Tides
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No Use For A Name
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4,0
Veröffentlicht am 2. November 2025
Deutsches Genrekino, was für eine Überraschung! Und dann auch noch so gut! Na klar, die Story ist relativ simpel und minimalistisch erzählt, es gibt keine gro´ßen Überraschungen oder unerwartete Wendungen. Auch die Charakterzeichnung der Figuren bleibt rudimentär. Selbst die Vorgeschichte wird mit Hilfe von Texttafeln erklärt. Es ist also alles nicht sonderlich originell, das müssen wir einräumen.

Der Film kann aber ciele Punkte wieder gutmachen bei der visuellen Darstellung und dem Arrangement der Bilder. Die überflutete Erde ist toll gelungen, die Atmosphäre eindringlich, nass und finster. Man spürt die feuchte Luft geradezu aus der Leinwand (oder dem Bildschirm) herauskriechen. Das funktioniert auch wegen der starken Kameraführung so gut. Diese ist nämlich immer ganz nah am Geschehen und fängt die Geschehnisse, das Wetter und die Menschen ebenso intensiv wie dramatisch ein. Auch die Kulisse der Tankerwracks, die als Siedlung dienen, ist eindrucksvoll dargestellt.

Zusammen mit einer passenden Soundkulisse und einem stets etwas bedrohlichem Score ergibt sich so ein stimmiges Gesamtbild der zukünftigen Erde.

Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch die Performance von Nora Arnezeder, der hier vom Regisseur so einiges abverlangt wird. Ihre Figur funktioniert letztlich auch wegen des authentischen Spiels als emotionaler Anker, sie führt uns durch die Geschichte und wir leiden mit ihr mit. Stark!

FAZIT: Eindrucksvolles Genrekino aus Deutschland, das nicht so sehr durch Originalität oder großen Ideenreichtum besticht, dafür aber eine starke Protagonistin und eine großartige visuelle Inszenierung bietet. Es gibt doch noch gute Filme aus Deutschland!
PIaggioX8
PIaggioX8

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1,0
Veröffentlicht am 21. Juli 2024
Hat mich nicht vom Hocker gehauen. Wie die Erde zerstört wurde kann man sich selber ausmalen.
Die Story ist zwar nicht schlecht, hat aber etliche gravierende Fehler.
Was hat denn die grosse Flut ausgelöst, dass die Erde komplett überspült wurde? Um so eine biblische Flut auszulösen müsste schon der halbe Oazifik in die LUft fliegen oder ein gigantischer ASteroid eingeschlagen haben (um ein vielfaches grösse als jener der die Dinos eliminiert hat).
Und ganz brachial: Eine kleine Elite lässt sich auf einem Kepler-System nieder. Nur sind alle Keplersysteme mehrere hundert Lichtjahre von der Erde entfernt. Und da fliegt man im Film mal in zehn Jahren hin und her - und das auch noch mit konventionellen Raketen wie wir sie heute kennen.
SiFi muss ja nicht immer gleich in Weltraumschlachten enden.
Aber etwas mehr HIntergrund wäre schon angebracht gewesen.
Streaming-Kati
Streaming-Kati

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1,5
Veröffentlicht am 9. August 2023
Schade, schade…
Was hätte man draus machen können. Hätte - Fahrradkette, ein Satz mit X…
Es fing gar nicht so schlecht an, wir kommen auf der Erde an, nach einer turbulenten Landung.
Doch dann wird es schnell unheimlich zäh, es passiert so wenig in so viel Zeit und das auch noch bei fast immer dunklen bis sehr dunklen Bildern. Von einem hellen Umgebungslicht ist bei diesem Film wirklich abzuraten - musste abdunkeln, damit man teilweise überhaupt was sehen konnte. Während der fast 50 Min. sind wir nur auf der Flucht und haben es überwiegend mit einer Fantasiesprache zu tun, ohne Untertitel, man kann sich nur denken was gesprochen wird.

Leider verliert sich der Film aber an zu vielen Stellen mit der Aufmerksamkeit an Nebensächlichkeiten und ist zuviel bemüht eine Stimmung aufzubauen, das dadurch die Tiefe der Story vernachlässigt wird.
Somit konnte der Film mich leider nicht begeistern, obwohl man sich mit der Bildsprache viel Mühe gegeben hat.

Schade, denn eigentlich ist die Grundidee schon interessant, die Menschheit die sich ins All gerettet hat, aber nicht fruchtbar ist und auf der Erde die überlebende Generation sich die Kinder schnappt um einen Fortbestand zu sichern.

Wer eine „Deutsch-Sperre“ hat, der sei entwarnt, hier spielt ein europäischer Mix, welcher seine Sache durchaus gut macht. Somit lohnt vielleicht ein Blick für alle, die eine Begeisterung für Dystopie-Science Fiction mit überzeugender Atmosphäre haben.
-
Fazit:
Schwach
CR86
CR86

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1,0
Veröffentlicht am 25. Juni 2023
Wie Mark Twain es mal so schön sagte: „Kläre zuerst die Fakten und verzerre sie dann nach Belieben!“
Erstens: Kepler 209 ist kein Planet, sondern ein Stern!
Zweitens: Kepler 209 ist über 1.800 Lichtjahre entfernt… die Reise zur Erde dauert also mindestens 1.800 Jahre (mit einer Geschwindigkeit von 300.000 km/s)
Drittens: ohne Grünpflanzen kein Sauerstoff!

All das! Alles, ist in der Recherche supereinfach zu finden und hätte der Story kein Stück geschadet.
Also kann es nicht sein, dass eine Person von der Erde sich an jemanden von Kepler 209 als Kind erinnert, dass Menschen ohne Grünpflanzen auf der Erde wohnen und dass die Kommunikation mit Kepler 209 von der Erde aus scheitert, weil das Übertragungsgerät zerstört wurde… EINE NACHRICHT BRÄUCHTE 1.800 JAHRE, BIS SIE ANKOMMT! Und 3.600 Jahre, bis man eine Antwort hätte!
Na ja, wenn es eine Romantikkomödie wäre wärs mir egal… aber wenn Magie verwendet wurde, um die Physik auszuhebeln, dann erklärt es wenigstens mit Wurmlöchern, Biodomen oder von mir aus mit Harry Potter, Gandalf oder Doktor Manhattan!
So jedenfalls ist es egal, wie die Besetzung ist, wie toll die Kameraführung und die Dramatik ist. Dieser Film ist Käse, weil eine Science-Fiction Story auf Science verzichtet hat. Traurig
Gringo93
Gringo93

357 Follower 444 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 21. Februar 2023
Fazit: Zehn Jahre nach "Hell" meldet sich der Schweizer Tim Fehlbaum endlich zurück. Und zwar mit einem technisch wie optisch großartigem Sci-Fi-Drama mit toller, internationaler Besetzung.
Michael K.
Michael K.

60 Follower 300 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 7. September 2021
In "Hell" von selben Regisseur gab es zu wenig Wasser, hier gibt es zu viel. Aber das gilt nicht aus Sicht der Zuschauer, die hier ein weiteres bemerkenswertes Spektakel zu sehen bekommen. "Tides" ist endrucksvoll und authentisch und mit ziemlich unverwechselbarer Bildsprache versehen. Die Story ist vielleicht bei Licht besehen etwas konstruiert, aber reicht allemal für einen guten Science Fiction-Film. Empfehlenswert, hätte mehr Zuschauer verdient.
FILMGENUSS
FILMGENUSS

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3,5
Veröffentlicht am 3. September 2021
EIN LUFTBEFEUCHTER NAMENS ERDE
von Michael Grünwald / filmgenuss.com

Nach der großen Dürre folgt die ewige Feuchtigkeit –- zumindest handhabt der vielversprechende Schweizer Filmemacher Tim Fehlbaum den Fortgang der Menschheit für die ferne Zukunft auf diese Weise. 2011 verblüffte er bereits mit Hell, einer nicht gerade staubfreien Vision einer ausgetrockneten Erde, wo jeder auf der Suche nach einem Tröpfchen Wasser gerne auch mal über Leichen geht. Eine verstörende, düstere Sache, dieser Film, trotz ganz viel Sonne. Weniger düster, aber immer noch düster genug, gibt sich das Gegenstück zu diesem Entwurf: Tides, und zwar spielen da selbige tatsächlich eine wesentliche Rolle, denn alles, was von unserem Planeten noch trockenen Fußes überquerbar scheint, das sind die Gezeitenzonen.

Greta Thunbergs Erben haben also der Wahrheit ins Gesicht sehen müssen, als sie diesen unseren geliebten Planeten aufgeben mussten, um irgendwo anders zu siedeln, nämlich ein ganzes Stück weit entfernt auf einem Staubkorn namens Kepler 209. Im Grunde sowas wie der Mars, nur vielleicht wärmer. (Warum dann nicht gleich auf dem Mars siedeln, wenn man sowieso nicht raus kann?) Als eine Expedition nach Hause geschickt wird, um den Zustand von Terra abzuklären, stürzt die Raumkapsel ab – Astronautin Louise überlebt (Ein guter, bekannter, aber immer wieder reizvoller Ausgangspunkt für dystopische Science-Fiction). Klarerweise bleibt Louise nicht allein, denn sie wird von den Muds – einem Menschenstamm, scheinbar aus dem Waterworld-Universum – eingefangen. Die wiederum werden zwar nicht von den Smokern, jedoch von anderen Wattpiraten überfallen, die deren Kinder klauen. Louise schafft es aus ihrem Gezeitengefängnis und nimmt die Verfolgung auf. Dabei trifft sie auf die eine oder andere, alles verändernde Überraschung.

Tides ist ein Augenschmaus. Womit man Denis Villeneuve bereits bildsprachlich assoziiert, das können andere genauso gut, und ganz ohne Abkupfern. Gedreht an Orten wie der deutschen Nordseeküste mit ihrem ewig scheinendem Wattenmeer, findet Tim Fehlbaum mehr als genug postapokalyptische Settings, ohne auch nur an CGI zu denken. Das Wetter ist als proaktiver Stimmungsdesigner ebenfalls mit an Bord, und das ganz ohne Honorar. Wie bei Villeneuve schälen sich auch hier Silhouetten aus Dunst und Nebel, scheinen alte Schiffswracks, die ihr blankes Grundgerüst in den verhangenen Himmel recken, wie abgestürzte Raumschiffe vergangener Äonen. Dieses Szenario, eingefangen mit einer innovativen Kameraführung, die sich nicht scheut davor, nahe an seine Protagonisten und an all diese mit Regenmänteln und grobem Stoff gekleideten Gestalten heranzugehen, birgt das Zeug für episches Visionskino. Nicht zuletzt findet Fehlbaum mit Nora Arnezeder eine Frauenfigur, die gut und gerne Heldinnen wie Sigourney Weaver oder Katherine Waterston aus dem Alien-Kosmos das Wasser reichen kann. Ein tougher Charakter in einer Welt des Überlebens.

Gegen so viel Setting-Performance und Charakter-Brillanz kommt die Story selbst allerdings nicht an. Diese gibt sich zwar nicht moralinsauer und tadelnd, dafür aber nimmt sie das Ende und den Neuanfang der Menschheit hin wie ein vorbeiziehendes Unwetter. So, wie Mutter Erde das machen würde.
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Mehr Reviews und Analysen gibt´s auf filmgenuss.com!
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 27. August 2021
Klasse Film. Spannend und packend von der ersten bis zur letzten Minute. Einige kleine Punkte, die für 5 Sterne fehlten, aber erfrischend anders als die meisten US-Produktionen.
Es geht doch, dass Filme aus Deutschland kommen, die nicht mit Till Schweiger, Otto, Katja Riemann… besetzt sind und doch gut produziert werden (Roland Emmerich).
Tolle Bilder, Musik und Darsteller. Die Szenerie hat mir auch sehr gut gefallen.
Anmerkung: Wir waren mit 4 Leuten im Kino. Nach dem Kinobesuch stellte sich raus, dass alle den Film einstimmig klasse fanden.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.854 Follower 5.026 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 23. August 2021
Science-Fiction aus deutschen landen? Ja, das geht, allerdings mit einigen Abzügen. Die große Hintergrundgeschichte in der die Erde zerstört wurde, und die Menschen ausgewandert sind wird nur mittels Texttafeln vermittelt. Der Plot einer Astronautin die auf die Erde zurückkommt beginnt eben genau dort, auf der Erde und hat keine Weltraumszenen und die Welt in der das Ganze spielt ist matschig, grau und neblig. Große Bilder gibt’s also nicht, aber eine lebensnahe Begleitung der Heldin die sich durch diesen Alptraum hindurchkämpft. Gerade in der ersten Hälfte ist man so schlau wie die Heldin selsbt bevor sich dann der übliche Plot auftut: es wird ein sicherer Hafen erreicht der sich dann aber doch ans bedrohlich herausstellt. Große Überraschungen passieren da nicht, trotzdem bietet der Film atmlose Spannung und eine bedrückende Atmosphäre. Jedenfalls viel mehr als man von so einem Titel erwarten würde.

Fazit: Trostlose Zukunftsvision, kraftvoll umgesetzt!


https://youtu.be/BcEc9TBBCz0
Riecks-Filmkritiken
Riecks-Filmkritiken

34 Follower 212 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 19. August 2021
Entgegen der sonst üblichen Meinung, die ich häufiger mal vertrete, können deutsche Filme durchaus auch Qualität anbieten. Ein bestes Beispiel ist Tides, welcher völlig überraschend aus der Versenkung auftaucht. Scheinbar wurde hier das Budget effektiv für den Film und nicht für die Werbung eingesetzt, denn tatsächlich gab es nur selten zuvor etwas von diesem Werk zu sehen – was ihn jedoch keineswegs schlechter macht. Tides ist nämlich erfrischendes Genrekino, wie wir es uns häufiger wünschen würden. Nicht nur, dass hier auf jegliche großen deutschen Filmstars verzichtet wurde, es wurde gänzlich auf einen internationalen Cast gesetzt, der vor allem durch Nora Arnezeder begeistern kann. Schlichte und heimatliche Settings sind kaum wieder zu erkennen, wenn sie in einem futuristischen und dystopischen Blickwinkel eingefangen werden und mit minimalen Effekten in eine völlig neue Welt übergehen. Doch der Film begeistert noch durch so viel mehr. Die Handlung ist zwar relativ schlicht gehalten und hätte genauso gut in der Urzeit spielen können, kann aber auch in seiner Schlichtheit durch elementare Themen begeistern und mitreißen. Hier bekommen wir natürlich keinen Highclass-Film, doch das wäre auch vermessen zu erwarten. Tatsächlich möchte ich an dieser Stelle ausnahmsweise einmal differenzieren, denn im Vergleich der internationalen Produktionen hat sich der Film eine 7/10 durchaus verdient, in Bezug auf die deutsche Filmlandschaft sogar eine 9/10. Ein visuelles Highlight, welches durchaus mal schaubar ist, auch wenn eine zweite Sichtung vermutlich nicht unbedingt notwendig wäre.

Die gesamte Kritik gibt es auf https://riecks-filmkritiken.de/tides
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