Zeiten des Aufruhrs
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Christian Alexander Z.
Christian Alexander Z.

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5,0
Veröffentlicht am 7. November 2025
Liebesdrama der Spitzenklasse! Es ist einfach perfekt gemacht, Cast, Story, Einbettung in die Geschichte der USA, Inszenierung und Darstellung der schon damals aufkommenden sozialen Spannungen durch die wohlstandsbedinge vermeintlich Leere der Lebensläufe. Ich werde nicht spoilern was das gelungene Ende angeht, klare Empfehlung!
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 354 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 22. April 2025
Gutes Schauspiel gegen schwache Dialoge!

Sam Mendes schuf mit „American Beauty“ 1999 einen tollen Film-Klassiker des späten 20. Jahrhunderts. Es war sein großer Durchbruch in Hollywood und sein erster Kinofilm. Auch seine späteren Werke („Road to Perdition“ und „Jarhead“) hatten eine sehr gute Qualität. 2008 verfilmte Mendes dann den Roman „Zeiten des Aufruhrs“ von Richard Yates (im Englischen „Revolutionary Road“). Mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen als streitendes Ehepaar, wirkt der Film wie eine ironische Antwort auf den ikonisch, kitschigen „Titanic“ von 1997. Doch das Drama zeigt vor allem eine gescheiterte Ehe zwischen zwei Menschen, die verschiedene Ziele in ihrem Leben haben. Für den Film gab es viele Nominierungen bei Oscars (insgesamt drei) und Golden Globes (bei den letzteren gewann Kate Winslet eine Trophäe unter insgesamt vier) und bei Kritikern und Zuschauern konnte das Drama besonders in der schauspielerischen Kategorie punkten. Viele waren sicherlich glücklich DiCaprio und Winslet nochmal zusammen als Leinwandpaar zu sehen, dieses Mal ohne ein sinkendes Schiff. Und in dieser Hinsicht liefert „Zeiten des Aufruhrs“ auch ab. Doch ich muss schon sagen, dass ich ganz schön enttäuscht von Mendes´ Film bin, denn ohne die Schauspieler*innen, wäre das hier eine sehr schlechte Adaption des Stoffes.

Die Handlung spielt Ende der 40er: Frank und April lernen sich auf einer Party kennen und verlieben sich ineinander. Nach der Hochzeit folgen zwei Kinder und alles scheint perfekt. Die Familie zieht in ein wunderschönes Haus und Frank hat einen respektablen Job, mit dem er seine Familie ernähren kann. Doch weder Frank noch April sind wirklich glücklich. Frank hasst seinen Job und April möchte unbedingt nach Paris ziehen und dort ein neues Leben beginnen…

Wie gesagt sind die Darsteller*innen hier wohl das Beste an dem Streifen. DiCaprio und Winslet spielen wie immer toll, auch wenn sie hier leider nichts Neues zeigen in ihren Figuren. DiCaprio spielt den zerrissenen Ehemann, der seiner Frau fremd geht und Winslet spielt die zerrissene, abgebrühte Ehefrau, all das haben wir bereits mehrere Male gesehen. Aber sie sind sehr gut darin! Daneben haben wir Michael Shannon, eine junge Kathryn Hahn und einen ebenso jungen David Harbour. Und um das „Titanic“-Reunion perfekt zu machen, gibt sich auch Kathy Bates in einer kleinen Rolle die Ehre. Und alle spielen wirklich gut, trotz des Drehbuchs.

Und damit kommen wir auch schon zum großen Schwachpunkt des Films: Das Skript. Ich bin mir ziemlich sicher, dass „American Beauty“ vor allem durch das grandiose Drehbuch von Alan Ball so gut geworden ist. Hier jedoch schrieb Justin Haythe das Buch, der offenbar kein großes Talent darin besitzt. Seine Dialoge sind peinlich kitschig und ausgelutscht. Ich hatte oftmals das Gefühl, dass die Darsteller*innen eher gegen das Drehbuch anspielen, anstatt mit den Texten wirklich zu arbeiten. Kein Wunder, dass mir die großen Streitszenen, die ganz klar als Höhepunkte dieses Dramas gedacht sind, deswegen auch nicht gefallen haben. Selten wirkte ein Streitgespräch zwischen Leo und Kate natürlich. Nicht vom Spielerischen her, aber aufgrund der Dialoge. Es sind überraschend typische 0815-Texte, die man schon tausende Male gehört hat. Beide Figuren hören sich nicht wirklich zu und reden stur einander vorbei. Und auch wenn es sicherlich solche Streits gibt, so würde ich behaupten, dass die Mehrheit solcher Meinungsverschiedenheiten sehr anders aussehen. Hier wirkt alles zu glatt poliert und zu gewollt dramatisch, so als ob man einfach die beiden Schauspielgrößen in bewegend, tragischen Momenten sehen wollte.
Die eigentlichen Figuren jedoch bleiben mir persönlich zu blass und der große Konflikt des Films, ist tatsächlich sehr schwarz-weiß inszeniert. Das wird vor allem durch die kuriose Figur von Michael Shannon klar, welche als Stimme der unterdrückten Moral fungiert. Nicht selten wirkt der Film und seine Geschichte dadurch sehr plump und fast schon unfreiwillig komisch, ganz zu schwiegen davon, dass ein Großteil des Films sehr vorhersehbar ist.

Dabei gibt es einige hübsche Momente und Ideen, die der Film und die Story jedoch nie wirklich verfolgen. Die Themen bleiben mir einfach zu schwammig oder zu undifferenziert.

Technisch kann „Zeiten des Aufruhrs“ mit einer schicken Kameraarbeit von Roger Deakins auftrumpfen, während Thomas Newman einen typisch, sentimentalen Score á la „american Beauty“ abliefert. Und „American Beauty“ ist ein gutes Stichwort, denn „Zeiten des Aufruhrs“ wirkt eine deutlich schwächere Version des Klassikers, da beide Filme eine ähnliche Thematik verfolgen. Nur dieses Mal spielt die Geschichte eben in den 40ern, statt in den 90ern. Leider fehlt es diesem Werk hier an Schärfe und rücksichtslosem Biss, die „American Beauty“ so beeindruckend umsetzen konnte (und das neun Jahre zuvor).

Fazit: „Zeiten des Aufruhrs“ ist bestenfalls ein nettes Drama mit guten Darsteller*innen, welches jedoch mit einem mutlosen und schwachen Drehbuch aufwartet. Sehr schade, dass das große Leinwandpaar-Comebck von DiCaprio und Winslet so enttäuschend ausgefallen ist. Da war mir die Liebesbeziehung der beiden in „Titanic“ tatsächlich spannender gestaltet als hier!
Josi1957
Josi1957

172 Follower 828 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 24. Juni 2023
Ein großartig gespieltes, intensives Psychogramm einer Ehe, nach Richard Yates' gleichnamigem Debütroman.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 30. August 2017
Da sind sie wieder vereint: gut elf Jahre nachdem die „Titanic“ auf der Leinwand abgesoffen ist spielen Leonardo DiCaprio und Kate Winslett wieder zusammen in einem Film, obendrein auch noch ein Ehepaar. Und im Grunde kann man den Film als These sehen: was wäre gewesen wenn Jack überlebt und die Liebe der beiden zum tristen Alltag geworden wäre? Naja, aber man sollte die Vergleiche zu „Titanic“ lassen (wenngleich sie sich aufdrängen da auch auch Kathy Bates wieder mit dabei ist), „Zeiten des Aufruhrs“ ist ein gänzlich anderer Film. Ein radikales, schmerzhaftes Ehedrama daß hinter die Kulissen eines scheinbar perfekten Paares blickt und das furchtbare Unglück und die Tragik die dort vorherrscht. Ein wenig fremd wirkt es weils in den fünfziger Jahren spielt, aber das gezeigte menschliche Unglück kann sich im Grunde genauso im hier und jetzt und heute abspielen. Damit zwingt der Film daß man sich Gedanken macht und sein eigenes Leben mit dem Filmschicksal vergleicht – all diese eher maßenuntauglichen Elemente werden dadurch etwas aufgewertet daß es eben das vertraute, bekannte Paar in der Hauptrolle ist.

Fazit: Schmerzliches und unbequemes Drama daß den Zuschauer zu eigenen Gedanken zum Thema geradezu zwingt!
Lisa D.
Lisa D.

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2,0
Veröffentlicht am 13. Mai 2017
Ein sehr emotionaler und auch trauriger Film. Gut gefallen hat mir das Leonardo und Kate wieder ein Liebespaar gespielt haben aber er war mir etwas zu traurig.
IamBangsy
IamBangsy

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3,0
Veröffentlicht am 4. November 2014
Sehr träger Film, der erst gegen Ende an fahrt aufnimmt.
Leider ist es dann oft schon zu spät.

An der schauspielerischen Leistung beider Darsteller ist nichts auszusetzen. Sie ist teilweise unfassbar gut!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 20. Juni 2012
Mein absoluter Lieblingsfilm- ich sehe ihn heute zum 3.Mal. Ich finde leider keine Worte für diese schauspielerische Leistung! Die fesselnden Dialoge in diesem Drama, zusammen mit diesem Wahnsinns Ende ist einfach nur SEHENSWERT!!!
Sweeney Todd
Sweeney Todd

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4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Nominiert für 4 Golden Globes! Und das zu Recht! Kate Winslet und Leonardo diCaprio, die erstmals seit "Titanic" wieder gemeinsam vor der Kamera stehen liefern eine umwerfende Leistung ab. Ich kann nur sagen, dass der Film dem Buch in keinster Weise nachhängt. Die Regie von Sam Mendes ist 1A und man kann nicht mehr erwarten. Auch die Stimmung der 60er Jahre wird perfekt durch Kostüme und Drehorte umgesetzt. Man merkt als Zuschauer, wie viel Winslet und diCaprio in die Rollen gesteckt haben. Denn eine solche Beziehung, wie sie in "Revolutionary Road" zwischen den beiden herrscht ist sehr schwer zu erhalten! Grandios inszeniert und oscarreife Leistung der Hauptdarsteller!!!

9/10
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Ich weiß, man soll aufhören die Romane mit den Verfilmungen zu vergleichen. Aber ich muss es einfach tun. Denn "Revolutionary Road" bzw. "Zeiten des Aufruhrs" von Richard Yates ist ein wirklich gutes Buch. Und da gehört sich einfach, dass man eine Verfilmung an diesem misst.



Daher ist all denen, die den Roman kennen gesagt. Ihr braucht den Film nicht zu schauen. Belasst es bei den Bildern, die ihr euch geschaffen habt. Obwohl beide Hauptdarsteller auf die Rollen Passen wie die bekanntliche Faust aufs Auge und obwohl der Film nahe am Roman orientiert ist, kommt er lange nicht an diesen ran. Denn die Kunst von Yates lag einfach darin, immer am Abgrund zur Langweiligkeit zu liegen. Den Blick in die Ödnis des Alltages gerichtet. Der Roman hat einem Zeit gegeben, in der man das Buch kurz zur Seite gelegt hat um Parallelen zum eigenen Leben zu ziehen. Er hat zum nachdenken angeregt und 2 Seiten später war man wieder gefangen im Leben der Wheelers. Doch der Film reißt die gesamte Geschichte in einem Tempo runter welches völlig die "Magie" der Geschichte zerstört. Zusätzlich werden einfach wesentliche Teile weg gelassen, schließlich will man das Kino Publikum nicht mit einer Überlänge überstrapazieren.



An alle anderen, die das Buch nicht gelesen haben geht folgender Rat. Kauft euch das Buch. Und nur wenn ihr das umgehen wollt könnt ihr euch den Film anschauen. Aber erwartet nichts Großes, denn das werdet ihr nicht zu sehen bekommen.



Fazit: An sich gesehen ein "netter" Film, der im eigentlichen Sinne nichts besonderes ist. Somit eine 4. Aber durch die von Yates gegebene Story und die Hauptdarsteller wertet er sich nochmal um 2 Punkte auf und bekommt am Ende eine 6. Was im Grunde für einen Kinobesuch zu wenig ist, aber bald auf DVD einen netten Abend bringen kann.
Flo E.
Flo E.

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3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Kate Winslet und Leonardo DiCaprio gingen vor über zehn Jahren als berührendstes und wunderbarstes Liebespaar in dem größten und erfolgreichsten Streifen aller Zeiten, "Titanic", in die Filmgeschichte ein und stiegen zu absoluten Weltstars auf. Verwunderlich in dieser Hinsicht also, dass noch kein Regisseur die beiden vor der Kamera in einem zweiten Film zueinander brachte. Dieser Aufgabe hat sich nun Sam Mendes angenommen, der das Päärchen jedoch nicht in turbulenter Liebesstory vorführt, sondern schon einige Schritte weiter beginnt. Hier haben die beiden Akteure schon zueinander gefunden und müssen nicht mehr zueinander gelangen. Vor allem läuft gerade jetzt, wo sie sich gefunden haben und schon länger in Ehe zusammen leben, nicht wirklich alles rund. Mit dieser ernsten Hintergrund-Thematik ist "Zeiten des Aufruhrs" sicherlich nichts für kreischende Teenies, die sich in den Saal setzen, um das Traumpaar aus "Titanic" ebenso wiederzusehen, wie sie es aus der Verfilmung des Schiffunglücks kennen. Leute, die sich mit diesen Erwartungen in den Film setzen, dürften nämlich eine recht derbe Enttäuschung erfahren. Der Streifen ist keine herzzerreißende, wunderschöne Liebesgeschichte, sondern zeigt vor allem die Probleme, Unglücke und extremen Schwierigkeiten einer Ehe sehr konsequent und bestimmt nicht zuckersüß. Durch diese Ausführlichkeit kommt es aber immer wieder zu kleinen und großen Längen und langen Atempausen, die den Fluss der Geschichte zu oft hemmen und etwas Emotionalität und Tempo vermissen lassen. Nicht selten ertappt man sich bei dem Gedanken, dass einige Kürzungen an manchen Stellen keine schlechte Idee gewesen wären. Aber der Grund für eine starke Vermarktung und hohe Einspielergebnisse ist eben doch keine Handlung, sondern (wie war es denn auch anders zu erwarten) die beiden bekannten Hauptdarsteller. Und in dieser Hinsicht wurde eben alles richtig gemacht. Wo "Zeiten des Aufruhrs" kleine Story-Schwächen besitzt, wird einem dank der exzellenten Star-Riege viel seltener langweilig als es sonst der Fall gewesen wäre. DiCaprio und Winslet erhielten für ihre Leistungen in diesem Film jeweils einen wohlverdienten Golden Globe. Verdient haben sie es beide, denn sie spielen sich im Film wahrlich die Seele aus dem Leib. Nach all den Action-Thrillern und Blockbuster-Krachern überzeugt Leonardo DiCaprio endlich mal wieder in einer bewegenden Dramatik-Geschichte und gibt bewegende und packende Leistungen, die einem stellenweise die Sprache verschlagen. Egal, ob er den ruhigen, charmanten Geschäftsmann oder den emotional aufgewühlten, die Kontrolle verlierenden Ehepartner gibt, seine Darstellung ist einfach das perfekte Beispiel für "oscarreif". Kate Winslet ergänzt sich perfekt zu ihm und spielt ebenso erstklassig wie man es von ihr aus früheren Filmen gewohnt ist. Die beiden für diese Geschichte wieder vor die Kamera zu bringen ist eine sehr gute Entscheidung gewesen, denn sie werten den Film viel höher und sind der beste Punkt des Werkes. In Nebenrollen überzeugen unter anderem bekannte Gesichter wie die großartige Kathy Bates oder Michael Shannon mit einer sehr eindringlichen Performance eines Irren, der die Wahrheit herausbrüllt.

Fazit: "Zeiten des Aufruhrs" ist kein Drama-Blockbuster, das sollten sich vor allem DiCaprio-Schmachter vor dem Kauf einer Kinokarte unbedingt klar machen, sonst ist die Enttäuschung groß. Der Film erzählt mit viel Ruhe eine eindringliche und bewegende Geschichte mit einigen schmerzenden Längen, die jedoch durch ein exzellentes Hauptdarsteller-Duo ausgeglichen werden. Und so lohnt sich der Kinobesuch letztendlich doch.
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