Kinostart:
27. September 2007
DVD-Veröffentlichungstermin: 29. Februar 2008
Regie: Fatih Akın
Mit Nurgül Yeşilçay, Baki Davrak, Tuncel Kurtiz,
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FSK ab 12 freigegeben
Produktionsland:
Türkei
,
Deutschland
.
Genre:
Tragikomödie
Laufzeit: 116 Minuten.
Produktionsjahr:
2007
Inhalt: Ali (Tuncel Kurtiz) ist ein einsamer pensionierter Witwer. Bei einem seiner zahlreichen Bordellbesuche trifft er die Prostituierte Yeter (Nursel Köse, "Kebab Connection") und bringt sie dazu, gegen eine monatliche Unterstützung in Höhe ihres bisherigen Lohns mit ihm zusammenzuleben. Alis gebildeter Sohn Nejat (Baki Davrak), der Germanistik an der Universität Hamburg unterrichtet, findet die Wahl seines sturen alten Herren mehr als eigenartig. Erst als er erfährt, dass Yeter den Großteil ihres Geldes zu ihrer Tochter Ayten (Nurgül Yesilcay) nach Istanbul schickt, um deren Studium zu finanzieren, beginnt er sie zu respektieren. Als Yeter auf tragische Weise ums Leben kommt, begibt sich Nejat auf die Suche nach Ayten. Doch die politische Aktivistin ist längst aus der Türkei geflohen und hat in Deutschland bei Lotte (Patrycia Ziolkowska, Solino) und ihrer Mutter Susanne (Hanna Schygulla, Winterreise) Zuflucht gefunden. Es braucht mehr als eine Reise, bis die Protagonisten schließlich zueinander finden…
FILMSTARTS.de
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Pressespiegel
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Daniela Leistikow
(4,5)
Fatih Akin ist „Auf der anderen Seite". Zwar nicht im Sinne seines gleichnamigen Films, dem nach Gegen die Wand zweiten Teil seiner „Liebe, Tod und Teufel“-Trilogie. Aber doch was sein filmisches Schaffen betrifft: Nach der jugendlichen Sturm-und-Drang-Phase des viel bejubelten ersten Teils über die Liebe, ist Akins Drama über den Tod „Auf der anderen Seite" das gereifte Werk eines Regisseurs, der das Newcomer-Label erfolgreich abgeschüttelt hat. Die minimalistische Emotionalität des Films sagt viel, ohne alles aussprechen zu müssen. Die Themen zwischen Türkei und Deutschland, Eltern und Kind, Leben und Tod werden auf meisterhafte Weise verknüpft, ohne sich im Dickicht der sechs komplexen Schicksale zu verheddern, von denen Akin erzählt.
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insgesamt 13 Kritiken
Bewertung:
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Kritik:
fatih akin sagte mal, dass er sich erst mit "gegen die wand" richtig frei geschwommen hat. bei anderen filmen habe er kompromisse machen müssen. wenn das stimmt ist das zu bedauern, den vergleicht man rückblickend diesen film mit akins werk vor "gegen die wand" fällt auf: vor allem "im juli" trägt deutlich die handschrift des regiesseurs, ist aber nicht so direkt und kompromisslos.
mit auf der anderen seite konnte sich akin 2007 als europäisch relevanter regiesseur etablieren und erlangte auch so etwas wie weltruhm: den mit diesem werk machte der regiesseur auch im ausland sogar in den usa auf sich aufmerksam. die gründe liegen auf der hand: es gibt derzeit keinen anderen deutschen regiesseur der es so meisterhaft versteht, seine eigenen geschichten und themen in einem film zu etablieren. dabei ist dieser film hier emotional weniger aggressiv als bzw es "gegen die wand" war. "auf der anderen seite" ist reine konstruktion. das mag manchen zuschauer stören. aber akin legt es sowieso nicht auf logik an: bei ihm geht es nicht um verstand, sondern um gefühl. und so muss der zuschauer auch hinnehmen, das die einzelnen kapitel den verlauf der handlung eigentlich verraten. aber dieser determinismus verrät, wrum es akin eigentlich geht: um schicksal.
"auf der anderen seite" ist der zweite teil der liebe tod und teufel - triologie die akin 2004 mit seinem preisgerkönten werk begann. hier geht es nun um den tod. wie menschen miteinander über kulturen hinweg verbunden sind, wie identiät wirkt, sich verbindet, wiieder löst und neu zusammensetzt und dabei etwas ganz eigenes schafft, das will akin hier erzählen. und das hat seine ganz eigene spannung.
so zeigt sich die meisterschaft akins immer dann, wenn die kamera bilder der sehnsucht einfängt. und hiervon gibt es in diesem film viele und von großer eindringlichkeit; das flirrende, pulsierende istanbul voller leben und bewegung dient als kontrast zum eigentlichen thema des films. akin verbindet die handlungsstränge sehr geschickt miteinander und lässt sie dann im dritten kapitel atemberaubend ineinander fließen. der film endet mit nejats reise zu seinem vater oder: er endet nicht. kurz vor dem schluss verharrt akins kamera in einem wunderschönen schlussbild und entlässt den zuschauer in nachdenklicher stimmung und doch unheimlich bereichert. ja, akin ist wirklich auf der anderen seite angekommen und er hat sich emanzipiert; von einem deutschen film der, bis auf wenige, kleine ausnahmen, schon seit jahren im mittelmaß dümpelt und nicht weiß was er erzählen soll und von einem dümmlichen integrationsdiskurs frei von jedem nachdenken und innehalten. "auf der anderen seite" ist einer der besten deutschen filme des letzten jahrzehnts.
Verfasst am 18.10. um 22:33 Uhr -
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neon1
Mitglied seit 652 Tagen
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55 Userkritiken
Bewertung:
(2)
Kritik:
Diesmal kann ich leider nicht mit der Filmstartskritik übereinstimmen.Ich liebe wirklich anspruchsvolle Filme mit guten Dialogen usw. Gegen die Wand fand ich auch sehr gut aber dieser Film ist echt langweilig.Die Story hat mich nicht angesprochen und der ganze Film hat bei mir keine Emotionen ausgelöst.
Verfasst am 28.04. um 22:29 Uhr -
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Presseschnitt:
(3,5) bei 2 Pressewertungen.
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Besetzung und Stab
Nurgül Yeşilçay
Rolle: Ayten Öztürk
Baki Davrak
Rolle: Nejat Aksu
Tuncel Kurtiz
Rolle: Ali Aksu
Hanna Schygulla
Rolle: Susanne Staub
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Gast - Dienstag, 07. Februar um 09:58