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The Revenant - Der Rückkehrer
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
4,5
hervorragend
The Revenant - Der Rückkehrer
Von
Schon für sein 2000 in Cannes uraufgeführtes Langfilmdebüt „Amores Perros“ erntete Alejandro González Iñárritu zahlreiche Lorbeeren, bevor er sich mit „21 Gramm“ und „Babel“ endgültig als zeitgenössischer Meisterregisseur etablierte. Auf das zermürbende Melodram „Biutiful“ ließ der Mexikaner mit „Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ schließlich eine wuselige Satire auf das Showgeschäft folgen, die ihm persönlich gleich drei Oscars einbrachte (Bester Film, Beste Regie, Bestes Original-Drehbuch). In seinem sechsten Kinofilm schlägt Iñárritu nun wieder einen gänzlich anderen Ton an als in „Birdman“, dessen Humor in „The Revenant – Der Rückkehrer“ wie weggefegt ist. Aus dem gleichnamigen Roman von Michael Punke über die wahre Geschichte des Trappers Hugh Glass, die als „Ein Mann in der Wildnis“ bereits 1971 sehr frei verfilmt wurde, zimmert der Regisseur einen grimmigen Survival- und Rache-Thriller im Gewand eines Westerns. Neben dem willensstarken Iñárritu und dem Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio, der sich seiner in jeder Hinsicht extremen Rolle mit Leib und Seele verschreibt, ist Kameramann Emmanuel Lubezki (Oscars für „Gravity“ und „Birdman“) mit seiner spektakulären Bebilderung des existenzialistischen Überlebenskampfs der dritte große Star des Films.

In den 1820er-Jahren ist der „Wilde Westen“ noch weitgehend unberührt und gesetzlos. Tief im Indianergebiet durchstreifen der Scout Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) und etwa drei Dutzend weitere Männer die kanadischen Wälder auf der Jagd nach Tierfellen. Zu der Gruppe gehören unter anderem Glass' halbindianischer Sohn Hawk (Forrest Goodluck), der aufrechte Anführer Andrew Henry (Domhnall Gleeson) und der kaltblütige John Fitzgerald (Tom Hardy). Als Indianer das Lager der Pelzhändler überfallen und fast alle Männer töten, wollen die Überlebenden in ein sicheres Fort fliehen. Unterwegs fällt ein Grizzlybär über Hugh her und verwundet ihn schwer. Seine Begleiter versorgen die Wunden, können den halbtoten Mann aber nicht durch das unwegsame Gelände transportieren. Also entscheidet Henry, dass Fitzgerald, Hawk und der junge Jim Bridger (Will Poulter) mit Glass zurückbleiben sollen, um dessen Genesung abzuwarten. Fitzgerald ist die Lage mit den Indianern im Nacken allerdings zu brenzlig. Er tötet Hawk und zwingt den zweifelnden Jim dazu, den Verwundeten ohne Waffen zurückzulassen. Doch Hugh überlebt. Nur mit einem Bärenfell ausgestattet schleppt sich der Scout durch die Wildnis, um Vergeltung zu üben.


Die Produktion von „The Revenant“ war ein außergewöhnlicher Kraftakt und die diversen Probleme und Auseinandersetzungen am Set sorgten für jede Menge Schlagzeilen. Iñárritu bestand nicht nur auf Dreharbeiten an Originalschauplätzen und ohne künstliche Lichtquellen, sondern auch darauf, den Film entgegen der üblichen Praxis in chronologischer Reihenfolge zu drehen. Das machte die ohnehin widrigen Bedingungen in der kanadischen Wildnis noch schwieriger und einige Crew-Mitglieder verließen unter Protest die Arbeit. Im Laufe des neunmonatigen Drehs, der in Argentinien abgeschlossen wurde, nachdem der für das Finale benötigte Schnee in Kanada früher als erwartet abgeschmolzen war, verbannte Iñárritu zudem den Produzenten Jim Skotchdopole („Django Unchained“) vom Set - die beiden waren sich immer wieder in die Haare geraten. Aber zumindest künstlerisch hat sich die Kompromisslosigkeit des mexikanischen Regieberserkers bezahlt gemacht: „The Revenant“ ist ein Naturereignis von einem Film und ein Kinoerlebnis von unvergleichlicher Wucht.

Schon der Indianerangriff zu Beginn fällt ungleich brachialer aus als jede Superhelden-Klopperei. In mehreren Plansequenzen schwebt die Kamera von Emmanuel Lubezki dynamisch durch die Reihen der Kämpfenden. Wo andere Filmemacher Actionsequenzen in eine Kaskade schneller Schnitte auflösen, inszeniert Iñárritu das Gemetzel als blutiges Ballett mit Pfeilen und Tomahawks, bei dem man stets den Überblick über das ungeschönte Geschehen behält. Ein weiteres Bravourstück ist der genial choreographierte und mit perfekt integrierter Computeranimation umgesetzte Grizzly-Angriff, der in seiner rohen Unmittelbarkeit an die Hundekämpfe aus „Amores Perros“ erinnert. Auch hier überträgt sich die Brutalität der Attacke unmittelbar auf den Zuschauer, der Todeskampf findet so nah vor der Kamera statt, dass die Linse beschlägt. Die Urkräfte der Natur werden immer wieder eindrucksvoll zur Geltung gebracht, urwüchsige Schauplätze wie einen überfluteten Wald oder einen reißenden Strom fängt Lubezki in halb poetischen, halb realistischen Panoramen ein, bei denen er die ganze Breite der Scope-Leinwand ausnutzt. Andauernd schneit oder regnet es, die entfesselten Elemente avancieren mehr noch als etwa in Sydney Pollacks „Jeremiah Johnson“ zu einem weiteren Protagonisten.

Das lebensfeindliche Setting ist schnell etabliert, darüber täuschen auch einige majestätische Landschaftsgemälde, die an Lubezkis Arbeit für Terrence Malicks „The New World“ erinnern, nicht hinweg. Für Leonardo DiCaprios Hugh Glass geht es ums nackte Überleben, die eisige Kälte und der stetige Nahrungsmangel bestimmen seinen Kampf. Unterwegs erlebt der verletzte Held nicht nur eine archaische Begegnung mit einem Wolfsrudel, das einen Büffel reißt, sondern wird gleichsam selbst zum wilden Tier, wenn er in seinen Bärenpelz gehüllt durch die Wälder kriecht oder rohes Fleisch verzehrt. DiCaprio („Der große Gatsby“, „Wolf Of Wall Street“) bringt die inneren wie äußeren Qualen des schweigsamen Trappers auch (fast) ohne Dialoge beredt zum Ausdruck, sein fesselndes, oscarwürdiges Spiel des auf sich selbst zurückgeworfenen Menschen im Angesicht des drohenden Todes ist so etwas wie das dramatische Konzentrat von „The Revenant“. Die Hintergrundstory um den gewaltsamen Tod der Geliebten, die Iñárritu und sein Co-Drehbuchautor Mark L. Smith („The Hole“, „Martyrs“) ohnehin nur schlaglichtartig umreißen, ist da zweitrangig.

Die anderen Schauspieler stehen fast zwangsläufig im Schatten von DiCaprios Parforceritt. Überzeugende Akzente setzen vor allem Will Poulter („Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth“) als unerfahrenes Greenhorn und Domhnall Gleeson („Ex Machina“) als rechtschaffener Anführer, während Tom Hardy („Mad Max: Fury Road“, „Legend“) seine im Drehbuch nur grob skizzierte Rolle mit einer handfesten Performance zur durchaus plausiblen Figur macht. Der psychotische Fitzgerald wurde halb skalpiert und hasst Indianer daher bis aufs Blut. Seine Verachtung für das Halbblut Hawk und sein knallharter Egoismus bringen ihn als Antagonisten in Stellung, doch Glass‘ eigentlicher Widersacher bleibt immer die Wildnis selbst. Dieses Duell zwischen Mensch und Natur schildert Iñárritu auf recht geradlinige Weise, bei dem nur einige fast schon prätentiöse Zwischenspiele irritieren, die zwischen Erinnerung und Fiebertraum oszillieren. Mal flüstert Glass' tote Geliebte dem Trapper Mut zu, mal entschlüpft ein Vogel der Brusttasche eines Toten - was nicht der einzige poetische Verweis auf die menschliche Seele bleibt, die Iñárritu schon in „21 Gramm“ beschwor. Diese esoterischen Einschübe bremsen die Handlung aus und wirken mit ihrer verkünstelten Art bisweilen wie ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Oscar-Academy. Wer künftig über Survival-Stoffe im Kino sprechen will, kommt an diesem mitreißenden Film dennoch nicht vorbei.

Fazit: Mit „The Revenant“ gelingt Alejandro G. Iñárritu ein visuell überwältigendes und herausragend gespieltes Survival-Western-Drama von seltener Wucht.
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Kommentare

  • Vazz1988
    0 von 10 Sternen. Läuft bei dir.
  • Edward;
    Der Film hat eine archaische Wucht, die mich im Kino umgehauen hat. Die Brutalität des Films hat mich auch überrascht, aber wenn das wilde Tier im Menschen ergründet wird, lässt es sich wohl kaum vermeiden, dass Blut fließt.Die Kommentatoren, die hier die Handlung kritisieren, müssten dann aber alle Filme doof finden. Es sind immer die gleichen Geschichten, die erzählt werden. Bei Filmen finde ich besonders interessant wie etwas umgesetzt wird. Das Wie der Umsetzung macht diesen Film auch äußerst sehenswert.Die röchelnden Atemgeräusche waren allerdings etwas nervig und überpräsent. Und der religiöse Kitsch, der gern in Inarritus Filmen auftaucht hat auch einen unangenehmen Beigeschmack, aber ansonsten sehr stilsicher und absolut sehenswert.
  • SaskiaNRW
    Nun nach superguten Kritiken für diesen Film, war meine Erwartungshaltung sehr hoch. Ich habe einen Film von der Klasse wie "Der mit dem Wolf tanzt" erwartet. Diese Erwartungen wurden absolut nicht erfüllt. Der Film ist sehenswert, aber meiner Meinung nach nicht das ganz große Kino. Herrn DiCaprio würde ich für diese Rolle auch keinen Oscar geben.
  • C-Lou-Lloyd
    Würde man sich den Film ein zweites Mal anschauen? Wohl kaum. "The Revenant" ist gefühlt eine Stunde zu lang. Die Bilder sind GROSSartig, keine Frage, aber die Geschichte ist zu dünn für einen derartigen Überlebens-/ Rachekampf-Porno. Leonardo DiCaprio, der den Film mitproduzierte, legt es hier eindeutig auf einen Oscar an, und Inárritu bietet ihm die passenden Bilder in Terence-Malick-Manier. Das ist weit entfernt von einem Meisterwerk wie oben in der FS-Kritik beschrieben und wie in vielen weiteren Kommentaren zu lesen, geht es wohl nicht nur mir so.Schade, dass FS wieder einmal nicht "die Eier" hatte, das so zu schreiben und einmal mehr "Gefälligkeits-Journalismus" liefert.
  • Sonja O.
    Die ganze "Geschichte" ist ein unglaublicher Schrott! Schade um das Geld und um die Zeit! Am liebsten wäre ich nach einer Stunde Schwachsinn aufgestanden, aber mein Mann wollte den Film noch zu Ende sehen. Allerdings war auch er mehr als enttäuscht. Keine Handlung, nur eklig und die Story ( so fern man das so nennen kann ) mehr als langweilig. Dialoge gab es nur sehr wenig, und das ganze gestöhne und gekeuche hat mehr genervt, als das es unterhalten hätte. Ich würde es als typisch, amerikanischen Schrott bezeichnen. Mich wundert es das dieser Film für 12 Oskar nominiert sein soll. Die Landschaft hat mich auch nicht wirklich beeindruckt, geh ich heute bei uns auf den Berg, sehe ich genau so schöne Bilder. Einzig die gefrorenen Wasserfälle haben dem Film noch was abgegeben. Letztendlich ist mein Fazit, dass DiCaprio besser auf der Titanic aufgehoben ist !
  • Sascha Glimmann
    tl;dr: Gute Schauspieler, 1 Stunde zu lang.Ja, die Schauspieler sind beeindruckend! Glass und Fitzgerald kommen beide super intensiv rüber. Ich finde auch den Bärenkampf extrem gut gemacht, gerade das unkoordinierte Verhalten des Bären, der sein Opfer immer wieder liegen lässt, wirkt auf mich sehr realistisch. Auch die Landschaft ist hübsch gefilmt.Aber der Film ist auch sehr, sehr, SEEEEEHHHRRR langatmig. Denn man weiß ja was im Endeffekt passieren wird, und das auf 2 1/2 Stunden ausgewalzt... Ich habe mich die letzte Stunde ziemlich gelangweilt, und war froh als er vorbei war.
  • UGotCaged
    Ah wasn Zufall, da hab ich den auch gesehn! Echt zum kotzen, kurzfristig ändern die einfach den Saalplan, statt dem Sharknado-Triplefeature zeigen die diese Scheiße, da hamse uns gut inne Pfanne gehaun wa?
  • Fain5
    Nein es ist die Story. Die Handlung wäre ja: Kampf gegen Indianer, Flucht mit dem Boot, Streit um das Boot...Die Story ist: er wird zurückgelassen und startet seinen Rachefekdzug.So definiere ich zumindest gerade die Begriffe^^
  • Fain5
    Ich finde er hat viele Parallelen zu Gravity. Die Story ist hauch dünn aber der Film lebt von der Atmosphäre und ist unbedingt im Kino zu konsumiern.Das mit dem Bären musste sogar offiziell vom Studio dementiert werden, da sich das Gerücht sehr hartnäckig hielt. Musst mal googlen oder hier bei FS die News zum Film durchsuchen.
  • Fain5
    Naja ich verstehe was du meinst. Ich denke auch, dass man die einzelnen Sachen, die ihm passiert sind schon überleben kann aber in der Summe? Der Kerl ist ein Terminator :D. Und den Sturz hab ich eigentlich so wahrgenommen, dass er durch den Baum gefedert wurde und nicht direkt auf den Boden geknallt ist.
  • Ashitaka
    Wo hast du denn vorher einen derart realistischen Kampf mit einem Bären gesehen?
  • Heyopay
    Vielleicht ist Logikfehler ein bisschen zu hart.Ich meine, er flieht vor den Indianern in diesen Fluss mit einer extrem reißenden Strömung. Darüber hinaus ist es Winter und behält die Kleider an. Ich bezweifle, dass man dies tatsächlich einfach so überleben kann.Genauso bezweifel ich, dass man diesen 20-30 Meter Sturz, wo er mit dem Pferd runterfällt, überlebt.Aber das ist meckern auf hohem Niveau.
  • Fain5
    Welche Logikfehler meinst du?
  • Heyopay
    Der Film ist ein wahres Erlebnis. Durch das natürliche Licht, das ausschließlich für den Film verwendet wurde, ergibt sich eine unglaubliche Atmosphäre. Man kann die Kälte und die Schmerzen regelrecht spüren. Dabei ist die Kameraführung selbst bei den Kampfhandlungen im Film herrlich unaufgeregt. Es würde mich schwer wundern wenn es hierfür nicht den Oscar für die beste Kamera geben würde.Bei einigen Szenen war ich so angespannt, dass ich mich regelrecht in meinem Kinositz reingekrallt habe. Dennoch fand ich den Film einfach zu lang. Gerade die Traumsequenzen kamen ein paar Mal zu oft vor und haben damit den Film extrem abgebremst. Hinzu kamen noch der ein oder andere Logikfehler (ich sage nur Fluss im Winter und Sturz mit Pferd).DiCaprio ist in dieser Rolle fantastisch, obwohl ich ihn in anderen Filmen weitaus besser fand (in meinen Augen hätte er für "The Wolf of Wall Street" den Oscar mehr als verdient). Tom Hardy entwickelt sich mehr und mehr zu einem meiner Lieblingsschauspieler. Und auch die Darstellungen von Domhnall Gleeson und WIll Poulter haben mir sehr gut gefallen.Alles in allem ein sehr guter Film mit ein paar kleinen Schwächen über die man hinwegsehen kann. 8/10
  • Fain5
    Also ich kann dich beruhigen. Hier ist die hohe Wertung tatsächlich gerechtfertigt im Gegensatz zu diesem 08/15 Disney ScFi Streifen.
  • Fain5
    Sehr guter Film. Echt mal wieder was anderes und tatsächlich trotz 157 kurzweiliger als ich gedacht habe. Man hat das Gefühl, dass Leo diesmal den Oscar mit Leib und Seele haben wollte. Aber man sollte hier auch Tom Hardy erwähnen, der mit seiner Rolle auch einen Oscar verdient hat. Bei diesem FIlm stimmt alles: Die Darsteller, die Erzählweise, die Landschaft und im Gegensatz zu Star Wars auch die Wertung.Teilweise hat er mich in der Machart an Alfonso Cuaron erinnert. Was haben die Mexikaner nur mit ihren Oneshot Szenen? Zu faul zum schneiden?^^Und ich weiß nicht, wann ich da letzte mal einen so genialen Stereo- bzw. Digitalsound im Kino hatte (vermutlich bei Gravity). Ständig hatte man das Gefühl hinter einem im Kino hustet jemand bis man gemerkt hat, dass es aus dem Film kommt.Das einzige Manko: Dadurch, dass die Landschaftsaufnahmen so gewaltig sind fallen die CGI Effekte dem geübten Auge umso mehr auf. Die BÜffel zum Beispiel. Auch ist es mir schleierhaft, wie das Gerücht aufkommen konnte, Leo sei von dem Bären vergewaltigt worden. Man sieht, dass er nicht echt ist.Edit: Der Vogel kommt doch nicht aus der Brusttasche sonder aus dem Einschussloch des Toten oder habe ich das falsch gesehen?
  • BobbyStankovic
    Okay, der Ansatz ist so weitestgehend zufriedenstellend argumentiert.Ich stehe ihm aber dennoch ideologisch, wenn man so will, diametral gegenüber.Man schimpft immer auf die Filmkritik (gut, das ist normal für das Berufsfeld), aber gleichzeitig scheint man als Leser nie über den Dingen stehen zu können. Man tut implizit so als sei Filmkritik so etwas wie eine Stiftung Warentest, die gemeingültige Urteile nach wissenschaftlichen Testkriterien fallen könnte.Das macht Filmkritik aber einerseits als Textform uninteressant, entmenschlicht den Autor (denn genaugenommen ist der kein Wissenschaftler, sondern ein Zuschauer wie du und ich, der ein bisschen eloquenter ist) und zu guter Letzt gibt er das "Go" für ein Kino, das immer mehr nach einem schlichten Höher-schneller-weiter im technischen Sinne funktionieren will. Und gerade das kann nicht im Interesse der Filmkunst sein.
  • Hans H.
    Hier kann es nur die volle Punktzahl geben, alles andere ist lächerlich!Ich rechne zudem mit Oscars für DiCaprio, Kamera und Sound.
  • Marc F.
    Als Zuschauer geht man nicht in diesen Film... man ist Teil davon, mittendrin. Die Kameraführung ist einfach genial, die Unmittelbarkeit aller Handlungen gingen mir richtig nahe. Klar ist DiCaprio der vermeintliche Hauptdarsteller in dieser Geschichte, und er ist einfach brilliant dabei. Die wirkliche Hauptdarstellerin hier jedoch ist die Wildnis - mit all ihrer Grausamkeit und Schönheit, als Retterin und Gefahr zugleich. Umwerfend auch sind Soundtrack und Tonaufnahmen. Ein Klassiker, jetzt schon.
  • age
    der film ist echt eine wucht. der kampf mit dem bären ist eine der besten szenen der filmgeschichte würde ich sagen. sowas von intensiv und realistisch... und dicaprios leistung ist auch grandios. so mitgelitten habe ich nicht mehr mit einer figur seit der passion christi... man merkt wirklich dass der martyrs autor mit im spiel war ^^ ein einziges martyrium. aber zu jedem zeitpunkt packend in szene gesetzt. die kamera muss definitv einen oscar bekommen... besser geht meiner meinung nach nicht.und auch der ton kommt nicht zu kurz. sowohl der dezente, aber eindringliche score, als auch der übrige sound der natur ist einfach gelungen. man hat sich ständig gefühlt als stünde man selbst mitten im wald...
  • age
    da hast du schon recht, DAS ist es nicht was die überlänge rechtfertigt - sondern die tatsache, dass sowohl der protagonist, als auch der zuschauer zwischendurch einfach auch mal durchatmen muss. ihm widerfährt so viel, da wäre es einfach schädlich für die glaubhaftigkeit und nicht authentisch genug, wenn sich der film nicht die zeit nehmen würde auch seine verständlicher weise langsame heilung und rehabilitation ausführlich zu zeigen. das gehört einfach dazu. somit gibt es zwar diese längen, aber für mich waren die zu jeder zeit akzeptabel und auch nötig.
  • BobbyStankovic
    Eine "objektive Filmkritik", ahja.Und Spiritualität und Philosophie haben auch nicht zwangsläufig etwas mit einander zu tun.
  • TheLovedOne
    Der Film ist eine Erfahrung die man besser im Kino machen sollte da kann er seine unglaubliche Wucht komplett entfaltenund wenn du keine Filme magst die dir mehr abverlangen als nur dazusitzen und dein Popcorn zu essen, dann würde ich mir an deiner Stelle auch lieber das Geld für die DVD sparen ;)
  • Ozzy R.
    Mei...komme aus dem Kino und muss sagen...ich hätte mir mehr erwartet. Erste Starke Stunde mit extrem brutalen und intensiven Bildern und einem Kampf mit einem Grizzly der intensiver nicht zu machen ist. Und was kam dann? Ein zäher Überlebenskampf und ein dahingeschulderstes Finale. Di Caprio spielt gut keine Frage, aber ein Oscar dafür wäre mehr als übertrieben. Nicht empfehlenswert mit Popcorn oder/und Nachos kann dieser Film doch recht auf den Magen schlagen. Für mich (leider) nur durchschnittliche, mit vielen Höhen und Tiefen, Kinokost. 2,5 Sterne Sorry...
  • slim95_
    Das klingt wahnsinnig gut. Kann es kaum erwarten. Zum Glück ist es die Wartezeit ja nicht mehr lange
  • schmidl
    Das macht es nicht besser ;)war auch mehr so eine generelle Frage.
  • G.i. Ro
    Das ist eben das Schöne oder Traurige...es gibt oft mehr als nur den letztendlichen Gewinner, die es verdient gehabt hätten. Lassen wir uns überraschen.
  • G.i. Ro
    richtig. worüber ich mich aber freue, weil er sonst nicht in innaritus Streifen wäre.
  • Admiratio
    Du meinst, weil DiCaprio die Rolle in "Steve Jobs" abgelehnt hat?
  • M E.
    Freu mich :)
  • HarveyWhite
    Es war endlich mal eine Rolle, die nicht zwangsläufig auf S.L. Jackson zugeschrieben war. Bzw. S.L. Jackson hat diese ''Standard-Rolle'' ja selbst entwickelt.Wenn man Jacksons Rolle als Karikatur ansieht, geht das genauso mit DiCaprios Rolle.
  • niman7
    Ich habe "The Revenant" zwar nicht gesehen, aber Fassbender hätte den Preis mehr als verdient! Sowohl für Steve Jobs als auch für Macbeth.
  • G.i. Ro
    Mittlerweile halte ich den Oscar auch für überbewertet und denke ebenfalls, dass Leo unabhängig von einer Hoffnung diesen Preis zu gewinnen, weiter seine Leistung liefern wird. Außerdem finde ich auch, dass dieser Hype nicht ganz gerecht ist, zumal er eigentlich immer sehr starke Konkurrenz in seinen jeweiligen Nominierung-Jahren hatte. Unabhängig von meiner eigenen Meinung über die Schauspielerische Leistung sehe ich Leo dieses Jahr leider wieder nicht zwangsläufig vorne. Steve Jobs ist ein Oscar-prädestinierter Film und Fassbender hat es nicht schlecht gemacht. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass mich Leo weniger überzeugen wird. Wenn Fassbender ihn tatsächlich gewinnt wäre das DIE Ironie des Schicksals der Oscar-Geschichte :D Informierte wissen warum.Gruß
  • Admiratio
    Sch... auf den Oscar! Es gibt keinen "besten" Schauspieler. Bei einer solchen Verleihung sollte man die geballte Kreativität und das Können aller im Raum Versammelten feiern. Es ist völlig egal, wer von einer Jury, die viele Filme gar nicht sieht, nach Kriterien, die keinerlei Anspruch auf Objektivität erheben, ausgewählt wird.Auch deshalb sollte es hier um den Film und nicht seine vorraussichtliche Bepreisung gehen. Ich bin sehr gespannt, muss aber gestehen, dass ich Inarritus Inszenierungen teilweise etwas befremdlich finde.Auch Birdman finde ich überbewertet.Dennoch freue ich mich auf den Kinobesuch.
  • greek freak
    Nun hört mal mit dieser Osacar für Leo-Diskussion auf,es gibt schliesslich viel wichtigere Fragen wie: kriegt Tom Hardy mal endlich das Maul auf, oder braucht man,mal wieder,einen Gebärdensprachen-Dolmetscher um ihn zu verstehen?Und was war mit dem Bär und Leo? xD
  • Admiratio
    Das sehe ich anders. Habe Jacksons Rolle zu sehr als Karikatur wahrgenommen.DiCaprio dagegen war absolut überragend und stach aus dem Ensamble heraus.
  • Admiratio
    Wird bereits im Trailer gezeigt.
  • sportivo
    Es ist schon interessant, dass hier 90% über einen Oscar für DiCaprio reden, alsüber den vorgestellten Film.Der Film wird sehenswert weil er alle Zutaten dafür hat, und Leo wird vermutlich wieder leer aus gehen (leider).Basta!
  • HarveyWhite
    Alles unter 4 Sternen wäre schon eine Enttäuschung gewesen. Bin gespannt.Ob DiCaprio jetzt endlich den Oscar verdient, ist mir tatsächlich egal. Gibt noch andere Schauspieler, die für eine einzige Performance den Oscar genauso verdient hätten.Ich freue mich einfach auf den Film - Setting, Kamera, Atmosphäre, Intensivität.
  • HarveyWhite
    True! S.L. Jackson hat alle unter den Tisch gespielt.
  • schmidl
    Warum genau muss jetzt die komplette Entstehungsgeschichte über die Feindschaft ziwschen Tom Hardy und Leo DiCaprio spoilern...? Schönen Dank auch!
  • niman7
    Hanks, Winslet, Kingsley, Jackson, De Niro.
  • Slevinho
    Die oscarverleihung ist meiner Meinung nur eine Selbstverherrlichung der Filmindustrie und sagt nicht allzu viel über die Qualität eines Filmes oder Schauspielers ab. Man muss sich nur mal vor augen führen wer da überhaupt abstimmt.
  • pil
    Das hab ich mich auch gefragt!
  • FAm Dusk Till Dawn
    Wahre Worte !
  • pil
    Ich muss sagen das ich diese Oscar Diskussion für ein sehr leidliches Thema halte. Klar es ist DIE Krönung in der Filmbranche, aber für Scorsese oder DiCaprio halte ich sie irgendwie für unangebracht! Scorsese ist für mich eine lebende Legende und DiCaprio ist auf den besten Weg dahin. Für das was jeder für sich ( und zusammen ) der Filmwelt und ihrem Publikum erschaffen hat, kommt mir sogar der Oscar zu klein vor!
  • Fain5
    Hab gerade mal nachgeguckt. Hast Recht. Wobei ich eigentlich dachte, dass so ein Film wie Babel der Academy eher zusagt.
  • HalJordan
    Leos Darstellung in Aviator war auch absolut oscarwürdig. Hatte mich damals schon gefragt, weshalb er leer ausging.
  • Goodfella
    Für Gilbert Grape hätte er den Oscar durchaus bekommen dürfen, ich meine er unterlag Tommy Lee Jones in "Auf der Flucht" (!)...
  • Goodfella
    Das ist ja immer eine Frage der Konkurrenz und bei den Oscars 2007 gab es nun mal zumindest für mich keinen besseren Film als Departed.
  • Fain5
    Da muss ich dir irgendwie zustimmen denn in den meisten Filmen steht neben Leo noch ein anderer großer Schauspieler (Day-Lewis, Nicholson, McConaughey).
  • Fain5
    Das Gefühl hatte ich schon bei Departed. Ein wirklich klasse Film aber Oscarwürdig? Da hatte Scorsese bessere Filme und ich hatte das Gefühl man hat ihm den Oscar auch gegeben damit er endlich einen hat.
  • niman7
    Ich habe das Gefühl die meisten schauen den Film nur, um zu sehen, ob die Leo den Goldjungen verdient hat? Dabei ist der eigentliche Film, die Drehweise, die Kulisse und die Kamera viel interessanter.
  • niman7
    Hast du den schon gesehen, ja?
  • ShAd_1337
    dieses mal wird es klappen mit dem Oscar. Leo hatte das Pech das er stets auch überragende Konkurrenz hatte. dieses Jahr seh ich ihn gefühlt, zum ersten Mal, klar vorne.
  • niman7
    Eine wirklich gut geschriebene Kritik. Habe ich das aber richtig verstanden? Der Film bekommt keine volle Punktzahl da er es mit seiner Poesie übertreibt?
  • pil
    Ja super Mensch. Freu ich mich tierisch drauf! Kritik hat mir auch sehr gut gefallen, knackig, nicht zuviel verraten, alles was reingehört! Und vor allem keine unnötige "Leo braucht dringend den Oscar Hymne" ....das nervt nämlich!
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