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    "Phantastische Tierwesen 2": J.K. Rowling reagiert auf Shitstorm wegen Rückkehr von "Harry Potter"-Bösewichtin
    Von Melanie Schöppe — 28.09.2018 um 18:00
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    Der finale Trailer zu „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ bestätigte die Rückkehr einer bekannten „Harry Potter“-Bösewichtin: Nagini. J.K. Rowling erklärte nun den Hintergrund der Figur und wehrte sich gegen Rassismus-Vorwürfe.

    2018 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC.

    Die von Autorin J.K. Rowling geschaffene Figur Nagini kennen „Harry Potter“-Fans vor allem als die treue Gefährtin von Voldemort (Ralph Fiennes), als die Schlange, die Professor Snape (Alan Rickman) tötet und den lebendigen Horcrux, der einen Teil von Voldemorts Seele in sich trägt. Doch was schon viele Fans vermuteten, bestätigt nun der finale Trailer zum „Harry Potter“-Spin-off „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“: Nagini war nicht immer eine Schlange.

    Nagini – Der Maledictus

    Doch wie funktioniert das? Auch hierauf hat die „Harry Potter“-Erfinderin Rowling wie immer eine Antwort parat: Wie sie auf Twitter erklärt, ist Nagini ein sogenannter Maledictus, was übersetzt „verflucht“ bedeutet. Im Gegensatz zu Werwölfen wie zum Beispiel Professor Lupin (David Thewlis) handelt es sich bei Maledicti (Plural im Original: Maledictuses) immer um Frauen, deren Blut seit der Geburt, wie der Name verrät, verflucht ist. Anders als ein Animagus, wie Sirius Black (Gary Oldman), kann ein Maledictus auch nicht komplett über seine Verwandlung entscheiden. Zwar verwandelt sich Nagini im neuen Trailer zu „Phantastische Tierwesen 2“ offenbar freiwillig in die bekannte Schlangenform, nachdem Credence (Ezra Miller) ihren Namen nennt, doch auf Twitter stellt Rowling fest, dass Maledicti die langsame, dauerhafte Verwandlung in ihre tierische Form nicht beeinflussen können. Nichtsdestotrotz heißt das nicht, dass ein Maledictus zwangsläufig bösartig wird:

    Warner Bros. bietet mit seiner offiziellen Charakterbeschreibung des Maledictus zudem weitere Einblicke in Naginis Leben vor Voldemort: „Zum ersten Mal sieht man sie als die Starattraktion des Zirkus Arcanus, einem globalen Zaubererzirkus, wo ihre Kräfte vom grausamen Ringmaster Skender ausgenutzt werden. Aber der Maledictus hat in einem der Hilfsarbeiter, Credence, einen Freund gefunden. Nachdem beide aus dem Zirkus fliehen, begleitet und unterstützt der Maledictus Credence bei dessen Suche nach seiner Identität.“

    Die Frage, wie Nagini schlussendlich aber in den Fängen des dunklen Lords landet, oder ob sie sich gar bewusst dazu entscheidet, lässt sich damit leider immer noch nicht beantworten. Aber da die „Phantastische Tierwesen“-Filme auf fünf Teile ausgelegt sind, liegt der Verdacht nahe, dass wir in den noch kommenden Fortsetzungen mehr von der Schlangenfrau zu sehen bekommen.

    Vielseitigkeit in den Harry Potter-Filmen

    Die südkoreanische Darstellerin der Nagini verspricht im Interview mit den Kollegen von Entertainment Weekly derweil,dass es „so interessant wird, eine andere Seite von Nagini zu sehen. Ihr kennt sie nur als Horcrux. Aber in diesem Film ist sie eine wunderbare und verletzliche Frau, die leben will. Sie will ein Mensch bleiben und ich denke, das ist ein wunderbarer Kontrast zu ihrer bekannten Figur.“

    Doch genau hier sehen viele Fans ein Problem: Nagini, eine Frau, die verflucht wurde, eine Schlange zu sein, wird von einer südkoreanischen Schauspielerin verkörpert. Schon des Öfteren wurde der Vorwurf laut, Rowling und Warner Bros. würden nur halbherzig versuchen, den „Harry Potter“-Cast vielseitig zu gestalten. Darsteller, die einer ethnischen Minderheit angehören, würden neu besetzt oder fragwürdig dargestellt, so etwa Lavender Brown, die zunächst von einer dunkelhäutigen Schauspielerin verkörpert wurde, in „Harry Potter und der Feuerkelch“ allerdings plötzlich von der weißen Jessie Cave gespielt wird und das offenbar nur, weil sie als Rons (Rupert Grint) Freundin stärker in den Fokus rückte. In eine andere Richtung ging die Aufregung bei der Besetzung von Hermine im Theaterstück „Harry Potter und das verwunschene Kind“ mit einer dunkelhäutigen Theaterschauspielerin. Dabei wird Hermines Hautfarbe in den Büchern nicht einmal thematisiert.

    Die Probleme sehen viele Fans allerdings nicht in der Nationalität von Kim an sich, sondern in ihrer Verbindung zur verfluchten Nagini. In den „Harry Potter“-Büchern ist Nagini nicht mehr als Voldemorts Handlanger, ein Diener oder gar Haustier, das lediglich die Anordnungen seines Herrschers umsetzt und demnach keine eigenständige Identität besitzt. Zudem fordert Voldemort seinen treuen Jünger Peter „Wurmschwanz“ Pettigrew (Timothy Spall) in den Büchern sogar dazu auf, Nagini zu melken. Im Internet stören sich viele Fans daran, dass nun eine Person of Color, also eine nicht-weiße Person gerade eine Rolle einnimmt, die sich den weißen Figuren unterordnet und als ein Biest präsentiert wird, das seine grausamen Ausbrüche nicht unter Kontrolle hat.

    J.K. Rowling schlägt zurück

    Doch Rowling, die insbesondere auf Twitter sehr aktiv ist, meldet sich auch inmitten der Kontroverse um Claudia Kim als Nagini zu Wort. Gegen die Vorwürfe, sie würde es sich einfach machen und wolle nur im Nachhinein Beliebtheitspunkte sichern, indem sie auf einmal Personen verschiedener Ethnien einbaue, kontert J.K. Rowling mit einer einfachen objektiven Erklärung: „Die Naga sind schlangenartige mystische Kreaturen der indonesischen Mythologie, daher der Name ‘Nagini‘. Sie werden teilweise mit Flügeln oder als Halb-Mensch, Halb-Schlange dargestellt. Indonesien besteht aus einigen hundert ethnischen Gruppen, darunter auch Javaner, Chinesen und Betawi“. Und beendet die Diskussion um die Kontroverse mit einem freundlichen „Habt einen schönen Tag“ und dem obligatorischen Schlangenemoji.

    J.K. Rowling hat sich nach eigener Aussage also ganz bewusst für eine südkoreanische Schauspielerin als die perfekte Darstellerin der aus der indonesischen Mythology stammenden Nagini entschieden und hatte für die menschliche Form der Figur womöglich sogar schon immer eine nicht-weiße Darstellerin im Kopf. Wie sich Claudia Kim als Maledictus schlagen wird und welchen phantastischen Tierwesen sie auf ihrer Reise mit dem Obscurus Credence noch begegnen wird, erfahren wir bereits in zwei Monaten. „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ startet am 15. November 2018 in den deutschen Kinos.

     

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    Kommentare
    • Elias Erasmi
      Nun man könnte Naginis Loyalität zu Voldemort dahin gehend begründen, dass er der Erbe Slytherins ist. Muss ich noch mehr ins Detail gehen?
    • Christoph T
      Hmmm , wenn nagini aber eine richtige Figur ist und nicht nur ein Instrument und horkrux von Voldemort , denn hat das hinsichtlich des elderstabes ja nicht viel gebracht .....
    • André McFly
      Allerdings wurde die Tochter von Hermine als rothaarig beschrieben, welche im Theaterstück, wie ihre Mutter, schwarz ist. Und JK Rowling hat Herime selbst als weiß gezeichnet, als sie Bilder ihrer Figuren gemalt hat. Klar kann man sagen Ich hab das nie explizit behauptet aber das ist ja genau das was ich meine - es gibt diverse Indizien dafür, die zumindest dafür sprechen, dass Rowling selbst Hermine immer als weiß angesehen hat (wie 100% der Leser auch) - aber im Nachhein wird halt so getan, als stimmt das gar nicht. Und das ist es ja, was mich stört.Dass Hermine im Theaterstück dann schwarz war, ist mir kackegal gewesen. Es ist ein Theaterstück. Da spielen Hautfarbe und Geschlecht keine Rolle. Mir gehts nur um die Verlogenheit um dies zu rechtfertigen.
    • Cholerische Languste
      Das mit Dumbledore war meines Wissens schon mindestens um 2008 bekannt. Da war diese irre SJW Schiene - meiner Wahrnehmung nach - noch nicht da. Aber greekfreak hat schon Recht. Die Frau gibt ziemlich viel merkwürdiges Zeug von sich. Ob sie sich damit profilieren will? Keine Ahnung. Einfluss hat das Geschwurbel leider.
    • Cholerische Languste
      Was diese Menschen für schwere seelische Probleme haben müssen. Oder sie haben tatsächlich gar keine Probleme und erfinden deshalb welche. An Absurdität ist das doch alles nicht mehr zu toppen.
    • Cholerische Languste
      Also mir war das nicht klar^^Aber schön, dass du noch bzw. wieder in deiner alten Form bei uns bist! :D
    • Rockatansky
      He he, Pirates lief auch schon auf so manchen JGA's auf denen ich war. Muss tatsächlich schon Tradition sein. Der Film ist auch glaub ich der am aufwändigsten produzierte Film seiner Art. Klar, auch die Branche hat sich entwickelt und vor allem gibt es heute auch sehr viel mehr Streifen, die auf Frauen zugeschnitten sind. Gibt aber dennoch genügend Filmchen wo Frauen bessere Gummipuppen sind.
    • Deliah C. Darhk
      Der P*rno an sich hat sich ja auch entwickelt. Ist doch nicht mehr zwingend so, dass die Frau auf ein Objekt reduziert wird. Gerade bei Amateurfilmchen dürfte das viel reifer sein, weil die Frau da im Grunde ja nur ihr wirkliches Sexualverlangen auslebt.Auf meinem Jungesellinnenabschied haben wir 'Pirates' laufen lassen. Der war als Film sogar relativ gut und die Frauen waren Charaktere wie die Männer auch.
    • Rockatansky
      Dabei sind P*rnos doch prädestiniert für Shitstorms allerhand Organisationen. Wo sonst werden Frauen zu billigen Objetekten und Spielzeuge aus Fleisch degradiert. Aber gut, wenn man sich über bestimmte Aspekte echauffiert, müsste man ja zugeben es geguckt zu haben...
    • Deliah C. Darhk
      XDOkay, so gut kenne ich mich da jetzt nicht aus. Ich dachte, das wäre eine Plattform für private Amateurp*rnos.Aber um einen Auto-Aufkleber zu zitieren: Nicht die Länge, das Hin und Her macht die Meter.;)- gesehen 1998 in Wattenscheid am Heck eines Mantas.
    • Fain5
      Ich dachte das hätte ich mittlerweile mehr als deutlich gemacht^^
    • Gravur51
      Ach bist du Der Neue?
    • Fain5
      Lustig jetzt kann ich diesen Account wieder nutzen... Der Neue wurde auf einmal wegen Spam gesperrt. Und das obwohl einen Tag zuvor FS mir selbst noch auf einen Kommentar geantwortet hat. Ich habe keine Meldung bekommen noch durfte ich mich dazu äußern. Die haben mich einfach gesperrt und das obwohl mehr als ersichtlich war, dass Der Neue kein Spam ist.
    • DerPjoern
      Es gibt keine Kennzeichnungspflicht für schwule Figuren. Im Verhalten der Figur Dumbledore war eine homosexuelle Neigung ohnehin wahrscheinlicher, als eine heterosexuelle. Wärst du genauso empört gewesen, wenn J.K. Rowling Dumbledore im Nachhinein als hetero geoutet hätte? Im Übrigen ist es sehr wahrscheinlich, dass Dumbledores sexuelle Orientierung in der Phantastischen Tierwesen-Reihe durchaus noch eine wichtige Rolle spielt, wenn es um das Verhältnis zwischen ihm und Grindelwald geht, dass im weiteren Verlauf ohne Einbezug gleichgeschlechtlicher Gefühle kaum zu erklären ist.
    • WhiteNightFalcon
      Spinnst du??? 😨 😂Da würde Filmstarts Platzprobleme wegen der Überschrift kriegen... 😉😂
    • WhiteNightFalcon
      Bei Fleming kann man zu 100% davon ausgehen, er meinte einen weißen Ami. In der Welt von 1952 bis 1965, in der die Romane erschienen, bzw in der Welt, in der er seit 1908 aufwuchs gabs halt die Glorie des guten britischen Empire noch und böse Deutsche, Russen, Asiaten. Die Angst vor der gelben Gefahr wird ja im Film Botschafter der Angst zb schön thematisiert. Und entsprechend dieses Weltbildes waren Flemings Böse, wie eben der Halbasiate Dr. No, der Russe Grant, der Deutsche Hugo von Drache, der schwarze Mr. Big einfach nur böse.Besonders Mondblitz/Moonraker ist da recht schnörkellos. Deutscher Soldat -Hugo von Drache - im 2. Weltkrieg von Briten verletzt/entstellt, nimmt in nem britischen Lazarett den Namen eines Briten - Hugo Drax - an und will sich für seine Entstellung mit der Vernichtung Londons rächen.Man muss die Romane echt im englischen Original lesen, um zu erkennen, dass Flemings Weltbild in diese Richtung rassistische Untertöne hatte. Da passte ein schwarzer Felix Leiter nicht rein. Also auch wenn er ihn nie beschrieben hat, ist eigentlich klar, er meinte einen Weißen.
    • Gravur51
      Wovon sprichst du?
    • Fain5
      Wow Filmstarts löscht jetzt sogar schon Profile weil man Kritik übt und dann bekommt man von eurem Support nicht mal eine Rückmeldung. Sehr arm!
    • Sebastian
      Mittlerweile sollte doch jedem klar sein, dass hinter shitstorms oft nur extreme stecken. Dort schreiben teilweise sehr wenige total verblendete Leute, dann gibt es noch Trolle, denen es einfach spaß macht andere zu ärgen obwohl sie zu dem thema gar keine Meinung haben und dann gibts be7 politischen themen ect. noch Leute, die eigentlich eine gegenteilige Meinung haben aber genau für die Gegenseite dann so überzogenen Meinungen posten um diese zu diskreditieren und allgorithmen und spambots gibts natürlich auch noch.Insofern ist es umso wichtiger echte inhaltliche Kritik von Unfug zu trennen und auf gewisse Sachen auch gar nicht zu reagieren.Das galt im Internet aber eigentlich schon immer, in Foren wurde schon immer getrollt und versucht Diskussionen von Inhalt und Fakten auf die provokante und emotionale ebene zu heben und eine echte Diskussion unmöglich zu machen.Und schon immer galt, wer auf die Trolle reagiert hat selbst Schuld.Es wäre daher auch schöner über sowas würde gar nicht mehr berrichtet. Aber Presse und Newsportale leben ja davon, dann selber damit clicks zu generieren.
    • Florian
      Jetzt wo dus sagst ;)
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