Gravity
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion Gravity

5,0


Von Carsten Baumgardt

Was macht eigentlich … Alfonso Cuarón - jener mexikanische Filmemacher, der 1995 mit „A Little Princess“ den Durchbruch feierte, danach in „Große Erwartungen“ Dickens modernisierte und mit dem freizügigen „Y Tu Mama Tambien“ für Aufsehen sorgte, der 2004 den besten „Harry Potter“ („Der Gefangene von Askaban“) drehte und zwei Jahre später mit „Children Of Men“ eine vielbeachtete Zukunftsvision schuf? Seit 2006 hat der Vielgepriesene keinen Kinofilm mehr als Regisseur auf die Leinwände gebracht. Die lange Pause ist nicht etwa einer Lebenskrise oder einer kreativen Durststrecke geschuldet, sondern schlicht der Tücke des (technischen) Objekts. Insgesamt viereinhalb Jahre hat der multitalentierte Cuarón, der nicht nur für die Regie, sondern auch wieder für Drehbuch, Schnitt und Produktion (mit-)verantwortlich ist, an seinem Weltraum-Thriller „Gravity“ gewerkelt. Er musste  diverse Rückschläge in der turbulenten Produktionsgeschichte überstehen, bis er seine Vision ohne Einschränkungen verwirklichen konnte – und angesichts des phänomenalen Ergebnisses lässt sich nur sagen: Selten hat sich die Zähigkeit und Ausdauer eines Filmemachers mehr gelohnt als hier. „Gravity“ ist ein multipler Triumph - Regie: meisterlich, Drehbuch: tiefschürfend, Sandra Bullock: oscarwürdig, 3D-Umsetzung: atemberaubend, Kamera, Schnitt, Ton, Musik, Effekte: perfekt, Spannung: mörderisch!

372 Meilen über der Erde: Das fünfköpfige Astronautenteam des Raumschiffs „Explorer“ befindet sich auf einer Routinemission. Bei einem Außeneinsatz am Weltraumteleskop Hubble soll die medizinische Ingenieurin Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) ein neues Scanner-System installieren. Während die Raumflug-Novizin sichtlich mit dem Unbehagen in der Weite des Alls zu kämpfen hat und die Technik ihr zusätzliche Schwierigkeiten bereitet, versucht ihr abgebrühter Kollege Matt Kowalski (George Clooney) auf seiner letzten Mission vor dem Ruhestand den Rekord für den längsten freien Flug eines einzelnen Menschen im Weltraum zu brechen. Doch von einer Sekunde auf die andere gerät die Situation lebensbedrohlich außer Kontrolle. Ein verunglückter Satellit hat auf der anderen Seite der Erde eine Kollision verursacht und eine verheerende Kettenreaktion ausgelöst – die messerscharfen Schrottteile rasen mit hoher Geschwindigkeit auf die „Explorer“ zu. Der Kontakt zur Bodenkontrolle in Houston reißt wenig später ab und als die Trümmerwelle ihr Shuttle mit ihren drei Kollegen durchsiebt, sind die beiden Astronauten auf Außenmission völlig auf sich allein gestellt. Stone gerät in Panik, der alte Weltraumhase Kowalski will den Tag mit seinem Sarkasmus retten. Das Duo versucht zum Raumschiff zurückzukehren, um in den Ruinen einen Unterschlupf zu finden, schließlich geht der Sauerstoffvorrat der hyperventilierenden Stone rapide zur Neige…

Fast so aufregend wie der am Ende 100 Millionen Dollar teure Film selbst ist auch die Entstehungsgeschichte von „Gravity“: Ursprünglich hatte der Regisseur einen „kleinen Weltraumfilm“ geplant (Alfonso Cuarón im FILMSTARTS-Interview), musste dann aber irgendwann einsehen, dass seine Vision, die er zusammen mit seinem Sohn und Co-Autor Jonas Cuarón erdachte und die Universal 2010 an Warner weiterverkaufte, mit den technischen Mitteln der damaligen Zeit überhaupt nicht realisierbar war. Für den Dreh den sogenannten Parabelflug zu verwenden, bei dem sich ein Großflugzeug in einen 30-sekündigen Sturzflug begibt und für diese Zeitspanne tatsächliche Schwerelosigkeit entsteht (für Ron Howards „Apollo 13“ durften Tom Hanks & Co. 600 Mal in den „Kotz-Bomber“), war keine Option, weil Cuarón ein schwärmerischer Verfechter von langen und raumgreifenden Plansequenzen ist. Deshalb entwickelte der Filmemacher gemeinsam mit Visual Effects Supervisor Tim Webber („The Dark Knight“, „Avatar“) und Kameramann Emmanuel Lubezki („The Tree Of Life“) neue Techniken, um die titelgebende Schwerelosigkeit in einer Mischung aus Realfilm und Computeranimation glaubwürdig auf die große Leinwand zu bringen.

„Groß“ ist im Fall von „Gravity“ wörtlich zu nehmen, denn das ultimative Erlebnis ist der Film im überdimensionalen IMAX-Format, in dem er produziert wurde. Dabei wird das Gefühl von Schwerelosigkeit durch die dritte Dimension noch verstärkt und es ist kein Wunder, dass 3D-Pionier und „Avatar“-Macher James Cameron „Gravity“ als den Weltraumfilm bezeichnete, auf den er immer gewartet habe. Bereits die atemberaubend schöne erste Einstellung vom Raumschiff in den Weiten des Alls schlägt den Betrachter vollkommen in ihren Bann und diese Intensität lässt in den folgenden atmosphärisch unglaublich dichten eineinhalb Stunden nicht nach. Bereits auf halbem Wege der kunstvollen 15-minütigen Eröffnungssequenz, bei der Cuarón fast vollständig ohne sichtbare Schnitte auskommt und die hinter Robert Altmans grandiosem Auftakt in „The Player“ nicht zurückstehen muss, ist das Publikum vertraut mit der Situation und den Figuren – die Achterbahnfahrt kann beginnen. Cuarón steigert stetig die Spannung bis sie schließlich nahezu unerträglich wird, er treibt seine Erzählung mit letzter Konsequenz auf die Spitze. Sein Weltraum-Thriller ist mitreißend und emotional, aber er lotet auch die metaphysische Dimension des katastrophalen Szenarios sensibel aus. Wo Stanley Kubrick in „2001“ universelle philosophische Fragen auf abstrakt-sinnliche Weise behandelte, erzählt Cuarón allerdings viel direkter von menschlichen Grundempfindungen wie Einsamkeit, Verzweiflung und Angst.

Die beiden Astronauten müssen dem sicheren Tod ins Auge blicken und sind dabei in tiefster Isolation gefangen. George Clooney begegnet der ausweglosen Situation als Matt Kowalski mit gewohnter Coolness, er ist aber hauptsächlich dazu da, Sandra Bullocks Dr. Ryan Stone ein Echo zu geben, was er souverän erledigt. Über ihre Figur, die an den Nachwirkungen eines traumatischen Verlusts leidet, bekommt der Film dagegen seine gedankliche und emotionale Tiefe, seine Menschlichkeit. „Gravity“ ist klipp und klar der Film von Sandra Bullock, die sich mit einer überragenden Leistung hartnäckig um einen zweiten Oscar (nach „The Blind Side“) bewirbt. Dass sie den Zuschlag für diese schwierige Rolle erst bekam, nachdem Angelina Jolie, Marion Cotillard, Scarlett Johansson, Blake Lively und Natalie Portman getestet wurden oder abgesagt haben, ist dabei absolut unerheblich. Bullock schafft es unter erschwerten Bedingungen (im Weltraumanzug hat sie kaum Bewegungsspielraum, auch das Gesichtsfeld ist erheblich eingeschränkt) die komplexen Empfindungen von Ryan Stone in allen Nuancen - von tiefster Hoffnungslosigkeit über totale mentale und körperliche Erschöpfung bis zum instinktiven Überlebenswillen - nachfühlbar zu machen. Cuaròn unterstützt sie dabei, indem er die Erzählung ganz auf ihre Figur ausrichtet, wobei er mit nur wenigen groben Pinselstrichen klassischer Charakterzeichnung auskommt. Im Grunde ist „Gravity“ so kaum noch ein Film im üblichen Sinne, sondern geradezu eine physische Erfahrung, die wir mit der Hauptfigur teilen.

Die ungewöhnlich intensive Wirkung des Films hängt auch mit Cuaróns Entscheidung zusammen, im Weltraum tatsächlich komplett auf Außengeräusche (im Vakuum gibt es keine Schallwellen) zu verzichten. Die Momente beängstigender Stille kontrastiert der Regisseur wiederum gekonnt mit der dramatischen Filmmusik von Steven Price („The World’s End“) – er überlässt bei seinem virtuosen Space-Trip nichts dem Zufall. Das geht bis in scheinbar nebensächliche Details: So folgt Cuarón bei der Kollision dem Kesslersyndrom, einem von der NASA entworfenen Szenario, nach dem eine Potenzierung des Weltraumschrotts die Raumfahrt im erdnahen Orbit für Jahrzehnte unmöglich machen würde. Als wahrscheinlichster Auslöser für eine solche Kettenreaktion gilt die unkontrollierte Havarie eines Satelliten – wie im Film. Es ist auch kein Zufall, dass in der Originalfassung ausgerechnet Ed Harris den Kontakt in der Bodenkontrolle in Houston ganz zu Beginn spricht, schließlich hat der schon den realen NASA-Flugdirektor Gene Kranz in „Apollo 13“ und den Astronauten John Glenn in „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ verkörpert – das ist Cuaróns Verbeugung vor diesen beiden Meilensteinen des Weltraum-Films. Entscheidender als solche Randnotizen sind aber Bravourstücke wie die schier unfassbar packende tonlose Sequenz, in der eine Trümmerwelle die Weltraumstation ISS zerlegt – so etwas gab es in dieser Form noch nie zu sehen. Und so ist „Gravity“ ein Kinoerlebnis wie kein zweites.

Fazit: Perfekter als in Alfonso Cuaróns auch visuell spektakulärem Meisterwerk „Gravity“ kann man Anspruch und Hochspannung nicht verbinden.

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Kommentare

  • Nikoprot

    Irgendwie hatte ich insgeheim auf 5 Sterne gehofft und jetzt ist es tatsächlich passiert... ganz, ganz groß. Meine IMAX-Karten sind damit schon so gut wie gekauft.

  • Evil Empire

    Ist das dann quasi ein "Open Water" im Weltraum, nur besser?

  • Janos V.

    Warum nur ist "Children of Men" im ersten Absatz nicht verlinkt... ach ja, WEIL FILMSTARTS DEN FILM DAMALS MIT LÄCHERLICHEN 2,5 ABGESPEIST HAT! :D

    Spaß beiseite, "Gravity" war schon seit dem ersten Trailer ein Kandidat für den Film des Jahres, und nachdem es alle anderen Kandidaten inzwischen vermasselt haben, ist er jetzt sogar meine letzte Hoffnung... bin ultragespannt!

  • niman7

    Hahahahahaha das ich diesen Tag erleben darf! Es gibt mal wieder 5 Sterne. 5!!

  • Slevinho

    bin gespannt , trailer sahen gut aus und die kritik lässt auf großartiges hoffen

  • Fain5

    Ihr hättet eure Kritik eigentlich ab dem Punkt beenden können an dem erklärt wurde, dass das der Regisseur von Gafangene von Ascaban und Children of Men ist. Ersterer ist nämlich wirklich der beste Potter und letzterer einer meiner Lieblingsfilme. Allein diese zwei Oneshot Szenen haben sich bei mir für immer als spektakulär im Gedächtnis eingebrannt. Und auch dass Filmstarts diesen Film nicht so gewürdigt hat wie er es verdient!

  • David Kind

    ich hatte gehofft, dass der film gut ist. mit solch überragenden kritiken hatte ich nicht gerechnet. ich freu mich sehr!

  • noemata

    Wahrscheinlich kann Carsten die CoM-Kritik von Björn auch nicht vollends nachvollziehen, darum fehlt eventuell auch der Link darauf. Trotz allem sind Geschmäcker nun einmal verschieden. Zwar eine Binsenwahrheit, aber gültig. Und CoM hin oder her, jetzt geht es um "Gravtiy" und ich bin gespannt ob meine schon länger bestehenden hohen Erwartungen wieder vollends zunichte gemacht werden. Wenn nicht - wofür auch diese Kritik spricht - wäre das in Anbetracht dieses subjektiv gesehen eher lauen Kinojahres, ne echte Überraschung.

  • Theo D.

    jetzt habt ihr meine Erwartungen allerdings auch in astronomische Höhen katapultiert !!!

  • ArnoNym

    es ist wirklich ein Witz, was weder die Batman Trilogie, Inception und Avatar geschafft haben gelingt nun Gravity. 5 Sterne.

    Naja wenn er nur annähernd so gut wird wie Jack und Jill, Springbreakers und Universal Soldier 4 mit jeweils 4 Sternen!!! dann ist das schon gerechtfertigt.

    an Unglaubwürdigkeit kaum noch zu überbieten. tägliche News, Gerüchte und Vermutungen auf dem Niveau der BILDzeitung. DVD Filme (Universal Soldier 4) werden als Meisterwerke abgefeiert und Adam Furzwitz Sandler erhält für seinen Schrott 4 Sterne.

    Der Hobbit ist kein Meisterwerk aber Springbreakers umso mehr.

    Jetzt bekommt der Weltraumschinken Gravity auch noch die volle Punktzahl....Houston wir haben ein Problem...nämlich dass einfach nur unglaubwürdige Kritiken schreibt. aAleine schon die "Battle of the damned" Kritik von letzter Woche sowas von lächerlich. Da wusste ich nicht ob ich lachen oder weinen sollte.

    in diesem Sinne over and out

  • Fain5

    @niman7: willst du das jetzt bei jeder 5 Sterne Kritik schreiben?

    @Arnonym: Du nervst.

  • niman7

    @Fain5: Was heißt hier bei jeder? Es gibt doch nur alle 2 Jahre eine 5 Sterne Kritik und ich kann mich auch nicht erinnern jemals diesen Satz geschrieben zu haben.
    Du könntest aber zum Beispiel schreiben: Arnonym willst du diesen Mist auf jeden einzelnen Post schreiben?

  • letsdoareboot

    Arno, verschwinde. Alle kennen die Baustellen bei .
    Aber nur weil du bei jeder Kritik das gleiche kommentierst bist du hier nicht der einzige, der Ahnung von Filmen hat. Wie wäre es, wenn du aller 5 Kritiken dein immer gleiches geheule per copy & paste einfügst? Dann haben wir wenigstens zwischendurch mal Ruhe.
    Freue dich lieber auf den nächsten Fluch der Karibik - Film.

  • joekk

    Aua, also ich hab mich ja schon auf einen tollen, ruhigen aber intensiven Film (MDank Clooney muss ich beim Gravity Trailer immer an "The American" denken) gefreut. Aber jetzt ist da diese Erwartungshaltung.. vielen Dank Herr Baumgardt ;)

  • Fain5

    @niman7: Guck mal bei The Act of Killing ;)

  • niman7

    Huuuch tatsächlich!! Na dann durfte ich eben diesen Tag ein 2. mal erleben ;)

  • Janos V.

    @ArnoNym: Inception und The Dark Knight haben beide von Filmstarts 5 Sterne erhalten. Der Springbreakers-Wertung kann ich mich zwar nicht anschließen, sie ist aber trotzdem gut begründet und auch nachvollziehbar. Der Hobbit ist bei Filmstarts immer noch deutlich besser weggekommen als in den US-Medien, und ein Meisterwerk ist er ganz sicher nicht.
    Erst denken, dann schreiben. Oder gleich die Klappe halten, das wäre auch was.

  • Fain5

    Der Hobbit war so verdammt schlecht. Jedesmal wenn er angefangen hat interessant zu werden gings direkt wieder bergab. Was sollte diese ganze Scheisse mit diesem Waldzauberer? Die Szenen in Moria waren irgendwie das gleiche wie in die Gefährten und sowas von übertrieben und unrealistisch (innerhalb der Fantasywelt) und der Showdown auf dem Baum war mit das beschissenste was ich in den letzten Jahren bei einem Blockbuster sehen musste.
    Also ja: Der Hobbit kam bei Filmstarts noch viel zu gut weg.
    @niman7: Das war aber auch ein großer Zufall, dass ich genau diese 2 Kritiken so kurz hintereinander gelesen habe :)

  • Luphi

    ArnoNym langweilt mich langsam. Unter jeder Kritik kommt irgendein dummer Kommentar mit immer den gleichen Filmen, die hier angeblich irgendwas verdient haben und anderen, die es nicht haben. Shut the fuck up!

    Und jetzt auch noch zu einem Film, der erst in 10 Tagen erscheint? Warst du in Venedig, oder warum kannst du den Film jetzt schon so gut beurteilen? Geschweige denn, ihn als "Weltraumschinken" abzutun, einen Film, der auf der ganzen Welt von Kritikern nur gelobt wird.

  • Nikoprot

    Wie jetzt Arno, du trollst immer noch unter Filmstarts-Kritiken rum? Hattest du dich nicht schon längst verabschiedet, weil ein paar Filme nicht deine gewünschte Anzahl an Sternen bekommen haben?

    Wie auch immer: das ist expert level trolling. Am besten nicht drauf reagieren, dann verliert er irgendwann die Lust.

  • Der Eine vom Dorf

    @Nikoprot : Wenn sich alle an deinen Rat halten würden, wäre er schon weg. Ist leider nicht der Fall. :(

  • Schnafffan

    Arno-Purzel, setz dich mal wieder an dein Bewerbungsschreiben für Filmstarts xDDDDD

  • DerPuma

    niman7 Dann check mal den Film "La Grande Bellezza" von Paolo Sorrentino :P du erlebst es öfter als du glaubst :D
    ArnoNym Es wird langsam langweilig. Lass dir mal was Neues einfallen.

  • Olivier W.

    leicht schwitzige hände, erhöhter puls. und das nur vom trailer.
    man darf wohl echt gespannt sein... *_*

  • Janos V.

    Der HAMMER. Obs wirklich 5 Sterne sind, muss ich mir noch überlegen... aber Gravity ist definitiv der beste Film des Jahres, und außerdem der bisher beste 3D-Film aller Zeiten... Wahnsinn!

  • mercedesjan

    Un-fass-bar! Mir gehen die Superlativen aus. 10/10, Film des Jahres! MUSS man gesehen haben :)

  • Stefan L.

    Habe mir soeben "Gravity" angesehen. Einer der Favoriten bei der nächsten Oscarverleihung. Dieser Film wird definitiv auch einen Oscar gewinnen. Nachdem Emmanuel Lubezki für "The Tree of Life" unverständlicherweise leer ausging, dürfte mit "Gravity" die Sache ziemlich klar sein.

  • PaddyBear

    Da hier schon fleißig mit Superlativen um sich geworfen wird mach
    ichs kurz und knapp: für mich die intensivste Filmerfahrung die ich im
    Kino gemacht habe.
    Unfassbar beeindruckend! 5/5

  • noemata

    Der Schachzug, den Zuseher per Trailer eine völlig andere Story zu suggerieren als er letztendlich im Film zu sehen bekommt, ging bei mir leider nach hinten los. Natürlich sind die Bilder herausragend und die 3D-Konvertierung im Ergebnis endlich mal ein wahres Kinoerlebnis, doch was nutzt all das, wenn die agierenden Figuren relativ blaß bleiben und die Storyentwicklung sich von einem bereits bekannten Szenario zum nächsten bereits bekannten Szenario hangelt. Das wäre nur dann nicht besonders langweilig, wenn die dabei auftretenden existentiellen Fragen von Sterblichkeit, Überlebenswille, Einsamkeit, Verlust und ein "wir brauchen einander" nicht mit dem Vorschlaghammer eingeprügelt würden. So zwischendurch eingeworfen, ein Happen hier, ein Happen dort, anstatt per subtilem roten Faden durchsetzt. Was Gravity neben einer interessanten Story auch noch fehlt, ist Atmosphäre, Stimmung, Tiefe. Spektakulär ausgeklügelte wunderschöne 3D-Bilder sind trotz allem eben nur das: Bilder. Und so sehr Cuaron sich bemüht, Tiefe in diese Bilder zu bringen, so findet sich diese Tiefe leider nur auf Ebene der: Bilder. Spektakulär umgesetzt, ohne Frage. Aber das reicht eben nicht. Der vor allem gegen Ende immer aufdringlicher werdende uninteressante Soundtrack setzt einer eventuell aufkommenden Stimmung dann das endgültiges Grabmahl. So bleibt leider nichts anderes zu sagen, als daß Gravity nichts weiter als eine großartig inszenierte Mogelpackung darstellt. Die Illusion von Tiefe ist perfekt, aber eben doch nur eine Gaueklei. Mir scheint, nur Meister Kubrick war dazu in der Lage, angesichts des Weltraums echte Tiefe und damit verbundenes Staunen beim Beobachter zu erzeugen. Sogar ganz ohne 3D. Da kann sich Clooney noch so wundern, auf daß sich per angesprochenem Vorschlaghammer gefälligst auch der Beobachter ehrfurchtsvoll wundere. Genau das ist ein gutes Beispiel für die Oberflächlichkeit von Gravity.

  • age

    leicht überbewertet, finde ich. aber nur leicht. der film ist wirklich sehr solide und auch ziemlich spannend. leider passiert aber nach der ersten halben stunde nichts wirklich überraschendes oder unvorhergesehenes mehr. es wird ja im wahrsten sinne die uhr danach gestellt, wann wieder etwas passiert. das macht es nicht unbedingt übermäßig spannend. allerdings sind die bilder und die damit einhergehende atmosphäre so stark, dass sie einen in ihren bann ziehen und mitfiebern lassen. als ich den kinosaal verließ fühlte ich mich als käme ich selbst grade aus der schwerelosigkeit zurück! also definitiv empfehlenswert. 4,5/5

  • Der Eine vom Dorf

    @noemata: Irgendwer musste ja gegen den Strom schwimmen. ;)

    Ich für meinen Teil war seit ein paar Jahren nicht mehr so im Kino gefesselt. Spannender als alle Filme der letzten 2-3 Jahre! Und der 3D-Einsatz sucht Seinesgleichen. Für mich konnte da nicht einmal Avatar mithalten. Auf jeden Fall mehr als verdiente 10/10.

    Einziges Problem: ich mag den Film leider erst wieder gucken, wenn ich zu Hause auch ein großes Heimkino (mind. 5x4m ;) ) mit 3D habe. Ich bin ja sonst kein Freund davon, aber hier hat sich der Aufpreis mehr als nur gelohnt!

  • ItalianStallion

    Hab den Film gestern gesehen und war begeistert. Das ist ein Film, bei dem das Anschauen auf Kinoleinwand und in 3D dem Film eine ganz besondere Note verleihen, die es zu Hause sicherlich nicht gibt.

  • joekk

    Gestern im Kino gesehen. WOW. So gespannt saß ich schon lange nicht mehr im Kino und so zusammengezuckt vor "herumfliegenden" Trümmern bin ich seit "Die fantastische Welt von Oz" auch nicht mehr. Genialer Film!
    Dem Ende hätte meiner Meinung nach etwas "weniger" zwar gut getan. Alles in allem ist das aber nicht der Rede wert. Auch wenn das aufstehen und weggehen nicht sein müsste.

  • Fingx

    Hat mich irgendwie total kalt gelassen und gar nicht beeindruckt obwohl ich mich echt gut von so visuellen Spielereien etc packen lassen. Aber 1. Find ich den jetzt nicht SOOOO gutaussehend 2. Hat mir einfach das "Drama" gefehlt bzw es hat mich einfach nicht in der Seele berührt^^
    In Pacific Rim (egal was hier jetzt welche vom Plot halten mögen) hatte ich durch Soundtrack + absolut super Bildern teilweise Gänsehaut ohne Ende...Hier dacht ich nur so ..mhm..joar und das soll jetzt so großartig sein?

    DIe Musik der letzten 2 min hätte ich mir schon eher gewünscht. ´

    UNd ich hab eher die Dramatik von Sunshine erwartet wo ich in einem leerem Kino sowas von in den Sitzt gepresst wurde und völlig baff nach Haus gefahren bin. (Spoiler http://www.youtube.com/watch?v... )

    Naja schade^^Wollte mich da echt für begeistern. War vielleicht nicht mein Tag xD

  • superseijayin

    Völlig overrated. Wenn man schon auf solchen Pseudorealismus setzen will, dann sollte man das auch konsequent tun und sich nicht solche massiven Logik- und Physikfehler leisten. Zwei ganz große Szenen sind auch noch storyrelevant und das hat mich dann doch massiv gestört.
    Bullock war auch klar überfordert den Film zu tragen. Visuell natürlich top, aber ansonsten kommt der Film niemals über Mittelmaß hinaus. Zumal auch viele unnötige Szenen drin vorkommen. Entweder hätte man diese ausbauen oder weglassen müssen um den Film halbwegs glaubwürdig zu gestalten.

    Ich kann mich schon auf Filme einstellen (Hirn abschalten), aber wenn man Realismus vortäuschen will, sich dann aber solche extremen Schnitzer leistet, dann finde ich das schon peinlich.

  • Beeswax

    Filmos, stimmt so nicht. Der Film hatte von Anfang an 5 Sterne. Habe die Filmkritik am Tag der Veröffentlichung gelesen gehabt.

  • Der Eine vom Dorf

    Schön, mal eine andere Meinung zu lesen, aber könntest du auch ein paar der Szenen nennen, die angeblich so extrem unglaubwürdig waren?

  • superseijayin

    Geht leider nicht ohne massive Spoiler. Sind aber kaum übersehbar.

  • UGotCaged

    ArnoNym, du bist ein Vollidiot.

  • Konrad G?ddenhenrich

    also, alles in der kritik erwähnte stimmt, mit ausnahme des fazits, der film ist insgesamt nämlich nicht sooooo überragend, ein guter weltraumfilm, ähnliches niveau wie Apollo 13, nicht mehr und nicht weniger, wobei er aufgrund der tatsächlich vorhandenen physischen erfahrung schon was besonderes ist. nur der hype darum ist ziemlich übertrieben.

  • Beatnov

    ÜBERRAGEND!!!!! Die Soundeffekte und 3D, einfach fantastisch. Bester Film seit langem.

    Den Film muss man natürlich auch im Kino sehen und nicht gerript auf einem 30 Zoll TV ohne 3D mit Stereo Sound.

  • noemata

    Urbi et Orbi, gesegnet seist du mein Sohn (oder Tochter) ;-)

  • Kosch Arts

    Toller Film, tolle Schauspieler, unglaublich gute Inszenierung, überragender Mut, die Szenen ohne Schall auch dementsprechend zu handlen. Allerdings bei Weitem kein Meisterwerk. Ich schmeiß jetzt einfach mal vier Ziffern in den Raum, die verdeutlichen sollen wie weit weg Gravity von ECHTEN Meisterwerken ist...
    >>> 2001 <<< - Wenn dieser Film 5 Sterne hat, hat eben Gravity nur 3. Trotzdem extrem sehenswerter Film, weit weg von "Apollo 'fcken god bless fcken america' 13".

    Meisterlich vielleicht, aber halt doch kein Meisterwerk. Wohlgemerkt, wir reden hier rein von der Inszenierung, Storytechnisch ist dieser Film keinen Schuss Pulver wert.

    Abgesehen von einigen wirklich groben Schnitzern, die sogar NICHT-Physikern wie mir aufstoßen, sollte man sich genau überlegen, wie leicht etwa mit dem Auge beobachtet werden kann, das eine Geschwindigkeit von 28.000 Kilometer pro Stunde zurück legt.
    (Als Orientierung, wir reden von knapp 22,5 facher Schallgeschwindigkeit... hmmmmm... ok... Schall im All, blödes Beispiel. Also nochmal:
    Wir reden von einer etwaigen Geschwindigkeit von 7776 m/s. Egal was da angeflogen kommt, man weicht nicht aus, man hält nicht stand, und schon gar nicht sieht man es in der Sonne blitzen, die übrigens in besagter Szene hinterm Horizont war, geht erst später wieder auf.)

    Genug geschmarrt, der Film ist großartig, sehenswert auf jeden Fall, aber... sagte ich schon, dass er kein Meisterwerk ist? ^^

  • Patrick M.

    Unglaublich welche Emotionen dieser Film wecken kann. Verdient die 5 Sterne absolut.

  • Vargs A.

    anders. stark!

  • R?diger M.

    Hallo erst mal

    Der Film beweist wieder einmal das auch bei einer schwache Handlung aber auf Grund von hochkarätige Schauspieler der Film beim Zuschauer Erfolg hat. Entschuldigung, aber die Story ist ja wohl sowas von Bannane das es schon Weh tut. (Tut sagt man nicht). Der Film ist fast so schlimm wie "Dr T. and the Women". Hollywood verarscht uns hier nach Strich und Faden. Aber wer hier weiterhin auf so geistigen Dünnschiss steht, soll weiter in´s Kino gehen und für so alberene Hollywoodproductionen Geld ausgeben.

    Gruss Ralf

  • AbnerRavenwood

    Es fällt mir sehr schwer zu verstehen, dass "Gravity" ein so einhellig positives Echo in der Presse ausgelöst hat. Geschmackssache, vielleicht, jedem seine Meinung, natürlich. Angesichts der einstimmig vergebenen Prädikate "sehr gut" bis "Meisterwerk" stelle ich mir aber doch die Frage, ob ich und der Rest der Welt zwei unterschiedliche Filme gesehen haben. Teilweise finde ich unter den Leserkommentaren - nicht nur hier - differenziertere, kritischere Bewertungen. Versteht mich nicht falsch, der Film hat durchaus Potenzial, eine interessante Ausgangslage, einen guten Ansatz, ist technisch einwandrei und optisch beeindruckend. Aber das reicht nicht für ein "Meisterwerk". Auf der nicht-technischen Ebene krankt er an den gleichen Schwächen, die Cuarón schon in "Children of Men" offenbart hat: Redundanz, penetrante Metaphorik, aufgesetzter Humanismus und eine einzige, mit plumpen Bildern unterstütze Botschaft. Vielschichtig geht anders. Vielleicht habe ich auch einfach nur ein Problem mit mexikanischen Regisseuren, die sich in Hollywood einen Namen gemacht haben (Del Toro schließe ich da mal nicht mit ein). Ähnlich wie Inarritu, geht mir Cuarón mit seiner Verliebtheit in die eigenen Filme und dem Schwelgen in der eigenen Bildsprache und angeblich tiefgründigen Poesie auf die Nerven. Statt poetische Tiefe in einer simplen Darstellung der Realität - oder anders gesagt: einer Vermittlung von Wahrhaftigkeit - zu finden, gehen beide ihre Filme mit vorgefertigen Botschaften und Bildern an und drücken diese wie eine Form dem Film auf, pressen alles auf Kosten von Logik und Plausibilität in sie hinein. Alles wird in den Dienst dieses einen Bildes, dieser einen Geste gestellt. Empathie und Glaubwürdigkeit bleiben auf der Strecke und das menschliche Drama, auf das "Gravity" abzielt, entfaltet sich nicht in dem Maße, in dem es möglich gewesen wäre. Schauen wir uns nur mal Bullocks Ryan Stone an: stoisch und erschöpft vom Leben zu Beginn, dann panisch ums Überleben kämpfend, anschließend wieder zum Suizid bereit, und schließlich mit Elan und Pathos zum Weiterleben bereit. Diese psychologischen Stufen sind garnicht das Problem, sondern ihr plötzlicher und kaum nachvollziehbar geschilderter Wechsel. Pathos ist ein weiteres, großes Problem von "Gravity": spätestens nach der Hälfte ist klar, dass Stone überleben wird, und der Prozess des Neugeborenwerdens, der ab dann ansetzt, wird dem Zuschauer bis zur Unterträglichkeit immer wieder vorgehalten: ja, wir haben es verstanden; statt uns zu sagen, was wir sehen, könnten Sie versuchen, uns fühlen zu lassen, was wir nicht sehen, Herr Cuarón. Dazu kommen flache Dialogzeilen wie "I hate space", "You have to learn to let go" oder "Let´s go home"... ja, komm, fehlt nur noch irgendwo von irgendwem ein "Let´s roll". Das Finale steigt in die selben Abgründe hinab, in die ich dem Regisseur auch in "Children of Men" gefolgt bin. Alles, was bis dahin mehr oder weniger gut funktioniert hat, wird hier der großen, ausladend-pathetischen Geste geopfert. Selbst Steven Prices starker Score gibt hier sein wirkungsvolles, zurückhaltendes Pulsieren auf und übernimmt die schlimmsten, chorgestützen Klischees. Cuarón bricht am Ende sogar mit der Kammerspiel-Prämisse und zeigt Ryan Stone auf der Erde landend (ja, Leben kommt aus dem Wasser - und ja, wir sehen die ersten Gehversuche eines Säuglings. Verstanden). Um wieviel wirkungsvoller wäre es gewesen, hätten wir zum Abschluss einfach nur Stones erleichtertes, zufriedenes Gesicht in der Kapsel gesehen. Aber das ist nur das kleinste Problem. Der Film hat seine Stärken, ja, nur leider fehlt ihm alles, was ich von ihm erwartet hatte. Das Schlimmste ist, dass er mich kalt gelassen hat, wo ich Angst und nervöse Anspannung fühlen wollte, und das, obwohl er mit Urängsten der Menschheit spielt (die sich angesichts des technischen Fortschrittes der Raumfahrt sogar potenziert haben). Zum Glück (!) ergießt Cuarón nicht irgendeine biblische Botschaft über uns, so wie es Inarritu mit "Babel" getan hat, und wie es in "Children of Men" teilweise spürbar ist. Das halte ich "Gravity" in der Tat zugute: dass er bei all den angesichts des Themas naheliegenden Implikationen eine gewisse Ambivalenz aufrechterhält.

  • ecki82

    Bin da vollkommen deiner Meinung. Und nun sieht es so aus, als würde dieser Kurzweilige Film auch noch mit Oscars überschüttet werden. Ich verstehe die Filmwelt nicht mehr. Abgesehen davon sagen die Oscars schon lange nichts mehr aus. Sorgt meiner mMn nur für bessere Werbung und Vermarktung.

  • Kosch Arts

    Verdammtnocheins, du hast Recht! Da hatte ich bis zu deinem Post noch gar nicht drüber nachgedacht. Ok, den Punkt muss ich klar zurück nehmen. ^.^

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