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    James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug
    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
    4,0
    stark
    James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug
    Von Carsten Baumgardt
    Alle zwei Jahre ist es wieder soweit. Dann steht ein neues Abenteuer des Superagents im Auftrag ihrer Majestät an. „James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug“ lautet der offiziell 19. Titel der Reihe und die 135-Millionen-Dollar-Produktion bietet genau das, was Bond-Fans erwarten.

    Der Kampf um die Herrschaft auf dem Milliarden Dollar schweren Ölmarkt steht im Mittelpunkt des neuen Bond-Films. Der smarte Brite soll Elektra (Sophie Marceau), die Tochter des ermordeten Ölmagnaten King (David Calder), vor Terroristen beschützen und herausfinden, wer ihren Vater getötet hat. Denn peinlicherweise wurde King in der Londoner Zentrale des MI-6 umgebracht. An der Seite von Nuklear-Expertin Dr. Christmas Jones (sexy Denise Richards im Lara-Croft-Outfit) führt Bond die Mördersuche nach Istanbul, wo es zur entscheidenden Konfrontation kommt.

    Die Produzenten unterzogen dem Fossil James Bond einer weiteren Frischzellen-Kur. Nach seinem blassem Auftritt in „GoldenEye“ und verbessertem Spiel in „Der Morgen stirbt nie“ hat Pierce Brosnan jetzt seinen Stil gefunden. Die Mischung zwischen Härte, Verletzlichkeit und Ironie stimmt. Sein einziges Manko: Die Hälfte des Films ist nicht Brosnan, sondern sein Stuntdouble zu sehen. Mit Regisseur Michael Apted („Nell“, „Gorillas im Nebel“) haben die Produzenten einen Action-Neuling verpflichtet, der die Bond-Reihe um neue Facetten bereichert. So darf Sophie Marceau in einer fast schon differenzierten Frauenrolle überzeugen und auch auf eine richtige Handlung wurde diesmal nicht verzichtet. Der charismatische Schotte Robert Carlyle („Trainspotting“, „Ganz oder gar nicht“) macht als Bösewicht ebenfalls eine gute Figur. Die rasanten Action-Szenen sind ironisch überzogen – genauso wie der Zuschauer es erwartet und gewohnt ist. Dass die Produzenten dazu gelernt haben, zeigt die Tatsache, dass die penetrante Product-Placement-Attacke aus „Der Morgen stirbt nie“ nicht wiederholt wurde. Der Auftritt des Deutschen Claude-Oliver Rudolph ist eher unter der Rubrik belanglos abzuhaken und dauert nicht länger als drei Minuten – bis er von Bond liquidiert wird.
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