„Nosferatu – Der Untote“ avancierte zum Kassenschlager. US-Verleih Focus Features erzielte sogar das zweitbeste Ergebnis der Firmengeschichte an den US-Kinokassen (nach „Downton Abbey“). Da ist es nur logisch, dass man schnell ein weiteres Projekt mit „Nosferatu“-Regisseur Robert Eggers angehen will, das in eine ähnliche Kerbe wie der aktuelle Hit schlägt. So wurde nun „Werwulf“ angekündigt.
Das Drehbuch hat Eggers bereits gemeinsam mit seinem „The Northman“-Co-Autor Sjón geschrieben, sodass einem zeitnahen Dreh nichts im Weg steht. Es wurde bereits verkündet, dass ein US-Kinostart an Weihnachten 2026 geplant ist. Auch bei dem Startdatum existiert sicher der Hintergedanke, an den großen Erfolg von „Nosferatu – Der Untote“ anzuschließen. Denn der aktuell noch groß in den Kinos laufende Horror-Erfolg mit u. a. Lily-Rose Depp, Nicholas Hoult und Bill Skarsgård wurde ebenfalls an Weihnachten in die US-Kinos gebracht (die deutsche Veröffentlichung erfolgte dann am 2. Januar 2025).
Der nächste Film von Robert Eggers: So ungewöhnlich ist "Werwulf"
Auf den ersten Blick scheint man nach dem Titel „Werwulf“ direkt zu vermuten, worum es geht. Und ja, natürlich ist es ein Werwolf-Film. Damit scheint Eggers dem am heutigen 23. Januar 2025 in den Kinos startenden „Wolf Man“ etwas entgegensetzen zu wollen. Doch beide Filme dürften nicht viel gemeinsam haben, nähern sie sich doch auf sehr, sehr unterschiedliche Weisen dem Horror-Mythos (mehr zu „Wolf Man“ gibt es übrigens in unserer FILMSTARTS-Kritik).
Genaue Details zu „Werwulf“ werden zwar noch unter Verschluss gehalten, doch der Hollywood Reporter brachte in Erfahrung, dass die Geschichte im England des 13. Jahrhunderts spielt. Eggers ist schließlich bekannt dafür, dass seine Erzählungen in der Historie angesiedelt sind, die meist unwirtlich und hart ist.
Besonders ist aber hier, dass laut dem Hollywood Reporter die Dialoge im Drehbuch in einem Englisch geschrieben sind, welches der damaligen Zeit entspricht. Daneben gebe es im Skript Übersetzungen und Anmerkungen für diejenigen, die mit Altenglisch nicht vertraut sind. Das wirft natürlich die spannende Frage auf, ob Eggers seine Figuren dann auch so sprechen lässt und es am Ende eine (alt)englische Originalfassung mit (neu)englischen Untertiteln gibt? Von einem anderen Vorhaben sei Eggers aber schon abgerückt: Ursprünglich habe er den Film in Schwarz-Weiß drehen wollen. Dies sei nun nicht mehr der Fall.
Übrigens haben wir mit Robert Eggers zum Kinostart von „Nosferatu – Der Untote“ ausführlich gesprochen. Das Interview findet ihr im folgenden Artikel, sowohl „Nosferatu – Der Untote“ als auch „Wolf Man“ könnt ihr aktuell im Kino sehen.
"Wir hatten Tausende von Ratten am Set": Das große FILMSTARTS-Interview mit "Nosferatu"-Regisseur Robert Eggers