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"Wonder Woman 2": So könnte Chris Pine als Steve Trevor zurückkehren
Von Julius Vietzen, Björn Becher, Tobias Mayer — 14.06.2018 um 15:13
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Kaum haben die Dreharbeiten zu „Wonder Woman 2“ a. k. a. „Wonder Woman 1984“ begonnen, gibt es schon eine faustdicke Überraschung: Chris Pine ist als Steve Trevor wieder mit dabei. Wir haben einige Möglichkeiten zusammengetragen, wie das sein kann.

2017 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. AND RATPAC ENTERTAINMENT, LLC / Clay Enos/ TM & (c) DC Comics

Achtung, der folgende Text enthält Spoiler zu „Wonder Woman“!

„Welcome to ‚Wonder Woman 1984‘, Steve Trevor!“ Mit diesen Worten bestätigte Regisseurin Patty Jenkins am gestrigen 13. Juni 2018 die schon lange kursierenden Gerüchte, nach denen Chris Pine in „Wonder Woman 2“ (der jetzt offiziell „Wonder Woman 1984“ heißt) erneut als Dianas große Liebe Steve Trevor dabei sein würde. Doch wie kann das nach seinem augenscheinlichen Tod in „Wonder Woman“ überhaupt sein? Hat er die Explosion des Flugzeugs irgendwie überlebt? Ist er durch die Zeit gereist? Oder ist das am Ende überhaupt nicht der echte Steve Trevor? Wir haben einige Möglichkeiten zusammengetragen.

2018 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. / Clay Enos/ ™ & © DC Comics
Spielt Chris Pine tatsächlich den echten, ursprünglichen Steve Trevor?

Steve hat überlebt

Das spricht dafür: Im dramatischen Finale von „Wonder Woman“ sieht es sehr danach aus, dass Steve Trevor mit seinem Flugzeug explodiert. Die Szene ist zwar als Todesmoment inszeniert und weder Diana (Gal Gadot) noch die Zuschauer haben einen Grund, von Steves Überleben auszugehen – andererseits sehen wir den Piloten, der sich opfert, nicht verbrennen. Vielleicht übersteht er die Feuerwolke, weil er am Anfang des Films im magischen Wasser der Amazonen gebadet hat. Aus demselben Grund könnte Steve in den Achtzigern noch immer so jung aussehen wie früher. Oder aber er überlebt und sein Körper wird – wie der seines Namensvetters Steve Rogers alias Captain America im MCU – irgendwie im Eis konserviert und in den 80er Jahren geborgen.

Das spricht dagegen: Diese Variante würde das Ende von „Wonder Woman“ entwerten. Was ein trauriger Abschied ist, an dem Diana ihr ganzes Leben lang knabbert, wäre dann nur eine Täuschung, für die Heldin genauso wie für uns Zuschauer.

Eine Traumsequenz

Das spricht dafür: Dass Diana von ihrem Steve Trevor träumt oder dieser sie als eine Art Vision oder Tagtraum im Laufe des Films begleitet, scheint auf den ersten Blick vielleicht sogar die naheliegendste Möglichkeit und wäre auch im Superheldengenre nicht neu: In der zweiten Staffel von „Jessica Jones“ etwa leidet die Protagonistin immer noch unter Visionen von Kilgrave (David Tennant), nachdem sie diesen am Ende der ersten Staffel getötet hat. Ähnlich könnte auch eine traumatisierte Diana immer noch von Visionen ihres verstorbenen Geliebten heimgesucht werden.

Das spricht dagegen: Schaut man sich das Bild jedoch genauer an, entdeckt man, dass einiges gegen einen Traum-Trevor spricht: Sollte es sich dabei tatsächlich um eine Vision handeln, dann würde er wohl kaum 80er-Jahre-Klamotten tragen. Und warum schaut er auf dem Bild so offensichtlich verwirrt? Das passt nicht zu einer Traumgestalt. Auch könnte diese Art von Rolle für einen bekannten Darsteller wie Chris Pine womöglich etwas zu klein sein.

Chris Pine spielt Steves (Ur-)Enkel

Das spricht dafür: In Filmen, Serien sowie fiktiven Werken im Allgemeinen sehen die Nachfahren oder Vorfahren einer Figur oftmals fast genauso aus wie die Figur selbst – und werden vom selben Darsteller gespielt, etwa bei „Zurück in die Zukunft“. Wenn Chris Pine also nicht den ursprünglichen Steve Trevor spielt, sondern dessen Enkel oder Urenkel, dann würde das zumindest Steves Tod im ersten Teil nicht entwerten.

Das spricht dagegen: Tatsächlich sieht Chris Pine auf dem Bild aber wirklich haargenau so aus wie der ursprüngliche Steve Trevor – bis hin zur Frisur. Und er wird von Patty Jenkins nun mal als „Steve Trevor“ identifiziert und nicht als „Steve Trevor Jr.“ oder dergleichen. Das wäre dann wohl doch etwas zu viel des Zufalls. Und noch viel wichtiger: Es gibt in „Wonder Woman“ keinerlei Anzeichen dafür, dass Steve Trevor Kinder haben könnte. Es sei denn natürlich, er hätte während der gemeinsamen Mission mit Diana ein Kind gezeugt…

Ein Eingreifen der Götter

Das spricht dafür: Der „Wonder Woman“-Kinofilm spielt wie die Comics in einer Welt, in der Götter existieren (zusammen mit Menschen, Superhelden und Aliens). Diana selbst wurde, so lernen wir es im Film, von Zeus höchstpersönlich gezeugt. Warum greift also nicht irgendein Gott ein, um Steve Trevor zurückzuholen? Im Comic Wonder Woman #322, der passenderweise 1984 erschien, sorgt die Göttin der Liebe, Aphrodite, für ein Wiedersehen von Diana und Steve…

Das spricht dagegen: In den Achtzigern gibt es keine Götter mehr im DC-Kinouniversum, sie sind alle tot, das erfahren wir in der von Dianas Mutter Hippolyta (Donnie Nielsen) und ihrer Tante Antiope (Robin Wright) erzählten Geschichte. Es ist außerdem sehr unwahrscheinlich, dass Patty Jenkins den Trevor-Plot aus der Comicgeschichte von 1984 eins zu eins als Vorlage nimmt, denn der ist verdammt kompliziert: Dort war ein Steve Trevor aus einer anderen Dimension auf der Amazoneninsel gelandet, dessen Gedächtnis dann von Aphrodite gelöscht und mit den Erinnerungen des originalen Steves ersetzt wird. Diese Erinnerungen wurden nämlich praktischerweise in Aphrodites Sohn Eros gespeichert…

Eine Zeitreise

Das spricht dafür: Zeitreisen gibt es in den DC-Comics und sie wurden auch schon in „Batman V Superman“ kurz eingeführt. So könnte am Ende von „Wonder Woman“ Steve Trevor nicht gestorben sein, vielmehr könnte ihn die Explosion seines Flugzeugs irgendwie in eine andere Zeit katapultiert haben. Als er überraschend in den 1980er Jahren auftaucht, bringt das Wonder Woman dazu, ihre geschützte Insel zu verlassen, auf die sie sich nach den Ereignissen des ersten Teils zurückgezogen hat (so wäre dann auch ihre lange Abwesenheit erklärt). Alternativ könnte es wie schon im ersten Teil auch wieder eine Rahmenstory in der Gegenwart geben, in der vielleicht Superheld The Flash (Ezra Miller) ihr hilft, ihren Freund zu retten. Er könnte zumindest durch die Zeit reisen.

Das spricht dagegen: Bei der letztgenannten Variante ist aber natürlich die große Frage, warum Diana und Steve nach vollbrachter Rettung dann in den 1980er Jahren und nicht in der Gegenwart landen. Allgemein ist das größte Problem bei einem Zeitreiseplot, dass es für einige Fans den Heldentod der Figur im ersten Teil entwerten könnte.

Steve ist ein (böser) Doppelgänger

Das spricht dafür: In den Comics gab es in den 80er Jahren einen Handlungsstrang, in dem der schurkische Doctor Psycho einen bösen Doppelgänger von Steve Trevor erschafft, der dann als Captain Wonder gegen Diana kämpft. Davon könnten sich Patty Jenkins & Co. inspirieren lassen: Vielleicht spielt Pedro Pascal einen Bösewicht (wenn auch nicht unbedingt den kleinwüchsigen Doctor Psycho), dem es gelingt Steve zu klonen oder wiederzubeleben und ihm eine Gehirnwäsche zu verpassen. Denn wenn es Diana mit einer bösen Version ihres toten Geliebten zu tun bekommt, könnte das auch für die nötige Portion Dramatik sorgen.

Das spricht dagegen: Allerdings müssen die Macher dabei sehr aufpassen, dass sie nicht in zu comichafte Gefilde abgleiten. Mysteriöse Wiederbelebungen und böse Doppelgänger können schnell klischeehaft wirken, zudem droht auch bei dieser Variante wieder die Gefahr, Steves Opfer in „Wonder Woman“ im Nachhinein zu entwerten.

Das Multiverse

Das spricht dafür: In den Comics ist die Existenz verschiedener Parallelwelten etabliert und auch ein Blick auf die aktuellen DC-TV-Serien des sogenannten „Arrowverse“ zeigt, wie man Steve Trevor zurückholen könnte: In der „The Flash“-Serie ist es so fast schon ein Running Gag, dass jedes Mal, wenn Dr. Harrison Wells nicht mehr zur Verfügung steht, einfach eine Version des brillanten Wissenschaftlers von einer anderen Erde Teil des Superhelden-Teams wird. So wie dort Tom Cavanagh Teil der Besetzung bleibt, könnte man auch im Kino-Universum Chris Pine auf diese Weise behalten – und müsste über diesen Weg nicht auf Zeitreisen oder Klone zurückgreifen.

Das spricht dagegen: Auch wenn das Multiverse Teil der Comics ist, kommt es in den DCEU-Filmen bislang gar nicht vor. Und während es zur Welt von „The Flash“ perfekt passt, ist dies bei „Wonder Woman“ nicht der Fall. Zudem erscheint uns „Wonder Woman 1984“ als eher ungeeignet, um ein so komplexes Konzept in die Welt der Kinofilme einzuführen – ganz abgesehen von der großen Gefahr, die damit einhergeht: Eröffnet man einmal diese Möglichkeit, werden Figurentode dadurch schnell entwertet, weil man ja immer wieder auf einer anderen Erde noch eine Version hat. In der vor gehörig Pulp und Schmalz nicht zurückschreckenden Serienwelt kann man das vielleicht noch charmant überspielen, für das Kino-Universum wäre es ein deutlich größeres Problem.

2018 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. / Clay Enos/ ™ & © DC Comics
Diana alias Wonder Woman (Gal Gadot) in "Wonder Woman 2"

Was meint ihr dazu? Welche der oben beschriebenen Möglichkeiten erscheint euch am wahrscheinlichsten? Oder haben wir die logischste Erklärung für Steve Trevors Rückkehr vielleicht sogar gar nicht aufgeführt?

Die endgültige Antwort erfahren wir sehr wahrscheinlich erst, wenn “Wonder Woman 2” in den Kinos startet. Ein deutscher Starttermin steht noch nicht fest, vermutlich wird er aber im Umfeld des US-Kinostarts am 1. November 2019 liegen.

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