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    Kleine Ziege, sturer Bock
    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
    3,0
    solide
    Kleine Ziege, sturer Bock
    Von Harald Ringel
    Regisseur Johannes Fabrick machte sich bisher mit Fernsehproduktionen wie „Der letzte schöne Tag“ einen Namen. „Kleine Ziege, sturer Bock“ ist nun sein erster Kinofilm seit 1998. Die Mischung aus Roadmovie und Familienkomödie lebt vor allem vom lebhaften Zusammenspiel des erfahrenen Hauptdarstellers Wotan Wilke Möhring („Das Leben ist nichts für Feiglinge“, „Tatort“) mit der jungen Nachwuchsmimin Sofia Bolotina in ihrer ersten Rolle. Möhring verkörpert Jakob, der die 30 längst überschritten hat und sich als Elvis-Imitator in Altersheimen durchschlägt. Seine Eltern und ehemaligen Geliebten halten ihn für einen Loser. Gerade als er vom Arbeitsamt den Job vermittelt bekommt, einen Schafsbock von Hamburg nach Norwegen zu bringen, erreicht ihn ein Anruf von Opernstar Julia (Julia Koschitz): Seine 12-jährige Tochter Mai (Bolotina), von der er bisher nichts wusste, möchte ihn kennenlernen und wird morgen in der Hansestadt eintreffen. Jakob nimmt das Mädchen also mit auf seine fünftägige Reise durch drei Länder. Doch Mai will eigentlich nur ihre Mutter dazu bringen, ihren neuen Stiefvater und dessen Kinder wieder aus der Wohnung zu schmeißen.


    Johannes Fabrick und seine Drehbuchautorin Petra Katharina Wagner („Maria an Callas“) variieren in „Kleine Ziege, sturer Bock“ wohlbekannte Themen und Motive, ohne ihnen viel Bemerkenswertes abzugewinnen. Es geht um das ebenso konflikt- wie lehrreiche erste Kennenlernen von Vater und Tochter, um eine äußere Reise, die mit einer inneren Reise einhergeht und um die Rückbesinnung auf die wichtigen Dinge im Leben. Das Ganze wird recht komisch angereichert durch den eigenwilligen tierischen Mitreisenden und mit schönen Landschaftsaufnahmen aus Schweden, Dänemark und Norwegen (Kamera: Helmut Pirnat) garniert. Und auch musikalisch hat der nett anzusehende 97-Minüter etwas zu bieten: Wotan Wilke Möhring gibt mit der Gruppe Danny and the Wonderbras schöne Elvis-Coverversionen zum Besten, die selbst den störrischen Schafsbock in gute Laune versetzen.

    Fazit: Die Familien-Roadmovie-Komödie „Kleine Ziege, sturer Bock“ ist zwar kein großer Wurf, bietet aber dank attraktiver Bildgestaltung und guter Schauspieler durchaus kurzweilige Unterhaltung.

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