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Vor "Avengers 3" oder nach "Avengers 4": Wann spielt "Spider-Man: Far From Home"?
Von Björn Becher — 16.01.2019 um 13:00
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Wann spielt eigentlich „Spider-Man: Far From Home“? Die Frage umtreibt viele Fans. Nun gibt es den ersten Trailer und wir können weiter spekulieren, ob die Geschichte vor „Avengers: Infinity War“ oder nach „Avengers: Endgame“ spielt.

Marvel Studios 2018

Auf den ersten Blick gibt es drei Möglichkeiten, wann „Spider-Man: Far From Home“ spielen könnte. Irgendwann vor den Ereignissen in „Avengers: Infinity War“, irgendwann nach „Avengers: Endgame“ oder zwischen dem Doppel aus „Avengers 3 + 4“. Die letzte Möglichkeit ist aber weitestgehend auszuschließen (auch wenn es ein paar Fans gibt, die glauben, dass die weggeschnipsten Helden nun für immer in einer anderen Welt leben, nichts von Thanos und seiner Aktion wissen und dort zukünftig Abenteuer erleben).

Wir wollen euch daher nachfolgend einen kleinen Überblick für die beiden Argumente liefern und dann auch noch verraten, warum wir glauben, dass „Spider-Man: Far From Home“ vor (!) „Avengers: Infinity War“ spielt und vielleicht trotzdem nach „Endgame“. Denn es gibt noch eine vierte Möglichkeit…

Nach "Endgame"…

Es gibt zwei Argumente, die immer wieder ins Feld geführt werden, wenn es darum geht, dass „Spider-Man: Far From Home“ erst nach den Ereignissen in „Avengers 4“ spielt: Er kommt am 4. Juli 2019 ins Kino und damit nach „Avengers: Endgame“ (Kinostart: 25. April 2019) und vor allem gibt es auch eine offizielle Bestätigung, die immer wieder von angeblichen Insidern als eindeutiger Beweis ins Feld geführt wird:

Dass die Veröffentlichungsreihenfolge keine Rolle spielt, dürfte jedem klar sein (sonst verweisen wir nur auf „Ant-Man And The Wasp“ und „Avengers: Infinity War“). Aber auch die offizielle Bestätigung kann größtenteils entkräftet werden. Diese basiert nämlich auf einer Aussage von Produzentin Amy Pascal, dass der zweite Tom-Holland-Solo-Spidey direkt an die Ereignisse (sogar nur Minuten danach) von „Avengers 4“ anknüpfen wird. Getätigt wurde diese Aussage im Rahmen der Pressetour zu „Spider-Man: Homecoming“ und damit zu einem Zeitpunkt, zu dem Amy Pascal womöglich nicht bestens informiert war. Sie ist schließlich nur an den Spidey-Filmen beteiligt, nicht Teil von Marvel und auch nicht an den übrigen MCU-Abenteuern.

Wir können davon ausgehen, dass sie nicht wusste, was am Ende von „Avengers: Infinity War“ passiert. Man hat sie da womöglich ein wenig im Dunkeln gelassen, so dass sie glaubte, es ginge so wie vorher weiter. Und vor allem: Zu diesem Zeitpunkt war das Drehbuch zu „Far From Home“ noch gar nicht in Arbeit. Entsprechende Pläne könnten sich also auch geändert haben. Unserer Meinung nach taugt Amy Pascals Aussage daher nicht als Beweis.

So bleiben nur noch Worte von Kevin Feige. Auch der Marvel-Oberboss deutete an, dass „Far From Home“ nach „Avengers 3 + 4“ spielte, als er kurz vor dem Kinostart von „Infinity War“ in einem Interview mit IGN bemerkte, dass es natürlich spannend sei, zu sehen, wie Peter Parker nach den Ereignissen in diesen Film zurück zu einem normalen Leben gehe. Doch Feige sagt nie exakt, dass „Far From Home“ wirklich nach „Endgame“ spielt. Er macht vielmehr nebulöse Andeutungen, die sich auf den ersten Blick so anhören. Doch wir wissen genau, wie gerne Feige solche Nebelkerzen zündet und sich am Ende damit herausreden kann, dass er das nie explizit gesagt habe und seine Worte auch ganz anders zu interpretieren sind.

…oder vor "Infinity War"?

Wir haben schon ausgeführt, dass wir keine Anhänger der Theorie sind, dass die Busfahrt in „Avengers: Infinity War“ die Rückkehr von jener Europareise aus „Far From Home“ ist. Das glauben wir auch weiterhin nicht (schließlich wird angedeutet, dass sie gerade das MoMa besucht haben und nicht durch halb Europa gereist sind). Trotzdem sind wir überzeugt, dass die Personen, die wir im neuen Trailer sehen, keinen „Infinity War“ überstehen mussten und auch nicht von den Toten zurückkehrten.

Zum einen wird der „Infinity War“ in den veröffentlichten Szenen komplett ignoriert, vor allem bilden aber Nick Fury (Samuel L. Jackson) und Maria Hill (Cobie Smulders) ein dynamisches Duo – so wie es am Ende von „Avengers: Infinity War“ der Fall zu sein scheint. Scheinbar operiert Fury in „Far From Home“ wie in „Infinity War“ mit seiner eigenen Organisation aus dem Untergrund und ganz offensichtlich haben er und Spider-Man sich noch nie getroffen. Und hat dieser nicht unter anderem seinen Anzug aus „Homecoming“ an?

Vor allem spricht aber die Figurenentwicklung dafür, dass „Far From Home“ unserer Meinung nicht von der reinen Kalenderzeit nach den Ereignissen in „Infinity War“ und „Endgame“ spielen kann. Zwischen den Ereignissen in „Homecoming“ und dem Beginn von „Infinity War“ ist deutlich mehr als ein Jahr verstrichen. Im Mittelpunkt der „Spider-Man“-Filme steht auch die Beziehung von Peter zu seinen Mitschülern – allen voran MJ (Zendaya). Hier macht es erzählerisch keinen Sinn, einfach mal 16 Monate oder so voranzuspringen und komplett auszulassen, wie sich die zwischen Freundschaft und Liebe hängende Beziehung zwischen zwei Teenagern entwickelt. Da ist nämlich schon ein Jahr eine ganze Ewigkeit, weswegen die „Harry Potter“-Bücher bzw. Filme auch immer ein Schuljahr abbilden, die Zeitsprünge nur die paar Wochen Sommerferien sind. Und wenn wir bei Aussagen der Macher als Argument sind: Genau mit dieser Reihe haben die Macher ihre „Spider-Man“-Solofilme verglichen.

Oder sind Zeitreisen der Schlüssel?

Es gibt aber noch eine ganz andere Möglichkeit, die einen Reiz hat, und unserer Meinung nach zutreffen könnte. Erst kürzlich haben wir in einem Artikel über Thor dargelegt, wie Zeitreisen ein Schlüssel zum Sieg über Thanos sein könnten. Wir wollen das ganze hier nicht noch einmal komplett aufdröseln, aber die Kurzfassung ist: Die verbliebenen Avengers müssen irgendwann Thanos entgegentreten. Sie kennen nur wenige Aufenthaltsorte von Thanos in der Historie. Sie wissen aber, wo dieser während der Schlacht von New York (in „Marvel’s The Avengers“) war und es ist auch noch der einzige ihnen (und auch uns bekannte) Zeitpunkt, zu dem er keinen einzigen (!) Infinity-Stein besitzt, also die Chancen am besten stehen, ihn zu besiegen.

Daher könnten die Avengers in der Zeit zurückreisen und Thanos während der Schlacht von New York entgegentreten. Wenn sie ihn dort besiegen, kommt es nie zum Fingerschnipser. Der Teil der Ereignisse in „Infinity War“, die nur wegen Thanos passieren, erfolgen nicht. Spider-Man erlebt den „Infinity War“ nie. Er schritt ja nur ein, als Thanos‘ Schergen auf die Erde kamen. Da die finale Szene von „Endgame“ dank Zeitreisen jederzeit spielen könnte, könnte auf diese Weise sogar noch Amy Pascals Aussage stimmen: „Far From Home“ könnte direkt daran anschließen (und trotzdem vor „Infinity War“ spielen). Und Kevin Feiges Worte wären erst recht komplett zutreffend: Wir sehen, wie es für Peter ist, zurück in einem normalen Leben zu sein – er würde sich aber nicht mal an das besonders außergewöhnliche Dasein dazwischen erinnern.

Was wirklich der Fall ist, erfahren wir spätestens im Kino: „Avengers: Endgame“ startet wie gesagt am 25. April 2019, „Spider-Man: Far From Home“ am 4. Juli 2019. Bis dahin empfehlen wir euch auch noch unseren Artikel über die drei Monster im Trailer zu „Spider-Man: Far From Home“, für die Marvel scheinbar drei klassische Spider-Man-Gegner aus den Comics neu interpretiert hat.

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