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    Virtual Nightmare - Open Your Eyes
    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
    4,0
    stark
    Virtual Nightmare - Open Your Eyes
    Von Ulf Lepelmeier
    Der wohlhabende, egozentrische César (Eduardo Noriega) lernt durch seinen besten Freund Pelayo (Fele Martínez) die bezaubernde Sophia (Penélope Cruz) kennen und wird das erste Mal in seinem oberflächlichen Dasein von seinen Gefühlen überwältigt. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer. Césars verflossene Geliebte Nuria (Najwa Nimri) verwickelt ihn, krank vor Eifersucht, in einen Autounfall. Nuria ist sofort tot, während César mit einem entsetzlich entstellten Gesicht überlebt.

    „Können Sie Traum und Wirklichkeit nicht unterscheiden? – Ich schon!“ (Cesar zu seinem Psychiater Antonio.) Alejandro Amenábars „Open Your Eyes“ („Abre Los Ojos“), der zunächst nur als Video unter dem Titel „Virtual Nightmare“ in Deutschland veröffentlich wurde und erst nach der Bekanntgabe des Remakes „Vanilla Sky“ (2001) vier Jahre später seinen Weg in die Kinos fand, ist ein Verwirrspiel um Traum und Wirklichkeit, Fiktion und Realität. Sehr lange weiß der Zuschauer nicht, wohin die Reise geht, wie sich die Geschichte um den kaltherzigen César nun wirklich zugetragen hat. Schauspielerisch besticht vor allem Penélope Cruz, welche die gleiche Rolle auch in Cameron Crowes Remake übernahm. Im Original wirkt ihre Darstellung der Sophia aber differenzierter. Hier ist Sofia nicht einfach das sympathische Mädchen von nebenan, sondern hat etwas Geheimnisvolles und Undurchsichtiges an sich. Anders als bei der amerikanisierten Version dominieren dunkle Farben und vollzieht der Hauptcharakter keinen Wandel zum sympathischen Helden, was eine weitaus höhere Distanz zu dem Gesehenen bewirkt. Nicht die Figuren, sondern die Story an sich steht hier im Fokus des Interesses. „Open Your Eyes“ ist ein dunkler, futuristischer Psycho-Thriller, der sich in keiner Weise, trotz des weitaus geringeren Budgets, vor dem weitestgehend sogar wortgetreuen Remake „Vanilla Sky“ zu verstecken braucht.
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