Im Leben der preußischen Königin Charlotte (Antonia Bill) klafft ein großes Loch. Denn Gottfried Wilhelm Leibniz (Edgar Selge), einst Charlottes geistreicher Lehrer, weilt nicht mehr bei ihrer Hoheit am Schloss Lietzenburg. Um ihn jedoch nicht nur in bester Erinnerung, sondern auch rein bildlich im Bewusstsein zu behalten, gibt sie ein ein Porträtgemälde von Leibniz in Auftrag. Der lässt sich darauf ein, doch es dauert, bis es rund läuft. Erst, als Aaltje van de Meer (Aenne Schwarz) den Auftrag übernimmt, scheint sich alles zu fügen. Denn die junge Malerin ist Leibniz intellektuell durchaus ebenbürtig. So werden aus den Porträtsitzungen schnell Debattenräume über Kunst und wie Welt.
Einfach ist es nicht gewesen, dieses Projekt aus dem Boden zu stampfen, sagt Edgar Reitz über „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“. Im Grunde habe man es bereits ad acta legen wollen, erinnert sich der 92-jährige Filmemacher. Schließlich sei sein Herzensprojekt über den Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz, mit dem sich der „Heimat“-Regisseur über zehn Jahre hinweg beschäftigte, schnell auf ein veranschlagtes Budget von 25 Millionen Euro hinausgelaufen. Diese Summe ist für ein Projekt im deutschen Sprachraum schlicht unmöglich – erst recht, wenn wir uns nicht im expliziten Unterhaltungssektor bewegen.Doch nachdem das Drehbuch bereits durch mehrere Überarbeitungen gegangen war, jede mit dem Ziel, den Umfang des zunächst als Lebenschronik angelegten Skripts in finanziell stemmbare Bahnen zu lenken — blitzte schließlich die eine Idee auf, wie man sich Leibnitz nun doch noc
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Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes Trailer DF
Zur Zeit der Veröffentlichung von „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ vollendete Regisseur Edgar Reitz bereits sein 92. Lebensjahr. Längst eine Legende des deutschen Filmes (in erster Linie durch sein 15-stündiges Monumentalwerk „Heimat“) versuchte Reitz bereits 2008 ein Kurzfilmprojekt über den deutschen Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz fertigzustellen, scheiterte damals aber noch an der Finanzierung. Mit 92 Jahren klappte es nun
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Statt zu Hof in Hannover und Berlin wurde in München gefilmt
Leider war für den Dreh von „Leibniz - Chronik eines verschollenen Bildes“ ein Dreh an Originalschauplätzen in Hannover und Berlin wohl nicht möglich: Das Wohnhaus des deutschen Philosophen und Vorreiter der Aufklärung (im Film dargestellt von Edgar Selge) wurde im 2. Weltkrieg bereits zerstört und auch auf einen Dreh im von der Leibniz-Freundin und Förderin Königin Sophie Charlotte (Antonia Bill) erbauten Schloss Charlottenburg in Berlin verzich
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