Es gibt viele Deutsche, die Geschichte gemacht haben. Einige von ihnen durch Taten, andere mit Worten. Zu letzterer Kategorie gehörte zweifellos Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716), ein Philosoph, Mathematiker, Jurist, Historiker und politischer Berater der frühen Aufklärung, dessen Schriften und Gedanken bis heute Relevanz haben. An zahlreichen Schulen im Bundesgebiet sind sie noch immer Gegenstand des Deutsch- beziehungsweise des Gemeinschafts- und Sozialkundeunterrichts.
Den Namen Leibniz dürfte so gut wie jede*r von euch zumindest schon einmal gehört haben, oder? Trotzdem gab es – jedenfalls nach Kenntnis des Verfassers dieses Artikels – bisher keinen Film über den gebürtigen Leipziger oder mit ihm als einem der Protagonisten. Diesen Missstand hat „Heimat“-Mastermind und -Regisseur Edgar Reitz in Kooperation mit seinem Kollegen Anatol Schuster („Chaos und Stille“) jetzt behoben. Der Trailer verspricht eine turbulente Melange aus Charakterdrama, philosophischen Exkursen und Historien-Farce – natürlich mit vielen Worten.
„Leibniz - Chronik eines verschollenen Bildes“ startet bundesweit am 18. September 2025 in den deutschen Kinos. Wir haben das Werk bereits bei seiner Weltpremiere im Februar im Rahmen der Berlinale 2025 gesehen und für euch rezensiert. Wie das Urteil ausfällt, erfahrt ihr in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik.
In der Titelrolle des Universalgelehrten Leibniz erwartet euch Edgar Selge („Aus meiner Haut“). An seiner Seite standen Stars wie Lars Eidinger („Babylon Berlin“), Aenne Schwarz („Alle, die du bist“), Barbara Sukowa („Enkel für Anfänger“), Antonia Bill („Leander Haußmanns Stasikomödie“) und Michael Kranz aus „Oktoberfest“ vor der Kamera.
Darum geht es in "Leibniz"
1704: Die preußische Königin Sophie Charlotte (Antonia Bill) ist vom begrenzten Horizont ihrer Höflinge schrecklich gelangweilt. Zur mentalen Stimulierung wünscht sie sich ein Porträt ihres in Hannover lebenden, einstigen Lehrers, des Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz (Edgar Selge). Schon der imaginäre Austausch mit dem in Öl gefassten Antlitz des hochgebildeten Denkers soll ihr – so hofft sie zumindest – helfen, intellektuell nicht komplett zu verkümmern.
Daraufhin beauftragt die Mutter der Königin, Kurfürstin Sophie von Hannover (Barbara Sukowa), ihren Hofmaler Pierre-Albert Delalandre (Lars Eidinger), das so sehnlich gewünschte Bild anzufertigen, und beordert Leibniz in ihre Residenz, um ihm Modell zu sitzen. Die beiden Männer kommen allerdings überhaupt nicht miteinander aus – was darin endet, dass Delalandre den Pinsel fallen lässt und einfach unverrichteter Dinge flüchtet.
Als nächste soll die junge Aaltje van de Meer (Aenne Schwarz) aus den Niederlanden ihr Glück versuchen. Ihre Art, an die Aufgabe heranzugehen, passt dem anspruchsvollen Leibniz deutlich besser und die unter Delalandre noch so zähen Sitzungen entwickeln sich schnell in Richtung lebhafter Gespräche über Kunst, Liebe und Wahrheit...
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Einen ganz anderen, aber unbedingt sehenswerten Film aus deutscher Produktion empfiehlt FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen euch im folgenden Artikel:
Kinotipp der Woche: Das Remake eines Kultfilms von 2001, das sogar noch besser ist als das Original!