üblichen skurrilen Wesen, Ereignissen und Entdeckungen zu tun. Das Terrorismus-Thema beim 2. Teil stört mich auch ein wenig.
    Aber als (Hollywood-)Filmemacher kann man ja auch kaum erwarten, Geldgeber zu finden, wenn man einen Film über Staatsterrorismus macht, ganz egal wie real sowas in der Wirtklichkeit ist. Ein Film der eher den "War on Terror" unterstützt, hat da sicher viel größere Chancen.

    Nichts desto trotz freue ich mich auf den Film, weil bombastische SciFi-Filme genau mein Ding sind ;)

  • niman7

    Das mit dem Terrorismus stimmt wirklich. Jeder 2. Blockbusterfilm handelt nur davon. Ideen Loch pur.

  • Sauerlandboy79

    Unabhängig davon, ob das Thema Terrorismus vermehrt in HW-Filmen vorkommt, finde es schon gut und interessant, solch einen Handlungskern in ST-Franchise einzuflechten. Gabs in der Vergangenheit viel zu selten, vor allem greift Abrams eben jene Brückenpfeiler von STAR TREK an, die bis dato fast unantastbar/unzerstörbar schien: Die Sternenflotte.

    Dramaturgisch sehe ich darin einen sehr mutigen Ansatz.

  • Vladan P.

    So neu ist das "Terrorismus-Thema" nicht. Der Held kämpft immer gegen irgendeinen Bösewicht, der das Gute, die Familie, den Staat oder die Menschheit vernichten will. Bei allen Superheldengeschichten, bei allen "Aliens greifen an-Storys". Ein Finsterling bedroht irgendjemanden/irgendetwas und der Held (oder die Enterprise) eilt zu Hilfe. War doch immer so.

    Im neuen Film ist der sogenannte Terrorist aber ein "Insider" und kein fremdes Wesen oder ein "Schurke" aus einem andersdenkenden Staat. Der Bösewicht ist dem Guten überlegen, weil er halt nicht fremd ist und die Schwächen des Systems kennt.

    Vielleicht den Film auch einmal anschauen und sich dann eine Meinung bilden.
    Der Film ist nämlich ausgesprochen gut umgesetzt. Eingefleischten Star-Trek Fans wird der Film eventuell zu radikal erscheinen, weil sich Abrams langsam aber sicher von der gewohnten fast perfekten Star-Trek und Sternenflotten-Welt löst, die (wie wir wissen) nicht nur Kriege abgeschafft hat, sondern wo alle glücklich, zufrieden, neidlos und ohne Gehälter ihre Aufgaben und Berufe ausüben.

    Nolan hat die Fledermaus verändert, Abrams verändert die Enterprise. Mir gefällt es.

    P.S. Einen großen Kritikpunkt gibt es aber: Ochsenknecht Junior war bei der Premiere auch im Kino aber das ist nicht J.J. Abrams Schuld:-)

  • x_SethGecko_x

    “Der großartige „Star Trek: Die Zukunft hat begonnen“ hatte nur eine nennenswerte Schwäche: den blassen, rachegetriebenen Bösewicht Nero (Eric Bana).“

    Oje was ein weiterer peinlicher Satz der mich mittlerweile bei Ihnen nicht überrascht. Nach der katastrophal misslungen “Der Hobbit“ “Kritik“ der nächste fail.

    Steven Spielberg war nach der Filmpremiere des ersten Teils so fasziniert von der Darstellung Eric Banas das er unbedingt den Namen des Schauspielers wissen wollte. Er hatt ihn unter der Maske nicht erkannt obwohl er schon München mit ihm gedreht hatte.

    Weiterhin wundere ich mich, dass ein Kritiker bei Filmstarts dauerhaft seinen Beweiß für Objektivität und Qualität schuldig bleiben darf...

  • niman7

    Ich muss hier y_SethGecko_x zustimmen! Ich habe am Wochenende auch den 1. Teil gesehen und fand Bana grandios. Ich war total geschockt als ich hier das Gegenteil las :D

  • Sauerlandboy79

    Bana selbst war auch gut, nur seine Rolle hatte nicht genug Substanz.
    Aber das scheint im Falle Benedict Cumberbatch alias John Harrison nicht der Fall zu sein.

    Wie auch immer, ich fiebere dem Film schon so lange entgegen, da werden mir auch ein Paar schlechte Kritiken (die eher in der Unterzahl sind) nicht vorm Kinobesuch am Sonntag abhalten. :-)

  • niman7

    Filmstarts hat Cumberbatch die Stimme von Tommy "Son-Goku" Morgenstern verpasst bekommen wie in Sherlok?

  • alh8888

    Schade das er, zumindest bei uns, nicht in 2D läuft. Ich kann mit dem unscharfen Bild, der doofen Brille und den teuren Karten einfach nix anfangen. Dazu kommt das 95% der 3D-Filme den 3D-Titel nicht wert sind...traurig das 3D nur eine Gewinnmaximierung ist, naja, wenigstens kommen alle Filme auf 2D Blu Ray mit viel besserer Bildqualität...

  • darthnorman

    Ihr werdet nicht enttäuscht sein, klasse Film! :)

  • Luphi

    Dieses Mal ist es Sascha Rotermund, der ihn synchronisiert, was gut ist, denn in der OV ist seine Stimme ja nun sehr markant und rauchig. Das wurde bestmöglich versucht, auch in die Synchro zu übertragen.

  • Malte G.

    Besser hätte man den Film nicht machen können :)
    Nur wo hat der Film in der Filmstarts-Bewertung Federn gelassen, sodass nur 4 Sterne dabei rausgekommen sind?

  • Skywalker

    Ein Monster von einem Film, wenn man auf SciFi und Blockbuster steht.

  • niman7

    Meine Frage hat sich erledigt. Hab ihn gestern in der Vorpremiere gesehen.
    Übrigens: ich bin 2x eingeschlafen.

  • Rafal Kaminski

    Action war Klasse. Die Effekte perfekt und wenn man 3D mag, sollte man diesen Film auch in 3D sehen, denn es sieht sehr gut aus.
    Aus meiner sind die 4 statt 5 Sterne berechtigt. Denn in seiner Perfektion fehlt dem Film am Ende Tiefgang. Er hallt nicht nach bzw. ist kurzweilig. Man schreit nicht nach mehr, weil wirklich alles abgehakt wurde in dem Film.
    Ich hoffe sehr, dass im nächsten Teil etwas mehr "fremde Welten und unbekannte Dimensionen" und etwas weniger "Menschen und deren Beziehungen" zu einander stehen. Ich sage auch, lass Spock Vulkanier sein. Das ist einfach besser so.

  • HAL-9000D

    Benedict Cumberbatch hat die gesamte Star-Trek-Crew sowas von an die Wand geschauspielert :) . Das war mehr als peinlich, als ob die alle grad aus der Schauspielschule kamen. Aber dennoch ein solide Film mit einige unlogische Plot. Hab den ganzer zeit mit Cumberbatch mitgefiebert, dass er Kirk und Spock in den Hintern tritt. Aber hab wohl zu viel gehofft. Für Hollywood ist es wohl zu viel des Guten, dass ein "Terrorist" die Übermacht bekommt. Na ja typisch JJ bei ihm fehlt oft der letzte "Mut zur Konsequenz"

  • age

    für mich hat der film die ganzen 5 sterne verdient. meiner meinung nach der eindrucksvollste star trek film bislang.

    @rafal
    ich glaub dein eindruck ist eher die ausnahme, denn ich find keineswegs dass es dem film an tiefgang gemangelt hat. der streifen ist an mehr als nur einer stelle rührend und man kann jederzeit die emotionen der akteure nachempfinden. dass dies trotz der fulminanten action überhaupt gelingt finde ich genial von seiten der verantwortlichen.
    und wo ist denn alles abgehakt? im gegenteil. ein problem wurde quasi einfach auf eis gelegt und das des nächsten films bereits heraufbeschwört. was will man mehr?

    gestört hat mich nur die szene mit leonard nimoy. da dachte ich nur "cheater." :D und für die weitere handlung hatten die 2 minuten dann doch irgendwie keinen nutzen.

  • Luphi

    Man sollte nicht den Fehler machen, emotionalen mit inhaltlichem Tiefgang zu verwechseln. Den inhaltlich war das wirklich recht mau. Ist natürlich immer noch ein klasse Film und man kann sich aufgrund dessen ja auch einfach bei 4.5/5 treffen. ;)

  • Merlin Schatz

    Kann mit jemand sagen warum Kirks Eltern im Abspann aufgelistet sind?
    War sehr verwundert Hemsworth zu lesen obwohl ich Kirk Senior auf Grund seines Todes im ersten Teil nicht sehen konnte.

  • Lasse

    @Merlin Schatz - Ich könnte mich irren, aber hört man nicht ihre Stimmen irgendwann im Film? Also, Kirk in seinen Gedanken oder Träumen oder so? Ihren letzten Dialog vom Anfang des ersten Teils.

  • kokki67

    Ich muss hier unbedingt dem Vorschreiber x_SethGecko_x beipflichten.Ich weiß nicht seit wievielen Jahren ich auf dieser Seite bin. Fast täglich bin ich hier, lese fast alle Nachrichten und Kritiken und klicke mich durch unzählige sonstigen texte und Bilderreihen. Ich lese die Kommentare, habe früher immer im Forum gestöbert und obwohl ich jemand bin, der sich fast nie äußert, sondern meist nur liest, muss ich mich da jetzt mal zu Wort melden. Ihr habt euch mit der Zeit immer weiter verbessert und das in fast allen Bereichen. Ich erinnere mich noch an einen gewissen Behrens, der früher ganz viel hier geschrieben hat. Das war immer endloses Geschwafel aber ohne Substanz. Und einen habt ihr behalten. Und das ist doch immer das Gleiche. Ob bei Hobbit, Stirb Langsam oder jetzt bei Star Trek. Das ist so eine endlose Phrasendrescherei ohne richtige Aussagen. Inhalt für fünf Zeilen augeblasen auf doppelt so viele Absätze. Und wenn der Autor dann doch was sagt, ist es so ein fail wie ihn mein Vorredner so schön aufgedeckt hat. Andere Meinungen sind schön und gut, aber dann bitte mit Begründung. Wie schon vor mir geschrieben wurde: Ich wundere mich, dass ein Kritiker bei Filmstarts dauerhaft seinen Beweiß für Objektivität und Qualität schuldig bleiben darf...

  • reallynobody

    Ich lese beinahe täglich Kritiken auf dieser Seite und klicke mich durch die Kritiken und Trailer usw.

    Zu Star Trek: Into Darkness muss ich eine kleine Sache richtig stellen:

    In der Kritik wird geschrieben, Dr. Carol Marcus sei neu im Star Trek Universum.
    Aber schon bei ihrer Versetzung auf die Enterprise unter ihrem Decknamen haben wir im Kino gehofft das sie sich als Carol entpuppt, die ja in der ursprünglichen Zeitlinie die Mutter von Kirks Sohn David ist (welcher in ST 3 ermordet wird).

    Nicht ganz genau recherchiert ;-)

    Mir hat der Teil und auch der erste Neue sehr gut gefallen. Habe mich auch über jeden kleinen Hinweis auf die alte Serien/Filme gefreut.

    ps: ich bin lieber Trekkie als Trekker ;-)

  • Vondergraaf

    So ganz nachvollziehen kann ich die Berwertungen auf dieser Seite und anderen leider nicht.
    Ich mag Star Trek als Franchise sehr gerne, mochte TOS, TNG, DS9 und teilweise bestimmt auch Voyager. Und ich mochte das Reboot, also den Vorgänger aus dem Jahre 2009.
    Aber mit diesem Film konnte ich nichts anfangen.

    Die 3D-Effekte waren nett, aber nicht notwendig. Das sonstige Effektgewitter grandios und wunderschön. Aber Substanz und Tiefe fehlten in diesem Film genauso wie in den Transfomers-Filmen. Ich fand ihn schön anzusehen, schlecht gespielt (außer Cumberbatch, der trotz overacting die anderen Schauspieler an die Wand gespielt hat) und im Großen und Ganzen unnötig.
    Nicht falsch verstehen, der Film hat mich unterhalten, aber es blieb der bittere Nachgeschmack, dass das nichts mehr mit Star Trek zu tun hat, wie ich es kenne.
    Über die Klingonen möchte ich gar nicht reden, das war ein Schock, den ich erst noch verdauen muss.

    Inhaltlich fand ich den Film ebenfalls aufgeplustert - Kirk wird die Kontrolle über die Enterprise entzogen, dann wird er wieder Erster Offizier nach fünf Minuten ... und weitere fünf Minuten und eine grandiose Actionszene später ist er wieder Captain?

    Ging es außerdem nur mir so oder war der Film schlecht synchronisiert? Lippensynchronität (gerade bei Cumberbatch in seinen Frontalaufnahmen) quasi Null?

  • Philipp T.

    Es gibt nur eine Sache zu Sagen:
    Saugut

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