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Casey 08
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4,0
Veröffentlicht am 6. Juli 2026
Brian de Palma und Al Pacino mit dem nächsten Gangsterfilm und im Grunde ist es "Scarface" nochmal und auch nochmal so gut. Der Film ist halt der typische Gangsterfilm was man von Al Pacino halt erwarten kann. Er ist trotz der Länge selten langweilig, er hat ein paar sehr brutale Momente und Sean Penn und Al Pacino sind wieder spitze. Man hat auch wieder krasse Schießereien wie relativ am Anfnag und die fantastische Schießerei auf der Rolltreppe. Der Film hat definitiv seine Momente und auch die Dialoge und Charaktere sitzen aber so ganz was neues ist es nun mal nicht. Das was ich aber wirklich nicht verstanden habe ist, dass der Film keine einize Oscar-Nominierung bekommen hat, denn das hätte er für zum Beispiel Bester Hauptdarsteller bekommen müssen. Alles in allem finde ich den Film nicht herausragend aber er ist trotzdem richtig gut.
Insgesamt ist es ein sehr guter Film mit tollen Darstellern, blutigen Schießereien, einem fantastischen Ende und selten Langeweile.
Groß angelegtes Gangster-Epos, das zwar in den 1970er Jahren spielt, aber aus jeder Pore sowas von 90ies atmet, dass es eine wahre Freude ist. Al Pacino ist einfach einer der ganz großen Legenden in Hollywood und stellt es auch hier wieder unter Beweis. Dabei verzichtet er aber zugunsten einer bedächtigen und ruhigen Performance auf seine markanten eruptiven Gefühlsausbrüche. Aber genau das passt ja so perfekt auf die Figur des Carlito, der vordergründig aus dem Milieu aussteigen will, sich aber doch genau eben dort wieder hineinbegibt und sich dann wundert, warum es nicht gelingt. Diese Ambivalenz seiner Figur kann er hervorragend anbringen, sein Spiel ist nuanciert und nie unglaubwürdig – stark!
Neben ihm kann Sean Penn (hier mit unfassbar spackiger Dauerwelle) nur blass aussehen, versucht aber dennoch alles, dagegen anzukämpfen. Pacino und Penn hier zusammen zu beobachten ist eine wahre Freude und fantastische Schauspielkunst auf höchstem Niveau. Die Inszenierung von Brian de Palma nimmt sich viel Zeit für seine Figuren und die Geschichte und weist dabei leider auch die eine oder andere Länge auf. Vor allem die Liebesgeschichte zwischen Carlito und Gail nimmt da aus meiner Sicht zu viel Raum ein, viele Szenen und Dialoge sind dann doch redundant, diese Ausführlichkeit hätte es nicht gebraucht. Auch zu Beginn wird der Rückkehr Carlitos sehr viel Raum eingeräumt, seine Gespräche mit alten Freunden und Feinden sind streckenweise auch etwas langweilig, die Figur des Lalin, gespielt von Viggo Mortensen, beispielsweise ist für die Handlung komplett überflüssig.
Ein cleverer Kniff besteht darin, den Zuschauer an Carlitos Gedanken durch immer wieder eingestreute VoiceOver-Kommentare teilhaben zu lassen. Dadurch gelingt eine bessere Identifikation und die Handlungen werden nachvollziehbarer. Als nicht so gelungen sehe ich die Anfangssequenz des Films, die nämlich schon auf unglückliche und zudem völlig unnötige Weise das Ende vorwegnimmt. Mann kann sich bei einem solchen Gangsterfilm natürlich eh schon denken, wie das Alles ausgeht, aber das Einspielen der Schlussszene zu Beginn hat keinerlei dramaturgischen oder künstlerischen Mehrwert und ist dadurch eben einfach überflüssig.
FAZIT: Al Pacino und Sean Penn sind schlichtweg überragend, man kann es nicht anderes sagen. Um die beiden herum entspinnt sich eine etwas generische Gangsterstory, die in Teilen auch zu langatmig geraten ist, dennoch aber spannend unterhält. Sehenswert.
Ein überaus spannender Thriller mit drei großartigen Darstellern. Titelheld Carlito (Al Pacino) will sich zur Ruhe setzen und nur noch Autos verkaufen. Sein Anwalt David (Sean Penn) verhilft ihm zu einem letzten Einsatz. Beide verbindet eine lange Freundschaft, die sich auf gegenseitige Lebensrettung stützt. Der eine glaubt, er schulde dem anderen etwas. Doch der ständig zugekiffte Anwalt vermasselt die Tour und so haben beide die Mafia an der Backe. Gleichzeitig investiert Carlito emotional viel in Gail (Penelope Ann Miller), eine Nachtclubtänzerin. Sie beurteilt die Beziehung kritisch, weil sie spürt, dass Carlito in sein Verderben rennt. Aber das weiß der Zuschauer ja schon seit dem Anfang des Films. Und obwohl es so ist, schafft es die Regie am Ende soviel Spannung aufzubauen, dass man total gebannt den Plot Nägel kauend und Schweiß auf der Stirn verfolgt. Dass Finale im Grand Central spielt mit entspannenden Verzögerungen, beinahe Treffs und immer wieder den Kopf aus der Schlinge ziehen d.h. einen Ausweg finden. Schnelle Ortswechsel vom Bahnhof in den Zug, ins Krankenhaus unterstützen die packende Atmosphäre. Und überall wird geschossen und gestorben. Auch wenn Carlito schon mal aus einem Colt die Patronen entfernt hatte. Es geht bis zum bitteren Ende, das wir schon kennen, aber dem wir immer mit der Hoffnung entgegengezittert hatten, dass Carlito doch noch irgendwie davonkommt. Dieser Gedankengang wird durch Gail immer wieder bestärkt und mit ihrem Auftauchen schießt die Spannung von der emotionalen und vernunftbetonten Sicht der Dinge durch die Decke. Als Palliativ singt zu den letzten Einstellungen Billy Preston ‘You are so beatiful to me…‘
hat mir echt gut gefallen, der Film ist sehr rund Er hat ein Thema und das Gezeigte trägt zu dessen Ausführung bei. In dem Punkt auch wirklich ausführlich und differenziert Außerdem wirklich interessante Dialoge, Kameraperspektiven und Figuren. Die Konflikte werden gut vorgetragen. Das Szenenbild war auch ziemlich cool, vor allem der Club. Irgendwie finde ich es ein bisschen schade, dass man halt von Anfang an weiß, wie es ausgehen wird.
Wie schon 10 Jahre zuvor bei "Scarface" ist die Zusammenarbeit von Brian De Palma und Al Pacino eine absolute Bombe. Diesmal aber weniger eine Hommage an den Gangsterfilm der 30er als den Film Noir der 40er Jahre. Ein geläuterter Ex-Drogendealer, den die Vergangenheit einfach nicht los lässt, so sehr er das auch möchte. Ein Krimineller aus einer Zeit in der es wenigsten noch im Ansatz so etwas wie einen Ehrenkodex gab, ein Auslaufmodell in einer gnadenlosen Gegenwart. Der perfekte Stoff. Und perfekt be- und umgesetzt. Ein kühler und wenig herzlicher Thriller, allerdings mit viel Seele. Kalt, bis auf eine der besten und unvergesslichsten Film-Liebesszenen aller Zeiten.
"Carlito´s Way" ist so etwas wie das Gegenstück zu Brian De Palmas "Scarface. Die melancholische, bisweilen tieftraurige Gangster-Ballade ist ein konsequenter, meisterhaft inszenierter, mit bewegenden Zwischentönen durchzogener und einem überragenden Hauptdarsteller besetzter Abgesang auf das Genre, der sich qualitativ keineswegs vor den ganz Großen wie "Goodfellas" oder "Der Pate" verstecken muss und locker in einer Liga mit ihnen anzusiedeln ist.
"Carlito's Way" ist ein konventioneller Gangsterfilm, der von den schauspielerischen Leistungen lebt, aber leider etwas vor sich hin plätschert. Al Pacino spielt wie gewohnt klasse und Sean Penn kriegt man hier mal etwas anders zu sehen. Es gibt viele gute Szenen und das Ende ist spannend und wirklich gut. Nur leider gibt es zu viele Passagen bei denen Längen auftauchen.
Drama, das vor allem durch spannende inszenatorische Einfälle, gut durchgeplante Kamerabewegungen und starke Schauspieler besticht. Abseits dieser formeller Kunststücke muss man leider sagen, dass der Film nur ein altes Genreklischee neu auflegt.
Carlitos Way ist ein absolutes Meisterwerk und überzeugt jedes mal aufs neue. Die Story handelt von Carlito (Pacino) der nach fünf Jahren Gefängnis seine Gangsterkarriere hinter sich lassen will und seinen Traum als Autoverkäufer verwirklichen will. Leider sind die "Freunde" die er hat noch immer in kriminelle Aktivitäten mit Mafiafamilien und Straßengangster verwickelt und dies erschwert ihm sein vorhaben aus dem Sumpf zu kommen erheblich. Die schauspielerische Leistung die von Pacino an den Tag gebracht wird ist grandios und überzeugt auf ganzer Linie. Auch die anderen Schauspieler wie Sean Penn und Viggo Mortensen spielen sehr gut. Fazit: Brian de Palma hat mit Carlito´s Way ein weiteres Gangster- Drama geschaffen, dass mit einer bedrückenden und aussichtslosen Atmosphäre, einer überragenden Leistung von Pacino und einer sehr guten Story alles hat was ein Meisterwerk haben muss. TOP!
Er sieht ähnlich aus wie Scarface, hat eine (etwas) andere Story wie Scarface, ist vom gleichen Macher & mit dem selben Hauptdarsteller wie Scarface, spielt in dem gleichen Club (zumindest die Kulisse ist das 100% ;) ) aber er ist eigenständig & düsterer wie Scarface IMO! Pacino hat wie immer alles im Griff, Sean Penn spielt den kokainabhänigen Anwalt genial & die Story wird sehr interessant erzählt. Der arme, kleine Carlito, er will einfach nur raus aus der Gegend, schafft es aber irgendwie nich...
Wenn ich sage, dass Carlitos Way viel besser ist als Scarface, werden mir einige widersprechen. Ein Vergleich der beiden Filme bietet sich jedoch so gut an, dass ich mich wundere, warum sie nicht gleichermaßen bekannt sind.
In der Vergangenheit war Carlito möglicherweise Tony Montana sehr ähnlich. Zum Zeitpunkt der Handlung des Films, als er zu Beginn aus dem Gefängnis freikommt, ist er jedoch älter. In Scarface sahen wir, wie ein Mann Fehler gemacht hat, solange, bis er unterging. Carlito hat vermutlich ähnliche Fehler begangen und will mit diesem Leben der Kriminalität abschließen und aus seinen Fehlern lernen. Die Vergangenheit holt ihn jedoch wieder ein, und er wird erneut von dem Sog von Gewalt und Verbrechen absorbiert. Aber Carlito empfängt sein Ende nicht mit offenen Armen wie Tony Montana, sondern strampelt, weil er überleben will.
Sean Penn ist hier in einer großartigen Rolle zu sehen, und seine schauspielerische Präsenz erschafft hier einen hervorragenden Kontrast zu der von Al Pacino.
Obwohl der Film einen tragischen Ausgang hat (wie sollte es anders sein?), lässt er den Zuschauer mit dem hoffnungsvollen Gefühl zurück, dass nicht alles umsonst war.
Der Kampf gegen die scheinbar unbesiegbaren Mächte der eigenen Vergangenheit (Carlitos Way) ist ein weitaus reiferes und ergiebigeres Thema für einen Film, als einem wahnsinnigen Mann dabei zuzuschauen, wie er untergeht (Scarface).