FSK ab 16 freigegeben
Wie stellt man sich einen Mann vor, der gemordet hat? Wie würde man ihm gegenübertreten? Könnte man sich auf ihn einlassen? In ihrem Dokumentarfilm gehen die Filmemacher Chris Wright und Stefan Kolbe diesen Fragen anhand der Geschichte des Mörders Stefan S. nach. Dieser wird im Film durch eine von zwei Handpuppenspielerinnen gesteuerte Puppe repräsentiert.
2,0
lau
Anmaßung
Die Banalität der Banalität des Bösen
Von Lucas Barwenczik
Das True-Crime-Genre hat seit den Sechzigerjahren einen unaufhaltsamen Siegeszug angetreten. Ob Podcasts, Literatur, Filme oder Serien – überall werden reale Morde nacherzählt und mehr oder wenig tiefgehend analysiert. So alt wie das Genre ist auch die Kritik daran, die Taten würden sensationsgierig ausgeschlachtet. Und die Frage, was dargestellt werden kann, muss und darf. Sollte des einen Leid wirklich des anderen Abendunterhaltung sein? Auch für die Filmemacher Chris Wright und Stefan Kolbe scheint es eine „Anmaßung“ zu sein, Verbrecher oder Verbrechen einfach zu zeigen. In ihrem Dokumentarfilm über den Frauenmörder Stefan S. erklären sie so gleich zu Beginn: „Das ist kein Film über Stefan. Es ist ein Film darüber, wie wir uns unser Bild von ihm machen.“ Dem Sog seines Schreckens entkommt „Anmaßung“ trotzdem nicht.
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2:17
Produktionsland
Deutschland
Verleiher
GMfilms
Produktionsjahr
2021
Filmtyp
Spielfilm
Wissenswertes
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Budget
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Sprachen
Deutsch
Produktions-Format
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Farb-Format
Farbe
Tonformat
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Seitenverhältnis
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Visa-Nummer
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