Into The Wild
Durchschnitts-Wertung
4,3
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14 Follower 1.486 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 19. Juni 2026
„Into The Wild“ lässt mich etwas ambivalent zurück. Das Interessanteste an dem Film ist vielleicht die Entstehungsgeschichte, immerhin handelt es sich um eine wahre Geschichte, die Sean Penn wohl schon länger umsetzen wollte, aber es hat eine Weile gedauert, bis die Familie des echten Christopher McCandless ihr Einverständnis gegeben hat. Und so ist dem Film wohl sehr an Authentizität gelegen, was offensichtlich zulasten der Spannung und des Unterhaltungswerts gegangen ist. Denn am Ende, man muss es leider sagen, ist der Film doch ziemlich zäh und durch die inkohärente Vermischung mehrerer Zeitebenen auch verwirrend und wenig intuitiv erfahrbar. Es dauert eine Weile, bis man die einzelnen Episoden in eine strukturierte Aufeinanderfolge gebracht hat und immer wieder wird durch diese künstliche Verschachtelung der Erzählfluss erheblich gestört. Dadurch wirkt der Film doch ziemlich holprig, vor allem, wenn man die Geschichte nicht kennt, erschließt sich das Ganze nicht unmittelbar. Es bleibt auch unklar, wie lange Christopher an den verschiedenen Stationen seiner Reise verbracht hat, immerhin war er fast 2 Jahre unterwegs.

Und einige der Episoden sind auch tatsächlich ziemlich langweilig und schlichtweg uninteressant, da hilft es auch nicht, wenn die Handlung mehrfach wieder dorthin zurückspringt. Hinzu kommt noch, dass uns Christopher McCandless als ziemlich unsympathischer Typ präsentiert wird. Mehrfach lehnt er Hilfsangebote (aus Arroganz?) ab, oftmals hängt er auch geradezu wahnhaft an seinem Plan fest, entgegen aller Meinungen anderer. Und am Ende ist es doch auch ziemlich naiv, ohne vernünftige Vorbereitung und Ausrüstung mal ebenso nach Alaska aufbrechen zu wollen. Und ja, er hat wohl kein gutes Verhältnis zu seinen Eltern gehabt, aber einfach mal so über Nacht von der Bildfläche zu verschwinden und keinerlei Lebenszeichen von sich zu geben, ist schon ziemlich krass. Und auch in Emile Hirschs Interpretation dieses Menschen zeigt sich eher ein wenig sympathisches Bild. Ich sehe da auch keinen Idealisten mit großem Freiheitsdrang, sondern einen selbstsüchtigen, fast schon wahnhaft Besessenen, der völlig blauäugig und naiv einfach mal loszieht, um Abenteuer zu erleben.

Naja, wie auch immer, was der Film aber abseits der durchaus streitbaren Story zu bieten hat, sind fantastische Bilder! Nicht nur die Naturaufnahmen sind grandios, es sind auch immer wieder die Blickwinkel und Einstellungen, die Sean Penn hier zusammen mit seinem Kameramann Eric Gautier aufruft, das ist schon richtig stark und vielleicht die wirkliche Stärke des Films. Entgegen der allgemeinen Kritikermeinung fand ich Emile Hirsch in dieser Rolle jetzt auch nicht so überragend, sondern bestenfalls Durchschnitt, vor allem emotional bleibt seine Figur ziemlich unnahbar und dann bietet der Film keine andere Identifikationsfigur mehr.

FAZIT: Teilweise ziemlich zähes Drama um einen durch und durch unsympathischen Typen, der mal eben so beschlossen hat, ohne Geld und ohne alles nach Alaska zu reisen. Fantastische Landschaftsaufnahmen entschädigen zumindest teilweise für eine lahme Inszenierung einer lahmen Story.
Bmatheis
Bmatheis

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 22. Juli 2024
Der Film ist einfach nur genial! Ich sehe ihn immer wieder gerne und möchte ihn heute gerne wieder sehen! Er gibt den Traum von Freiheit wieder der leider auch mit dem Tod endet! Aber ist man dann net wirklich frei???? 5 und mehr Sterne für diesen film!!!!
Streaming-Kati
Streaming-Kati

1 Follower 117 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 9. August 2023
Info & Hintergrund:
Into the Wild basiert auf dem Buch gleichen Namens von Jon Krakauer, das die wahre Geschichte des Aussteigers Christopher McCandless erzählt. Sean Penn adaptierte das Buch für seine filmische Version von Into the Wild. Nach Indian Runner, Crossing Guard – Es geschah auf offener Straße und der Dürrenmatt-Verfilmung Das Versprechen war Into the Wild die vierte Regie-Arbeit des mehrfachen Oscar-Preisträgers (Mystic River, Milk).

Das Drama vor gewaltigen Naturkulissen feierte seine Premiere auf dem Telluride Festival und wurde für zwei Oscars nominiert. Eine Nominierung ging dabei an den damals 82-jährigen Hal Holbrook (Die Unbestechlichen,Die Entführung des Präsidenten), seine erste in seiner über 40-jährigen Karriere.

———

Meinung:
Die große Frage, was braucht es um glücklich zu sein…

Mit „Into The Wild“ ist Sean Penn ein herausragender poetischer Austeigerfilm auf wahrer Begebenheit gelungen.
Ein junger Mann, der alles hinter sich lässt und den Mensch und seine Gesellschaft hinterfragt indem er die Wildnis aufsucht, äußerst stark verkörpert von Emile Hirsch, dem man den Aussteiger nahezu in jeder Sekunde abnimmt. Dabei untermalen wunderschöne Naturaufnahmen und ein super Soundtrack die Story.
Somit entsteht eine intensive Atmosphäre, die einen bis zum Schluss mit nimmt und die vielen Botschaften des Filmes regen den Zuschauer ganz klar zum Nachdenken an. Es packt einen emotional, man kann mit ihm die Freude und den Schmerz fühlen, die er auf seiner Reise und in der Wildnis empfindet.

Einer meiner Lieblingsfilme.


Fazit:
Herausragend
Christian Alexander Z.
Christian Alexander Z.

201 Follower 1.048 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 14. Mai 2023
Sehr gutes Road Movie und Sozial- Studie. Wuchtig in Szene gesetzt mit stimmigem Cast und Story. Die zeitversetzten Erzähllinien bekommen dem Film sehr gut. Der 5.* wird leider verfehlt, weil es gelegentlich etwas kitschig wird und auch nicht alles wirklich logisch zusammen passt. Trotzdem sehr empfehlenswert!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 2. Dezember 2020
"Into the Wild" ist ein unglaublich genialer Film über einen Menschen, der ein einfaches Leben in der Wildnis führen will. Ich hab schon lang keinen Film mehr gesehen, der so ein ausgereiftes und wunderbares Konzept hat wie dieser Film. Der Plot und die vielen Botschaften des Filmes regen den Zuschauer ganz klar zum Nachdenken an. Die Schauspieler zeigen eine sehr überzeugende Leistung, vor allem der Hauptdarsteller hat mir mit seiner realistischen Darstellung sehr gut gefallen. Der Soundtrack von Eddie Vedder passt wunderbar zu den Szenen und den schönen Landschaften. Dafür schon mal ein kleines Dankeschön. Was den Film aber vor allem ausmacht ist die geniale Atmosphäre. Als Zuschauer kann man sich schnell mit dem Protagonisten und seiner Lage identifizieren. Später bekommt man fast schon das Gefühl, man würde alles miterleben. Sean Penn ist ein genialer Film gelungen, den man unbedingt mal gesehen haben muss.

Glück ist nur echt, wenn man es teilt!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 12. Februar 2018
Sehr guter Film, jedoch nicht für jeden etwas.
Man kann sagen, ein Drama das zum nachdenken anregt allgemein über unsere Gesellschaft und speziell unser Konsumverhalten. Lediglich die erzählweise zieht sich teilweise etwas in die länge, das kann man leicht verschmerzen.
Kein leichtes Popcorn-Kino, wenn man sich darauf einlässt ein tiefgründiger Film mit guter Botschaft.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.857 Follower 5.069 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 19. August 2017
Das Leben kann schon ganz schön grausam sein – wieder einmal hat man hier eine menschliche Tragödie die sich so auch in echt zugetragen hat. Sean Penn inszeniert sie als überlanges Epos, als Drama über einen Menschen der Freiheit sucht und ganz lange begleitet ihn der Film auf diesem Wege, fängt seine Gefühlslage und seine Begeisterung ein und auch die wehmütigen, traurigen Momente sowie die emotionalen, berührenden Begegnungen die er mit diversen Menschen hat. Diese Reise, zusammen mit Emile Hirsh in Bestform und bestechenden Landschaftsaufnahmen und dem unausweichlichen, grausamen Ende verlangen dem Zuschauer viel Geduld ab – bieten dafür aber ganz viel Emotionen.

Fazit: Etwas zu lang geratenes Drama über einen Aussteiger der auf seiner Reise tragisch scheitert!
Bad Taste
Bad Taste

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2,0
Veröffentlicht am 15. Juni 2017
Mich hat der Film leider nicht berührt, was ich sehr schade finde, denn ich bin mit großen Erwartungen in den Film gestartet.

Ich habe nach ca. der hälfte glaub ich abgeschaltet, da er mir als "Unterhaltung" einfach zu inhaltlos und langweilig war
Csöpi
Csöpi

14 Follower 48 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 13. Juni 2017
Der Film hat einige Längen und das unnötige Voice Over ist ein wenig nervig, aber abgesehen von diesen Mäkeln ist es schwer, so viele verschiedene lobende Wörter zu finden, um dem Film gerecht werden. Ich hab's hier trotzdem mal probiert ;) :
Der Film ist *grandios* inszeniert und erzählt eine *mitreißende* und *berührende* Geschichte über eine *faszinierende* Persönlichkeit. *Hervorragend* inszeniert und *fantastisch* gespielt (Hal Holbrook!). Der *großartige* Soundtrack von Eddie Vedder passt perfekt und trägt teilweise den gesamten Film.
FilmkritikenOD
FilmkritikenOD

9 Follower 36 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 16. November 2016
Als Kind saß ich oft vor dem Fenster und beobachtete die Leute auf der Straße. Wie sie raschen Schrittes vorbeigingen und einander nicht bemerkten. Wie gerne wäre ich hinausgerannt und hätte sie miteinander bekannt gemacht. Was nutzt es, ein Gesicht zu haben, wenn man es niemandem zeigt? Mein Vater sagte immer, draußen sei es zu gefährlich, ich solle lieber drinnen bleiben. Ironischerweise starb er zu Hause, als er durch die Luke auf dem Dachboden fiel.
[...]
Die wahre Geschichte gibt bereits viel her, aber die filmische Umsetzung muss sich nicht dahinter verstecken. Augenumschmeichelnde Landschaftsaufnahmen treffen auf Grundgedanken des Menschseins: Ziehe ich weiter oder bleibe ich hier? Habe ich mein Glück bereits gefunden oder gibt es woanders noch mehr für mich? Was will ich vom Leben und was könnte ich verpassen? Ein Drama in der Form eines Road Movies, das eine große Gefühlspalette anspricht. Beim Anschauen hatte nicht nur Lil Wayne Tränen im Gesicht.
[...]
Besucht mich auf FilmkritikenOD, falls ihr Lust auf die komplette Kritik bekommen habt.

Grüßli
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