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    Nach Serien-Aus: "Ghost Rider" soll ins MCU kommen – und das schon zum zweiten Mal!
    Von Markus Trutt — 06.05.2020 um 21:05
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    Ganz abseits von Marvels Mega-Kinouniversum war der Ghost Rider (gespielt von Nicolas Cage) schon zweimal auf der großen Leinwand zu sehen. Nun soll der Comic-Antiheld aber auch endlich Teil der „Avengers“-Welt werden.

    Columbia Pictures

    Schon im Herbst 2019 wurde bekannt, dass aus einer für den US-Streamingdienst Hulu geplanten Serie über den Marvel-Antihelden Ghost Rider doch nichts wird. Damals wurden als Grund für das Scheitern des Projekts die häufig bemühten „kreativen Differenzen“ hinter den Kulissen angeführt. Eine neue Meldung deutet nun aber darauf hin, dass noch mehr hinter dem Aus stecken könnte.

    So wird unter Federführung von Marvel-Chef Kevin Feige nun angeblich an einem gänzlich neuen „Ghost Rider“-Projekt gewerkelt, das eindeutig Teil des Marvel Cinematic Universe (MCU) werden soll.

    Bislang ist die Nachricht noch klar als Gerücht einzustufen. Da sie jedoch vom oftmals gut informierten Comic-Insider Daniel Richtman stammt (via The Direct), könnte tatsächlich was dran sein – zumal das Ganze durchaus auch zur MCU-Zukunft passen würde...

    Der wahre Grund für das Aus der "Ghost Rider"-Serie?

    Dass nichts aus der zuvor geplanten „Ghost Rider“-Serie wurde, ist im Nachhinein keine Überraschung. Schon damals wird sich angedeutet haben, was inzwischen umgesetzt wurde: Die für die Serie (sowie zuvor schon u.a. „Agents Of S.H.I.E.L.D.“ und die Marvel-Netflix-Serien) verantwortliche Marvel-TV-Abteilung wurde quasi aufgelöst und voll und ganz in die Marvel Studios integriert. Damit hat statt Ex-Marvel-TV-Chef Jeph Loeb nun MCU-Mastermind Kevin Feige die volle Verantwortung über neue Marvel-Serien, die exklusiv für den Streamingdienst Disney+ entwickelt werden.

    Diese sollen dann auch direkter mit dem MCU verknüpft sein, nachdem die früheren Marvel-TV-Serien zwar allerlei Anspielungen auf das große Universum enthielten, die Filme auf der anderen Seite die TV-Ableger aber fast vollständig ignorierten.

    Dazu passt es durchaus, dass Feige nun sein eigenes „Ghost Rider“-Ding planen könnte (und dafür dem vorherigen Versuch einen Riegel vorgeschoben hat). Schließlich war Jeph Loebs Serie über den feurigen Marvel-Seelenfänger als Spin-off zu „Agents Of S.H.I.E.L.D.“ gedacht, wo der Ghost Rider in der vierten Staffel eine prominente Rolle spielte.

    Kinofilm oder Disney-Plus-Serie?

    Unklar ist, ob das mutmaßliche neue „Ghost Rider“-Projekt ein Kinofilm oder eine (weitere) Disney+-Serie werden soll – womöglich ist aber sogar beides geplant. Schon für die geplanten Marvel-Serien über die neuen Helden „Ms. Marvel“, „She-Hulk“ und „Moon Knight“ kündigte Kevin Feige an, dass sie alle früher oder später auch auf der großen Leinwand auftauchen werden. So könnte auch der Ghost Rider zunächst in seiner eigenen Serie neu eingeführt werden und anschließend seinen Weg ins Kino finden.

    In jedem Fall würde er nun ein vollwertiger Teil des MCU werden, obwohl er dank „Agents Of S.H.I.E.L.D“ ja genau genommen eigentlich schon jetzt in diesem existiert.

    Johnny Blaze statt Robbie Reyes

    Laut Daniel Richtman soll der neue Ghost Rider allerdings völlig losgelöst von seiner vorherigen TV-Version sein, wo „Terminator: Dark Fate“-Bösewicht Gabriel Luna das Helden-Alter-Ego Robbie Reyes verkörperte.

    Stattdessen sollen wir es wieder mit dem originalen Ghost-Rider-Alter-Ego, dem Stuntfahrer Johnny Blaze, zu tun bekommen. Der wurde im Kino bereits in zwei sehr gemischt aufgenommenen Filmen von Nicolas Cage verkörpert – allerdings zu einer Zeit, als noch Sony die Adaptionsrechte an der Figur hatte, weswegen es keinerlei Verbindungen zum MCU gab.

    Ob sich das „Ghost Rider“-Gerücht bewahrheitet, bleibt nun abzuwarten. Tatsächlich würde die Figur aber gut zur düsteren Ecke des MCU passen, die Marvel neben „Moon Knight“ demnächst auch mit einem neuen „Blade“ erkunden will.

    Alle deutschen MCU-Starttermine bis 2022 – von "Black Widow" bis "Captain Marvel 2"

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    Kommentare
    • Higgins Mainz
      Ghost Rider 1 mit Gage war klasse!Den zweiten Teil kann man in die Tonne tretren.Aber falls Ghost Rider wieder ins Kino schaffen sollte,dann mit Gage und einem richtigen guten Drehbuch und einem echten fiesen Bösewichten.
    • Don Rumata
      Die missinterpretieren alle den Begriff Sexismus. Der bedeutet Diskriminierung auf Grund des Geschlechts. Hat nichts mit Sexyness oder so zu tun, es sei denn die Betreffende wird herabwürdigend dargestellt, was bei einer taffen Superheldin wohl kaum der Fall ist.Die Sexismus-Kritiker/innen verkennen auch, das die Freude an Erotik sehr menschlich ist, und durchaus auch zur weiblichen Natur gehört. Gibt ja genug junge Frauen, die sich von sich aus sexy kleiden. Im Sommer ist das quasi Alltag bei der weiblichen Jugend.Jedenfalls entstand in den USA in den 30igern auf Druck konservativer Kreise der Hayes-Code, und so etwas ähnliches gibt es heute informell wieder, was eigentlich nicht sehr feministisch ist, denn damit wird das auch Selbstbestimmungsrecht der Frauen eingeschränkt.
    • Don Rumata
      Danke für die Infos. Aber ob der Feige sich jetzt auch noch persönlich in das Comic-Geschäft einmischt. Der hat ja eigentlich genug zu tun.
    • Deliah C. Darhk
      Ich fand Cage als Ghost Rider klasse und würde ihn auch gerne als solcher wiedersehen, mit einem kleinen unscheinbare Verweis wie Pakt mit dem Teufel, des Teufels Sohn erledigt, der impliziert der erste Film mit der Origin gehöre zu seiner Geschichte, ohne dies aber direkt anzusprechen.Viel lieber als das wäre mir aber Dan Ketch als Ghost Rider und Cage dann an vorlagrngetreuer Stelle einfach nur als Blaze. Das wäre so mein Träumchen. :D
    • DarrenArrowNo5 .
      Ich konnte und kann mit Cage in der Rolle etwas anfangen, finde die passte und passt zu ihm aber Geschmäcker sind verschieden.
    • Savage Avenger
      Alles halt nicht wirklich Massenkompatibel.
    • greekfreak
      Es gibt zwar weiterhin einen Editor-in-Chief,der die Comics leitet,aber der untersteht nun auch Kevin Feige. Da gab´s einen internen Machtkampf und Bob Iger hat im letzten Jahr die gesamte Marvel Konzern Struktur umgekrempelt und Isaac Perlmutter,den ehemaligen Marvel CEO quasi aus der Firma gedrängt. Perlmutter,hatte Marvel in den späten 90ern aufgekauft,als die pleite waren und den Konzern quasi gerettet,in dem er die ganzen Filmdeals mit Sony für Spiderman oder Fox für die X-Men,besorgt hat.Seine Leute hatten auch den Netflix Deal angeleiert,deshalb ist Feige immer auf die Netflix Serien wie DD,nicht gut zu sprechen.Iger und Feige konnten nie mit Perlmutter,weil die zu gegnerischen pol.Lagern gehören. Nach dem riesen Erfolg den Feige mit dem MCU hatte,hat Iger ihn nun quasi als alleinigen,obersten Boss bei Marvel eingesetzt.Perlmutter wurde in den Ruhestand weg-gelobt,mit einem fetten Bonus.
    • greekfreak
      Das Top Cow Universum hat ja neben Witchblade,Darkness noch The Magdalena,Aphrodite IV,die ganze Artifact Reihe und sogar ihre eigene Version von X-Men mit dem Cyberforce Team. Mich wundert´s das da kein Studio aufgesprungen ist,die sind ja sonst so geil auf Comic-Universen,die man verwursten kann.
    • Cirby
      Wahrscheinlich zu sexistisch, da vermeintlich nur auf ihren Körper reduziert (sie rennt ja sehr aufreizend bis fast nackt herum), und die ganze Power kommt nur von der Witchblade.Es gibt im Internet so viele klasse Cosplays dazu, das könnte ich mir richtig gut als Film vorstellen, mit der richtigen Hauptdarstellerin.
    • Don Rumata
      Der Feige ist auch für die Comics mitverantwortlich? Das wundert mich ein wenig.
    • Don Rumata
      Stimmt, Witchblade könnten die auch mal wieder ausgraben, zumal die Studios und Sender doch vermehrt weiblichen Helden in den Vordergrund rücken.
    • Cirby
      Ja, gerade Witchblade habe ich auch gerne gelesen. Nur die Zusammenkunft mit The Darkness kenne ich nur aus dem Internet und nicht aus dem Comic.Aber Potential ist viel da, auch, wie du sagst, für ein Expended Universe. Da gibts ja auch die Artifact-Reihe, die die Mythologie vertieft.
    • Thamiflu
      Wenn Ghost Rider nicht von einer POC Frau gespielt wird, will ich diesen rassistischen, sexistischen Müll gar nicht erst sehen.
    • greekfreak
      Vor allem,The Darkness ist ja Teil des Top Cow Witchblade Universums,das niemand da versucht hat ein neues TCEU oder so zu basteln.(Es gibt tatsächlich eine ultra-billige Witchblade Serie aus den frühen 00ern,wo Sarah Pezzini in eine Ritter-Rüstung unterwegs in New York ist,das sieht so kacke aus.)
    • Savage Avenger
      An The Darkness traut sich keiner ran, weil der Stoff zu düster und brutal ist. Und die meisten Studios wollen eh nur PG-13. Dann lieber ne mit etwas höheren Budget, dann klappt das schon.
    • ObiWann
      Das wäre wünschenswert, aber ich denk eher das nur die Figuren sich ändern und das ganze drumherum wird bleiben und das Konzept nicht groß geändert ,das wird die Maus schon sicherstellen . Nen neuen und endlich mal coolen F4 würd ich feiern ohne Ende 😀.
    • Evil Cyano
      Das selbe dachte ich mir auch
    • Andreas Huettner
      Warum sich noch niemand an eine Verfilmung von The Darkness gewagt hat, ist mir auch ein wenig ein Rätsel. Die beiden Videospiele damals waren cool, für einen Film wäre der Stoff großartig! Wenngleich auch nicht unbedingt PG13/FSK12-Kompatibel...
    • greekfreak
      Feige hat ja als neuer Chef der Comic-Sparte auch diesen peinlichen neuen Nu New-Warriors Comic abgesegnet. Der mit Safespace ,Snowflake und den anderen Kollegen der Superkräfte durch experimenteles Internet Gas seines Opas bekommen hat.So langsam wundert mich gar nix mehr.
    • Cirby
      Schade, dass es kaum teure Horrorprodutionen gibt. Gerade im Comicsektor gäbe es so klasse Vorlagen wie Blade, Ghostrider, Spawn, The Darkness, Venom, ... die durch die Düsternis mMn enorm an Atmosphäre gewinnen würden, durch die allgemeine Mainstreamproduktion aber leider in ein vorgefertigtes Kostüm gezwängt werden.
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