The Holdovers
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Lemmiblog
Lemmiblog

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4,0
Veröffentlicht am 16. Mai 2026
VERDAMMTER SPARGEL

Im Jahr 1970 muss der mürrische Geschichtslehrer Paul Hunham, zur Strafe, über die Weihnachtstage auf die Kinder aufpassen, die nicht nach Hause können, sondern im Nobel Internat bleiben müssen. Die Kinder mögen Paul gar nicht, denn er ist streng und viele halten für ein Arschloch. Als jedoch alle Kinder zu einem Skiurlaub mit einem Helikopter abgeholt werden, scheint für ihn endlich Frieden in Sicht, jedoch bleibt Angus Tully bei ihm, da seine Familie nicht erreichbar war.

The Holdovers geht ca. 134 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine Dramödie mit Paul Giamatti in der Hauptrolle als grimmigen Lehrer, der nicht viel für die verwöhnten Bengel übrig hat.
Die Handlung selbst ist simpel, Lehrer und Schüler hocken aufeinander und müssen miteinander auskommen. Zu erst mag sich keiner, doch über die Zeit lernt man sich kennen und wirft sogar einige Vorurteile über Bord. Wer jedoch glaubt nun das Ende zu kennen könnte sich irren, es kommt doch anders als man denken würde.
Hier stimmt so unglaublich viel, die Dialoge sind der Wahnsinn und bieten eine tolle Mischung aus Weisheit und Humor. Die Charaktere sind durchweg interessant, Giamatti ist schlicht der Wahnsinn als muffiger Lehrer. Dominic Sessa als Angus hat Charme und ist spitzbübig. Der Scene Stealer ist jedoch Da'Vine Joy Randolph, ihre Darbietung der Köchin und wie sie den Verlust ihres Sohnes verarbeitet ist schlicht beeindruckend, Oscar gerechtfertigt. Die Szene zu Silvester in der Küche war der Hammer.
Am Ende bleibt ein Film der trotz seiner Laufzeit kurzweilig ist, da Giamatti es schafft jede Szene mit Leben zu füllen und  seine Co-Stars ihn in nichts nachstehen, kommen so herrliche Dialoge, Witze und auch Gefühle zum tragen.

Von mir bekommt der Film 8/10 Punkten. Vorurteile sind nur Klischees? Jepp, aber einen wahren Kern haben sie dennoch irgendwo, auch wenn oftmals mehr hinter jemanden steckt als die Fassade zeigt.
Craftnight405
Craftnight405

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5,0
Veröffentlicht am 13. Januar 2025
Angus Tully (Dominic Sessa) muss zur Weihnachtszeit in seiner Privatschule bleiben. Er ist alleine mit seinem verhassten Geschichtslehrer Herr Hunham (Paul Giamatti) und der Köchin Mary (Da’Vine Joy Randolph).

Der Film spielt in den 70-er Jahren. So ist der Film auch von den Bildern her gefilmt. Paul Giamatti hätte für den Film den Oscar gewinnen müssen. Giamati hatte übrigens einen der besten Schauspieler als Lehrer nämlich Alan Rickman. Giamati spielt einen unsympathischen Lehrer, welcher aber fair ist und eine gute Seite hat. Angus ist ebenfalls unsympathisch hat, aber ebenfalls eine gute Seite. Der Film lägt, besonders Wert auf gute Dialoge. Viele Sets gibt es hier nicht, nur die Schule und paar andere Sets. Dem Film wird vorgeworfen, dass hier nicht passiert. Wenn man es mit heutigen Filmen vergleich, stimmt, das zwar. Für viele Leute die eine schnelle Handlung haben bzw. gewohnt sind und das jede Sekunde etwas Spektakuläres passieren muss, wird diesen Film nicht mögen.

The Holdovers ist ein schöner, emotionaler Film für die Weihnachtszeit. Der Film hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Filmklassiker und Meisterwerk Einer flog über das Kuckucksnest.

10/10
Frriday
Frriday

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5,0
Veröffentlicht am 28. September 2024
In "The Holdovers" glänzt Paul Giamatti, einer der besten Schauspieler Hollywoods, in der Rolle des Lehrers Paul Hunham, der an der Barton Academy Kinder aus wohlhabenden Familien in Geschichte unterrichtet. Die Handlung spielt in der Weihnachtszeit des Jahres 1970. An dieser Stelle möchte ich keine Inhaltsangabe geben, sondern lediglich meine Eindrücke schildern.

Die Siebzigerjahre werden unglaublich authentisch dargestellt – von der Kleidung und den Frisuren der Figuren bis hin zu den Autos und den Requisiten. Besonders hervorzuheben ist die exzellente Kameraführung und der Verwendete Retrofilter, der es mir als Zuschauer ermöglicht hat, tief in diese Zeit einzutauchen. Die stimmungsvollen Bilder werden von einem berührenden Folk-Soundtrack begleitet, der die Atmosphäre perfekt untermalt.

Die Geschichte ist rührend und stimmig erzählt. Nicht eine Sekunde kam mir die knapp 125 Minuten lange Tragikomödie zu lang vor. Im Gegenteil: Auch wenn das Ende für mich versöhnlich ist, bleibt mein Interesse am weiteren Lebensweg von Paul Hunham groß. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich mir eine Fortsetzung wünsche; vielmehr drückt es meine Wertschätzung für einen insgesamt gelungenen Spielfilm aus. Paul Giamatti wurde für seine Leistung mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Golden Globe Award, und er war für einen Oscar nominiert.

"The Holdovers" ist ein absolut sehens- und hörenswerter Film von Alexander Payne, der bereits mit "About Schmidt" und "Sideways" zwei großartige Werke geschaffen hat, die in meiner Top 100 Liste der Lieblingsfilme weit oben rangieren.
Julia Schmied
Julia Schmied

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5,0
Veröffentlicht am 27. Juli 2024
Ein ganz, ganz großartiger Film!

Warmherzig, sensibel, tiefgehend - und öfter mal durchaus mit Humor.
Alle drei Charaktere sind zunächst kantig aber liebenswert, haben Schicksalsschläge zu verarbeiten - und nähern sich unerwarteter Weise situationsbedingt an.

Das mitzuerleben, diesen Weg, und sie jeweils ein bisschen besser kennenzulernen, ist berührend, macht Freude und beschwingt einen tatsächlich.

Ein glaubwürdiger Film, der wirklich eine Bereicherung ist!

Die Filmmusik ist ausserdem unglaublich gut gewählt - und wird zum festen Bestandteil der Geschichte / Erzählung. Zusammen mit beeindruckender Kamera und tollem Schauspiel rundum perfekt.

Absolute Empfehlung!!
Olaf Bekkers
Olaf Bekkers

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4,5
Veröffentlicht am 3. Februar 2024
Einfach ein guter , warmherziger Film der zum weinen und lachen ist und nie langweilig .. einfach schön
Rob T.
Rob T.

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4,0
Veröffentlicht am 30. Januar 2024
Dezember 1970. Die Weihnachtsferien stehen an. Es ist die Zeit, wo die Schüler das Internat Richtung Heimat verlassen können. Außer die, die zu Hause niemanden haben. Oder die kein Zuhause haben.
Der 15-jährige Angus (Dominic Sassa) dachte eigentlich, er könne zu seiner Mutter und seinem Stiefvater - doch seine Mutter sagt in letzter Minute ab. Er muss da bleiben.
Und ausgerechnet Lehrer Paul Hunham (Paul Giamatti) ist für die Beaufsichtigung der Schüler zuständig - er, den keiner leiden kann, weil er arrogant und unfreundlich ist.
Am Ende sind neben Paul und Angus nur noch die Chefköchin Mary (Da'Vine Joy Randolph) übrig. Sie verbringen gemeinsam Weihnachten, und Angus macht den Vorschlag, danach nach Boston zu reisen.
Es sind Tage, wo sich Schüler und Lehrer näher kennenlernen werden. Angus, der Depressionen hat und seinen echten Vater treffen will. Und Paul, der Leute aus seiner Vergangenheit trifft.

Keine wirkliche Spannung, kein Krimi, keine Romantik - einfach drei Leute, die sich zu Weihnachten miteinander arrangieren müssen und nach und nach feststellen, dass das gar nicht so schlimm ist wie gedacht.
"The Holdovers" erzählt nicht zwingend die Geschichte einer Freundschaft. Aber es geht schon darum, zu zeigen, dass hinter der Fassade von Menschen mit scheinbar nervigen Eigenschaft, mehr steckt.
Hinzu kommt die sehr schöne Ausstattung des Films, der Anfang der 70er spielt, als es noch geschlechtergetrennte Schulen gab. Dazu gute, passende Musik. Und auf interessante Weise wirkt auch der ganze Film, als sei er nicht aus dem Jahr 2023, sondern schon viele Jahre alt. Lustigerweise werden im Vorspann auch uralte Teaser der Filmfirmen benutzt, inklusive Knisterton. Das sorgt für zusätzliche Retro-Vibes.
Es ist ein Film, den man wirklich gern verfolgt.
Kinobengel
Kinobengel

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4,5
Veröffentlicht am 28. Januar 2024
die Welt, in der wir leben, …


USA, 1970: Der unbeliebte Geschichtslehrer Hunham (Paul Giamatti) und sein rebellischer Schüler Angus (Dominic Sessa) müssen unerwartet über die Winterferien in der Schule verbleiben. Im Kampf um die Gestaltung der weihnachtlichen Einsamkeit dabei ist Köchin Mary (Da'Vine Joy Randolph). Sie sind nicht nur das zeitbegrenzte Überbleibsel dieser renommierten Lehranstalt für Kinder betuchter Eltern, auch in ihrem Dasein nehmen die drei jeweils eine Randstellung ein.

Alexander Payne steht für anspruchsvollen tragischen Humor im gesellschaftlichen Gefüge. Das gilt gleichwohl für „The Holdovers“. Andere Merkmale der Filme des US-amerikanischen Regisseurs („The Descendants“, 2011) zeigen sich ebenfalls, denn sein aktueller Film plätschert dahin, ohne langweilig zu sein. Payne vermeidet extreme dynamische Spitzen oder allzu überraschende Wendungen und unterlegt das Visuelle mit megapassend ausgewählten Songs, gerne mal im ¾-Takt für gesetzten Schwung. Bilder, Schnitt sowie Filmmusik erreichen eine meisterliche Symbiose wie in „Nebraska“ (2013).

Allmählich werden die Charaktere begreifbarer, offenbaren ihre Geheimnisse, finden Vertrauen, außerordentlich geschmeidig in diesen hervorragenden Erzählrhythmus eingebettet. So erreicht die Komik ohne jede Albernheit eine Tiefe, die Payne aus den Eigenheiten der Figuren schöpft. Einsamkeit, Elternbeziehungen und Vietnamkrieg kommen zur Sprache. Zu Weihnachten wird die Sentimentalitätsschraube beträchtlich angezogen, womit der Frohsinn einen Nachbrenner bekommt, getragen von Paul Giamatti, der bereits bei „Sideways“ (2004) für Payne als Hauptakteur vor der Kamera stand.

Schade, dass „The Holdovers“ nicht vor den letzten Feiertagen des Jahres 2023 in die deutschen Kinos gekommen ist. Nun darf diese Perle als Event zum 5. Advent abgefeiert werden.
beco
beco

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3,0
Veröffentlicht am 28. Januar 2024
Ein doch recht typischer, amerikanischer feel-good Weihnachtsfilm.
Die sozialkritischen Töne (Vietnam-Krieg, Diskriminierung Schwarzer, Privilegien der Oberschicht) in Bezug auf die Zeit der 60 und 70er Jahre, bleiben im Hintergrund und ohne Biss, sodass die sympatische Annäherung zweier Außenseiter im Mittelpunkt des Geschehens steht. Das gelingt insbesondere durch die Protagonisten Dominic Sessa als Angus und Paul Giamatti als Lehrer Paul Hunham.
Solides, sehenswertes Kino
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.854 Follower 5.037 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 22. Januar 2024
Es stimmt, wenn man diesem Film vorwirft, daß eigentlich nichts passiert. Bei einer Lauflänge von 130 Minuten schaut man ein paar traurigen Gestalten zu, die gezwungenermaßen eine gewisse Zeit zusammen verbringen müssen. Dabei dominiert aber ein entspannter Grundtonu nd eine gewisse Wohlfühlatmosphäre. Paul Giamatti trimuphiert als grantiges Scheusal, welches seinen weichen Kern erst schrittweise zugibt. Viele Szenen haben einen großen, emotionalen Kern, der aber sanft verpackt wird und nicht jede Szene führt irgendwo hin. Wenn Angus etwa ein Mädchen auf einer Party kennenlernt, endet der Flirt mit dem Verlassen der Party und war dennoch eine shcöne Szene. So bekommt man mehr als zwei herzerwärmende, altmodische Filmstunden.

Fazit: Bewusst auf alt gemachte, zu Herzen gehende Story - obwohl kaum etwas geschieht!
Arnaud Hein
Arnaud Hein

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0,5
Veröffentlicht am 16. Januar 2024
Zieht sich wie Gummie und hat sehr wenig Lacher darin. Es ist für mich ein Kunstfilm für für die Filmfestspiele in Cannes.
Ein Rückblick in die Historie eines alten Internats der 70er Jahre. Die Geschichte ist sehr skurril und saumäßig langweilig.
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