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Sehen wir bald auch 006 und 008? James-Bond-Macher planen angeblich großes Kino-Universum
Von Björn Becher — 29.06.2017 um 09:30
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„Shared Universe“ ist weiter DER Trend in Hollywood. Nun steckt womöglich auch die James-Bond-Macher das Fieber an. Auch dort sollen angeblich Planungen laufen, die Abenteuer von 007 zu einem ganzen Universum auszubauen.

Sony Pictures
Noch ist immer noch nicht gesichert, ob Daniel Craig mit einem großen finalen Abenteuer als James Bond verabschiedet wird oder ein neuer Hauptdarsteller übernimmt. Aber auch jenseits von dieser Entscheidung werkeln die Macher wohl an verschiedenen Plänen. Zumindest berichtet der für gewöhnlich bestens informierte Filmjournalist Jeff Sneider nun, dass er gehört habe, dass die Broccolis, die Bond-Rechteinhaber Barbara Broccoli und ihr Halbbruder Michael G. Wilson, die Idee eines Bond-Universums diskutieren. Wie Sneider in einer Serie von Kurznachrichten bei Twitter ausführt, habe er gehört, dass die Produzenten sehr gerne parallel zur Hauptserie „andere Ecken des Bond-Franchise erkunden“ wollen. Seinen Informationen nach soll Daniel Craig zudem mit einem fetten Zahltag für einen Abschiedsfilm zurückgeholt werden und parallel das Universum aufgebaut werden. Zudem spekuliert er noch, dass es sogar zwei James Bonds parallel geben könnte, da es schließlich nur ein Codename sei, der weitergegeben werde. Für diese Aussage hat er wohl aber keine Quellen (und in den Filmen und Büchern gibt es viel, was der Codenamen-Theorie widerspricht) - es ist wie gesagt nur eine Spekulation des Journalisten.

Film-Universen sind bekanntlich in Hollywood schwer in Mode. Vor allem das Marvel-Universum ist eine Erfolgsgeschichte, in dem die verschiedensten Superhelden in ihren eigenen Filmen Abenteuer erleben und auch immer wieder aufeinandertreffen. Ein ähnliches Universum gibt es auch bei Marvel-Konkurrent DC mit Helden wie Batman (Ben Affleck), Superman (Henry Cavill) und Wonder Woman (Gal Gadot). Aktuell hat zudem Universal ein Monster-Universum (das sogenannte „Dark Universe“) gestartet, in dem Figuren wie die Mumie, Frankensteins Monster und der Wolfman gemeinsam existieren. Auch aus einer Reihe wie „Transformers“ wird ein solches Universum, in dem neben den Hauptfilmen – wie dem aktuell in den Kinos laufendem „Transformers 5: The Last Knight“ – auch Spin-offs wie ein im Sommer 2018 in die Kinos kommender Film um Roboter Bumblebee geplant sind.

Doch wie könnte ein Bond-Universum aussehen? Da wird aus den bisherigen Filmen wissen, dass es gleich eine ganze Reihe von Doppel-Null-Agenten gibt (einige traten auch schon kurzzeitig an der Seite von 007 auf), wäre es die einfachste Lösung, auch mal zu zeigen, was 006 oder 008 so machen, um ihrerseits die Welt zu retten. Der Nachteil: Dies dürfte sich kaum von der Hauptserie um James Bond alias 007 unterscheiden. Daneben gäbe es aber zum Beispiel auch die Möglichkeit, einen eigenen Film um Tüftler Q zu stricken, in dem dieser sein „Labor“ verlassen muss, um seine Gadgets mal selbst einzusetzen. Daneben könnte man unter anderem auch James Bonds besten Freund, den CIA-Agenten Felix Leiter, in den Mittelpunkt rücken, da der Amerikaner ganz anders arbeitet als sein britischer Kollege. Solche Gerüchte gab es bereits wiederholt (wie auch um Bonds treue Helferin Miss Moneypenny). Ganz neue Figuren sind daneben aber auch denkbar.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass es solche Gerüchte rund um James Bond gibt. Nach den Auftritten von Michelle Yeoh als Wai Lin und von Halle Berry als Jinx an der Seite von Pierce Brosnan in „Der Morgen stirbt nie“ bzw. „Stirb an einem anderen Tag“ sollen zum Beispiel schon Spin-offs mit den jeweiligen Figuren angedacht gewesen sein. Bei Yeoh zerschlug es sich schnell, weswegen man die Figur erst in einem weiteren Bond-Film zurückbringen wollte. Dies klappte aus Termingründen nicht, weswegen Berry ihre „Nachfolgerin“ wurde. Bei ihr trieb man dann die Spin-off-Idee erneut voran und heuerte mit den langjährigen Bond-Autoren Neal Purvis und Robert Wade sogar zwei Schreiber an. Obwohl es nie eine offizielle Ankündigung gab, soll sogar Stephen Frears („Die Queen“, „Philomena“) bereits als Regisseur für einen Kinostart 2004 an Bord gewesen sein. Das Projekt zerschlug sich dann aber doch aus unbekannten Gründen. Hinter der Absage soll aber Bond-Studio MGM gesteckt haben, die Produzenten Broccoli und Wilson hätten das Spin-off gerne gemacht und sollen damals ziemlich verärgert gewesen sein. Vielleicht können sie sich über ein Jahrzehnt später doch noch den Traum von Spin-offs und einem Bond-Universum erfüllen…

 

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Kommentare
  • Roland G.
    Oh gott ich hoffe mal nicht. Universen können funktionieren aber bitte nicht hierbei. Bond soll bitte bei der traditionellen Ordnung bleiben.
  • Master-Mind
    Agent Null Null Nix
  • Jimmy V.
    Sehe ich genauso. Bond funktioniert so gut wie er funktioniert. Sie sollen sich gerne an Neu-Interpretationen der Figur probieren. Das ist völlig legitim. Doch Filme für die Nebenfiguren? Unnötig.
  • Jimmy V.
    Richtig. Und genauso wie bei vielen Reboots wird das den Studios auch nicht immer so viel bringen. MCU, SW - ja, das sind Goldgroben, das DCEU sicherlich auch irgendwie. Beim Rest bin ich mir da nicht so sicher.(Ich habe diese Universen jetzt mal streng definiert. Filmreihen wird es natürlich wieder und wieder geben.)
  • Silvio B.
    Wieviel Filme gibt es jetzt von Bond? 22? 23? Das ist ja wohl deutlich zu spät ein Universum daraus zu basteln. Höchstens mal ein Spin Off.Aber egal, sobald Craig wieder weg ist, interessiert mich die Reihe eh nicht mehr.
  • Heavy-User
    Na dann doch lieber ein Crossover a la Bourne vs. Bond. Das würde ich mir wahrscheinlich noch angucken.Schauen wir mal, welche Trends noch so kommen. Vielleicht werden ja bald die Fidget Spinner verfilmt mit eigenem Spinner-Universum......
  • Solecism
    Ja echt jetzt! Guten Morgen, Hr. Ent. Da haben sie wohl einen laaaaangen Schlaf gehabt ;)Fun-Fact: die Familie Broccoli war im Gemüseanbau tätig...(Quelle: IMDB unter Albert R. Broccoli)
  • Solecism
    Ja, richtig.Finde auch, das Bond kein Codename ist. Schließlich standen er und M in Skyfall am Grabe seiner Eltern... sind das dann auch Tarnidentitäten?Fehlt am Ende nur noch, dass man aus Bond auch noch eine "plumpe" TV-Serie macht.
  • GamePrince
    Mag zwar Sinn machen, aber trotzdem ist es doch langsam genug mit diesen Universen.Was kommt als nächstes? Barbie und Action-Men?
  • WhiteNightFalcon
    BITTE NICHT!!!! Damit würde das legendärste Franchise der Filmgeschichte völlig verwässert.Wer das für ne gute Idee hält, sollte zur Warnung mal den 1966er Casino Royale sehen, wo man mit gut nem Dutzend 007 konfrontiert wird.Schon bei Bourne ging das richtig schief: The Bourne Legacy.Wo ich mir sowas ob des Teamcharakters gut vorstellen kann, sind die Mission Impossible Filme. Den einzig authentisch originalen Charakter Jim Phelps hat man da ja direkt mal im ersten Film eliminiert.Ich halte es bei Bond aber nur für ein Gerücht. Michael G. Wilson hat auf die Frage, warum die Pausen zwischen den Filmen länger geworden sind mal gesagt: "Der Aufwand der Filme wird von mal zu mal größer." Wie soll man da also Platz/Zeit für andere Filme haben. Schon die Projekte, die Barbara Broccoli abseits von Bond stemmt, sind kleine britische Filme oder Theaterarbeiten.Schon aus einer Spin-Off-Idee für einen Jinx-Film mit Halle Berry wurde ja nix gemacht. Und auch eine Verfilmung der Young Bond-Romane (die ohnehin nicht überragend sind) wurde im Zuge der Young Adult Welle von Broccoli/Wilson nicht in Betracht gezogen.
  • WhiteNightFalcon
    Nicht nur da. Schon Fleming lies da keinen Zweifel dran mit dem Nachruf auf Bond im Roman "Du lebst nur zweimal".
  • WhiteNightFalcon
    Offiziell gibt es 24 Filme, inoffiziell 27 (Casino Royale von 1954 und 1966, sowie Sag niemals nie von 1983 zählen nicht zu den offiziellen Filmen). Wenn man die drei Biopics zum Leben von Ian Fleming dazu rechnet, kommt das Bond-Universum sogar auf 30 Filme.
  • WhiteNightFalcon
    Nicht nur da. Denk an Bonds Besuch an Tracys Grab am Anfang von In tödlicher Mission oder Leiters Spruch in Lizenz zum Töten: "James war vor ein paar Jahren schonmal verheiratet."
  • greek freak
    Es gibt tatsächlich eine Bond Comic Reihe,von Image,die ein Felix Leiter Spin-Off bekommen hat.
  • greek freak
    Fränscheiss,wir machen alles zum Fränscheiss,Fränscheisses für alle,yaeeeeyy!
  • WhiteNightFalcon
    Im Comicbereich gibt es, wie bei den Romanen, in der Tat diverse Ableger. The serpenths Tooth aus den 90ern oder aktuell Vargr.
  • Dennis Beck
    Dieser Trend nervt mich. Ein Shared Universe kann nicht überall funktionieren.
  • Deliah C. Darhk
    Eigene Filme über ABC .... M .... Q.., 000 - 009 etc. sind ja eher Spin ofs als ein CU.Da könnte ich mir eher den Blick auf ganz andere Themen im selben Universum vorstellen, die mit Bond iegendwie verbunden sind.Z. B. könnte eine Reihe über politische Verstrickungen gemacht werden, die sich dann auf Bonds Aufträge auswirken, oder eine über einen Wirtschaftskonzern, dessen Macht sich mit besagter Politik kreuzt und gegen den Bond irgendwann vorgehen oder sich mit ihm verbünden muss, oder eine Reihe über einen komplett anderen Geheimdienst (z. B. Israel, Iran, Nerd-Korea) mit ganz anderen Blickwinkeln, auch auf die Arbeit Bonds, oder über eine Sekte, die mit allen anderen Reihen kollidiert, weil sie weltweite Macht anstrebt.Da gäbe es schon Potential. Allerdings auch das Risiko, Bond als DEN Geheimagenten zu entwerten und ihm sein Charisma zu nehmen.
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