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Weder "Ben-Hur" noch "Ghostbusters": Ein Drama eines Altmeisters ist der größte Hollywood-Kassenflop des Jahres 2016
Von Björn Becher via The Hollywood Reporter — 30.12.2016 um 12:25
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Die Experten des Hollywood Reporters haben die größten Kassenflops 2016 untersucht. Regisseure wie Steven Spielberg und Ang Lee finden sich genauso wie Stars wie Brad Pitt und Johnny Depp auf der Liste. Der größte Flop kommt von einem Altmeister.

Für „Reds“ wurde Warren Beatty 1981 bei den Oscars als Bester Regisseur ausgezeichnet, einen Ehrenoscar bekam er 2000 und er war als Schauspieler, Produzent, Autor und Regisseur noch mehrfach beim bekanntesten und bedeutendsten Filmpreis der Welt nominiert. Doch gegen ein Scheitern an den Kinokassen wappnen alle Auszeichnungen und Ehrungen nicht. Das musste er nun bei seinem neuesten Film erleben.

Für „Regeln spielen keine Rolle“ nahm der 79 Jahre alte Beatty das erste Mal seit 18 Jahren wieder auf dem Regiestuhl bei einem Kinofilm Platz, stand das erste Mal seit 15 Jahren wieder vor der Kamera. Doch weder Beattys Darstellung des berüchtigten Milliardärs Howard Hughes noch die im Zentrum der Handlung stehende, am Rande des Hollywood-Starsystems der 1950er Jahre angesiedelte Liebesgeschichte mit Lily Collins und Alden Ehrenreich lockte genug Zuschauer in die Kinos. Bei einer Untersuchung der Kassenflops des Jahres 2016 kamen die Brancheninsider des Hollywood Reporters gemeinsam mit Experten zu dem Schluss, dass die zurückfließenden Einnahmen weniger als ein (!) Prozent der Kosten decken. Bei der Analyse wurde nämlich nicht einfach – wie meist – Produktionsbudget (hier ca. 25 Millionen Dollar) mit Box-Office-Einnahmen (3,65 Millionen Dollar) verglichen. In Relation gesetzt werden vielmehr die wirklichen Ausgaben (also auch Marketing) der Geldgeber mit dem Betrag, der auch tatsächlich an sie zurückfließt (also u. a. abzüglich dessen, was die Kinobetreiber behalten dürfen). Bei Filmen, die noch laufen, wurden dabei Schätzungen und Hochrechnungen aufgrund der bisherigen Zahlen vorgenommen.

Weitere große Flops sind nach den Ermittlungen des Hollywood ReportersThe Finest Hours“ sowie Ang Lees „Die irre Heldentour des Billy Lynn“ (startet in Deutschland am 2. Februar 2017). Hier werden gerade einmal 33% Prozent der Ausgaben durch die Einnahmen an den Kinokassen abgedeckt. Dass auch große Namen nicht vor Flops gefeit sind, beweisen zudem Beispiele wie Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant“ (64%) und der gerade erst angelaufene „Allied“ mit Brad Pitt (47%). Auch ein bekanntes Franchise ist nicht immer eine Garantie für Erfolg. Für die Videospieladaption „Assassin’s Creed“ prognostizieren die Experten einen Wert von 60%, „Teenage Mutant Ninja Turtles 2“ steht bei 64% und „Ghostbusters“ bei 80%. Und während „Alice im Wunderland“ noch ein Mega-Hit war, ist die Fortsetzung „Hinter den Spiegeln“ ein Flop. Nur 88% der Ausgaben wurden laut dem Hollywood Reporter durch die zurückgeflossenen Einnahmen gedeckt. „Die Bestimmung – Allegiant“ wird laut den Experten Verleih Lionsgate 50 Millionen Dollar kosten, nur 81% der Ausgaben aller Geldgeber werden durch die Einnahmen gedeckt. Für die Reihe bedeutete dies sogar das vorzeitige Aus. Der geplante nächste Teil wurde gecancelt, eine TV-Serie soll nun stattdessen folgen.

Weitere vom Hollywood Reporter untersuchte Flops sind „Ben-Hur“ (43%), „Gods Of Egypt“ (53%), „Deepwater Horizon“ (54%) und „The Huntsman & The Ice Queen“ (71%).




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Kommentare
  • Frank F.

    Au Backe! Da haben aber einige große Regisseure ein paar heftige Backpfeifen einstecken müssen. Leid tun mir Spielberg und Ang Lee. Aber, die beiden Jungs bleiben eh ganz oben!

  • BobRoss

    Weiß man schon was wegen Warcraft? Der hat mir überraschend gut gefallen, ist da mittlerweile schon ein Sequel drinnen?

  • BobRoss

    Verdammt :( Naja, dann halt nochmal die Kampagne spielen :P

  • BobRoss

    Hab mich ein bisschen dazu eingelesen, anscheinend gehen die Meinungen bezüglich Sequel weit auseinander. Genau wissen tut es anscheinen niemand.

    Wegen den Special Effects gab es Höhen und Tiefen. Gut gefallen haben mir die Materialien für Haut, Haare und Knochen. Gerade die Haare waren extrem gut gemacht bei den Orcs. Die Gesichtsbewegungen waren perfekt umgesetzt, trotz riesiger Stoßzähne die es notwendig machen, MoCap Daten manuell nachzubeabeiten.

    Weniger gut lief es bei den Environments. Besonders die Waldsequenz war extrem künstlich. Ebenfalls negativ aber vorhersehbar waren detailarme Outfits bei Hintergrundcharacteren in Masseneinstellungen. Hier hatte es Warcraft aber auch schwer da die Orcs keine einheitlichen Rüstungen tragen und somit nicht so einfach mit Copy Paste wiederverwendet werden können. Teilweise störend fand ich das schlechte Einbinden von Characteren in die Umgebung. Depth of Field und Global Illumination wirkten in meinen Augen in manchen Sequenzen unfertig. Das Kompositing hätte wohl mit mehr Budget etwas besser aussehen können.

    Allerdings habe ich eine große Sache unterschätzt. Es stört mich kein Bisschen wenn bei einem Warcraft Film alles ein wenig nach Plastik aussieht. Beim Hobbit hörte man oft "sieht aus wie ein Computerspieltrailer". Das trifft auch auf Warcraft zu; ist hier meiner Meinung nach aber als Kompliment zu verstehen. Der Unterschied "Gigantisches Budget = angreifbarer Fotorealismus" vs. "Mittleres Budget = gut aber künstlich" fällt somit (für mich) im Fall von Warcraft nicht ins Gewicht.

  • BobRoss

    433 Mio ist aber bei dem Budget nicht besonders viel wenn man bedenkt, dass von den Einnahmen aus China deutlich weniger in die Staaten fließt. Ich hoffe, du hast recht mit deiner Prognose :)

  • Der Eine vom Dorf

    Geht mir genauso. Ich fand ihn auch überraschend konsequent und packend.

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