Vor 40 Jahren machte er seine ersten Schritte vor der Kamera, heute ist er ein Hollywood-Star: Habt ihr ihn erkannt?
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Er erhielt vier Oscar-Nominierungen, bezauberte Kritik und Publikum in einer Kult-Romanze – und auch Horrorfans sind mit seinem Gesicht bestens vertraut. Seine Karriere begann er aber in einem Sci-Fi-Abenteuer. Hier erfahrt ihr, um wen es geht.

Ethan Hawke hat seine Lust an der Schauspielerei schon früh entdeckt. Ursprünglich wollte er Schriftsteller werden, doch nachdem er im Alter von 13 Jahren im McCarter Theatre in New Jersey für eine Aufführung des George-Bernard-Shaw-Stücks „Die heilige Johanna“ erstmals auf der Theaterbühne stand, entwickelte sich eine neue Leidenschaft. Fortan wirkte der junge Ethan noch an mehreren Schulproduktionen mit – bevor er schon kurz darauf in seinem ersten Film zu sehen war. Und das nicht etwa wie viele seiner Kolleg*innen in Form eines unauffälligen Kurzauftritts, sondern als Hauptdarsteller einer großen Hollywood-Produktion!

1985 gab Hawke mit gerade einmal 14 Jahren sein Leinwand-Debüt in „Explorers“, einem an Kinder und Jugendliche gerichteten Science-Fiction-Abenteuer, in dem zwei Freunde (Ethan Hawke und River Phoenix) mit einem selbst gebastelten Raumschiff eine galaktische Reise antreten. Doch tatsächlich hatte der spätere „First Reformed“-Star gar nicht geplant, in dem Film mitzuspielen:

In einem Publikumsgespräch (das ihr euch hier in voller Länge anschauen könnt) hat Regisseur Joe Dante im Jahr 2008 enthüllt, dass Hawke sich ursprünglich gar nicht auf die Rolle bewerben wollte. „Er kam zum Vorsprechen mit einem anderen Jungen, der ein Freund von ihm und ebenfalls Schauspieler war“, erinnerte sich der „Gremlins“-Schöpfer. „Ich schaute ihn einfach an und sagte: ‚Dieser Junge ist wirklich süß.‘ Er hatte einen riesigen Mund voller Zahnspange, aber ich dachte mir: ‚Mal sehen, ob er schauspielern kann.‘

Hawke konnte – und wurde so rein zufällig vom Highschool-Schüler in New Jersey zum Filmstar! Hier seht ihr ein weiteres Bild von dem heute 54-Jährigen in seiner Debütrolle:

Ethan Hawke in Paramount Pictures / Universal Pictures
Ethan Hawke in "Explorers - Ein phantastisches Abenteuer" (1985).

Doch es dauerte noch ein bisschen, bis es mit seiner Karriere wirklich bergauf ging. Denn „Explorers“ ging an den Kinokassen baden, was in dem Nachwuchstalent große Zweifel weckte: „In meiner Heimatstadt war das ein riesiges Ding“, so Hawke in einem Interview mit der New York Times. „Doch dann kam der Film raus – und war ein Flop. Danach hörte ich mit der Schauspielerei auf. Ich würde keinem Kind empfehlen, Schauspieler zu werden.“

Tatsächlich zog sich Hawke für einige Jahre aus dem Filmgeschäft zurück, um sich aufs Theaterspiel zu konzentrieren und ein Studium zu beginnen. Doch glücklicherweise entschied er sich Ende des Jahrzehnts doch noch einmal dazu, an einem Casting teilzunehmen – denn so bekam er die Rolle des Internatsschülers Todd Anderson in „Der Club der toten Dichter“ (1989) an der Seite von Robin Williams, mit der ihm der Durchbruch gelingen sollte.

Seitdem hat sich Hawke in Hollywood seine ganz eigene Nische geschaffen. Bereits in den 1990er-Jahren war er kaum in großen Multimillionen-Blockbustern zu sehen, dafür begeisterte er in Werken wie „Before Sunrise“ (der den Startpunkt für seine langjährige Zusammenarbeit mit Regisseur Richard Linklater bildete) oder „Gattaca“ regelmäßig die Kritik. Vier Mal konnte er bereits auf einen Oscar hoffen (u.a. als Nebendarsteller von „Training Day“ und „Boyhood“), und mit Hits wie „Sinister“ oder „The Purge“ machte er sich im vergangenen Jahrzehnt auch bei Horrorfans einen Namen.

Wenn ihr hingegen wissen wollt, welchen unfassbar erfolgreichen Sci-Fi-Actioner Hawke abgelehnt hat, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:

"Das ist völlig bescheuert": Ethan Hawke bereut bis heute, dass er einen der größten Blockbuster der Kinogeschichte abgelehnt hat

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