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Nach "Star Trek Beyond": Warum es für "Star Trek 4" gerade mies aussieht
Von Tobias Mayer — 17.02.2019 um 14:50
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Am Ende von „Star Trek Beyond“, der heute um 20:15 Uhr auf ProSieben läuft, wird Kirks Crew eine neue Enterprise gebaut. Geht‘s also bald mit voller Energie und frischer Technik in ein neues Kino-Abenteuer? Es sieht nicht danach aus.

Paramount Pictures

Mit hohem Tempo, viel Schmiss und einer jungen, charismatischen neuen Crew um Chris Pine als Kirk und Zachary Quinto als Spock drehte J.J. Abrams 2009 alles auf Anfang: Sein „Star Trek“ kam nicht bei allen Fans gut an, dazu war zu viel Action und zu wenig Philosophie drin, lockte aber endlich wieder ein größeres Publikum in die Kinos. Für „Star Trek Into Darkness“ bekam Abrams dann zwar deutlich mehr auf den Deckel (vor allem, was die Logik der Story von Roberto Orci, Alex Kurtzman und Damon Lindelof anging), mit weltweit 467 Millionen Dollar Einnahmen aber wurde die Fortsetzung so erfolgreich wie kein anderer Film der neuen Reihe.

Danach ging es bergab – zwar nicht qualitativ, weil „Fast & Furious“-Veteran Justin Lin in seinem „Star Trek Beyond“ ganz wunderbar Action-Bombast mit einer launigen Planetenerkundung verbindet, die ein bisschen an William Shatners Einsätze aus den Sechzigern erinnert, aber es gingen einfach zu wenige Zuschauer rein. 343 Millionen Dollar weltweites Einspiel reichen bei einem Produktionsbudget von 185 Millionen Dollar einfach nicht, damit Studio Paramount sofort eine Fortsetzung auf den Weg schickt (zu den Produktionskosten kommt ja auch noch das Werbebudget, weswegen „Star Trek 3“ sehr wahrscheinlich ein Verlustgeschäft war).

"Star Trek 4": Es hätte so toll werden können

In Arbeit war „Star Trek 4“ trotzdem. S.J. Clarkson („Jessica Jones“, „Dexter“) sollte das neue Enterprise-Abenteuer inszenieren, als erste Frau in der Reihe. Und auch, was über die Geschichte zu lesen war, klang interessant: Der junge Kirk (Chris Pine) sollte dort seinen Vater (Chris Hemsworth) treffen – George Kirk hatte sich zwar in der meisterhaften Einstiegssequenz von „Star Trek“ geopfert, während um ihn herum das Schiff zerschossen wurde und seine Frau in den Wehen lag, aber dieser Tod ist ja nichts, was mit ein bisschen Zeitreise nicht behoben werden könnte. Wir sprechen hier immerhin von einer Geschichte, in der Spock (Leonard Nimoy) sich selbst traf (Zachary Quinto).

Eine „Star Trek 4“-Vater-Sohn-Geschichte hätte allerdings ohne Chris & Chris wenig Sinn – und da ist es eben problematisch, dass die beiden im Sommer 2018 offenbar ausgestiegen sind, weil sie sich mit Paramount nicht einigen konnten. Dem Hollywood Reporter nach wollten die beiden für „Star Trek 4“ das Geld, das sie mit dem Mitte 2017 verstorbenen Paramount-Chef Brad Grey ausgehandelt hatten, doch diese Forderung passte nicht in den neuen Sparkurs von Paramount.

Jüngst sagte Zachary Quinto auf einer US-Veranstaltung für TV-Kritiker, dass es derzeit keine Pläne für einen vierten Film gebe. Paramount wiederum hat gerade erst „Mission: Impossible 6“ und „Mission: Impossible 7“ für 2020 und 2021 in Auftrag gegeben und beim mutmaßlich teuren „Wir eiern schon seit Jahren mit dem Skript rum“-Zombie-Film „World War Z 2“ den Stecker gezogen. Hier wurden Prioritäten gesetzt und „Star Trek“ ist offenbar keine davon.

Aber was ist mit diesem Tarantino-„Star Trek“, über den mal berichtet wurde?

Nix. Quentin Tarantino ist zwar mit der Idee für einen „Star Trek“ ins Hauptquartier der zuständigen Filmschmiede Bad Robots marschiert und hat damit Fans (unter anderem auch uns) ganz wuschig gemacht, weil wir Lust haben auf eine blutige, groteske Enterprise-Mission, die sich an ein kleineres, erwachsenes Publikum richtet. Doch so lange niemand Paramount erklären kann, wie sie ein „Star Trek“-Abenteuer zum Preis eines Tarantino-Films drehen sollen, also für maximal etwa 100 Millionen Dollar, ohne auf die nötigen, teuren Effekte zu verzichten, dürfte dieser Film ein Nerd-Traum bleiben.

„Star Trek Beyond“ läuft heute um 20:15 Uhr auf ProSieben. Diese TV-Ausstrahlung ist Anlass für den Artikel.

 

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