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    Nach dieser Theorie seht ihr "Skyfall" mit völlig anderen Augen!
    Von Christoph Petersen — 29.03.2020 um 10:00
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    Heute Abend um 20.15 Uhr zeigt RTL mal wieder „James Bond 007 - Skyfall“ mit Daniel Craig. Ein großartiger Action-Thriller, den die meisten von euch bestimmt eh schon gesehen haben. Aber versucht's ruhig noch mal mit dieser Theorie im Hinterkopf!

    Sony Pictures

    Skyfall“ von „1917“-Regisseur Sam Mendes ist das an den Kinokassen erfolgreichste 007-Abenteuer aller Zeiten – und zwar selbst dann, wenn man die Inflation mit einberechnet! Selbst inflationsbereinigt haben nämlich bisher nur zwei Bond-Filme die magische Milliarden-Dollar-Marke durchbrochen – und „Skyfall“ von 2012 liegt dabei noch knapp vor „Feuerball“ mit Sean Connery aus dem Jahr 1965 (allerdings gab es damals auch weltweit viel weniger Kinos). Aber wie dem auch sei: Das heißt natürlich zugleich auch, dass die meisten Kinofans den Film ohnehin schon gesehen haben…

    … wobei wir da vielleicht ein bisschen Abhilfe schaffen können – und zwar mit einer Theorie des Yale-Professors Stephen L. Carter. Aber gleich eine Warnung vorab: Wir haben uns bereits bei der vorherigen TV-Ausstrahlung von „Skyfall“ mit dieser Theorie beschäftigt – aber da sie uns a) nicht loslässt und wir b) diesmal auch eure Reaktionen mit einbauen wollen, kehren wir noch einmal zu ihr zurück. Für alle, die dazu keinen Bock haben, hat Cinestarter schon beim letzten Mal den passenden Kommentar unter den FILMSTARTS-Artikel geschrieben:

    Achtung: Es folgen Spoiler zu "Skyfall"!

    Am Ende von „Skyfall“ erfahren wir viel über die Kindheit von James Bond (Daniel Craig). Aber die Theorie von Stephen L. Carter bezieht sich gar nicht auf den Agenten mit der Lizenz zum Töten, sondern auf seinen großen Gegenspieler Raoul Silva (Javier Bardem), der nicht weniger als den ganzen Geheimdienst MI:6 mitsamt der Leiterin M (Judi Dench) zerstören will. Nun sieht man „Skyfall“ aber mit ganz anderen Augen, wenn man ihn mit der Theorie im Hinterkopf anschaut, dass Silva in Wahrheit der Sohn von M ist!

    Aber bevor man sich mit den Implikationen für den Plot und die Figuren beschäftigt, steht natürlich zunächst einmal die Frage: Wie kommt Carter da überhaupt drauf? Das zentrale Beweisstück ist ein entschlüsseltes Anagramm: Die von Silva an M gesandte Drohbotschaft „THINK ON YOUR SINS“ („Denk über deine Sünden nach“) lässt sich nämlich durch ein Umstellen der Buchstaben in „YOUR SON ISNT IN HK“ („Dein Sohn ist nicht in Hongkong“) umformen. Und tatsächlich glaubte M bis vor kurzem, dass Silva in einem Gefängnis in Hongkong verrotte, wo sie einst selbst als Geheimdienstchefin tätig war.

    Weitere Hinweise für die Theorie

    •  Silva nennt M den ganzen Film über stets Mutter oder Mummy.
    •  Obwohl er gleich zweimal die Gelegenheit dazu hat, kann er es nicht über sich bringen, M von Angesicht zu Angesicht zu erschießen. Lieber will er mit ihr gemeinsam sterben.
    •  Sein Konkurrenzdenken gegenüber Bond („früher war ich ihr Liebling“) könnte auf einer Art brüderlicher Eifersucht schließen lassen.
    •  M scheint gegenüber Silva wirkliche Schuldgefühle zu empfinden.
    •  M betrachtet Waisen als die besten Rekruten für den Geheimdienst. Dass sie damit in dem Moment nicht nur den Vollwaisen Bond meint, impliziert ihr nachdenklicher Blick – womöglich hat sie Silva also womöglich einst adoptiert, selbst wenn er nicht ihr leiblicher Sohn ist.

    Mit dieser Theorie würde „Skyfall“ also endgültig zur griechischen Tragödie – und sich beim wiederholten Sehen noch einmal ganz anders anfühlen.

    Die Gegenseite: Alles Quatsch!

    Aber natürlich spricht – wie bei den meisten Fantheorien – auch sehr vieles dagegen. Der FILMSTARTS-Leser NightWhiteFalcon hat beim letzten Mal gut zusammengefasst, warum wir da in seinen Augen eigentlich doch nur Quatsch verzapfen:

    Und wie gesagt: Wir wollen diesmal gerne eure Kommentare mit einbauen – und da gibt es einen, der nicht fehlen darf, denn selbst wenn Sentenza93 die mutige These vertritt, dass „Skyfall“ noch einmal viel schlechter ist als der in seinen Augen ebenfalls misslungene „Ein Quantum Trost“, so hat er sich doch die Mühe gemacht, dass auch ausführlich zu begründen. Und begründete Kritik finden wir immer super – dafür bieten wir also gern eine Plattform, selbst wenn die Meinung so gar nicht der unseren entspricht:

    Zum Vergleich: Die FILMSTARTS-Kritik zu "Skyfall"

    Und was meint ihr: Ist an der Theorie was dran? Stimmt ihr Sentenza93 zu, dass der Film eh nichts taugt? Freut ihr euch auch schon auf „Keine Zeit zu sterben“?

    Apropos „James Bond 007 – Keine Zeit zu sterben“:

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