Zehn Jahre lang – von „Die Kammer des Schreckens“ (2001) bis „Die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ (2011) – war Daniel Radcliffe als Harry Potter in den Kinos allgegenwärtig, doch anschließend wandte er sich vom Blockbuster-Kino ab. Auftritte in mittelgroßen Filmen wie „Now You See Me 2“ und „The Lost City“ blieben die Ausnahme, stattdessen war Radcliffe vor allem in kleineren, häufig ziemlich abgefahrenen Titeln zu sehen. Doch nun könnte er mit einem Superhelden- bzw. eigentlich Superschurken-Film sein Blockbuster-Comeback feiern:
Wie der für gewöhnlich sehr verlässliche und bestens vernetzte Hollywood-Insider Jeff Sneider in seinem Newsletter TheInsneider berichtet, ist Daniel Radcliffe einer von (mindestens) zwei Schauspielern, die die DC-Verantwortlichen für die Hauptrolle in „Clayface“ ins Auge gefasst haben. Das bedeutet aber nicht, dass Radcliffe schon über den Part verhandele oder überhaupt Interesse daran habe, wie Sneider extra noch einmal betonte.
[Update 28. Februar 2024] DC-Boss James Gunn hat der Meldung zu Daniel Radcliffe auf der Social-Media-Plattform Threads widersprochen. Man habe weder mit Radcliffe gesprochen noch ihn für die Rolle in Betracht gezogen. Das sei zu 100 Prozent falsch. Kurze Zeit später enthüllte dafür Jeff Sneider in der YouTube-Show The Hot Mic den zweiten (angeblichen) „Clayface“-Kandidaten: Kieran Culkin („Succession“, „A Real Pain“).
Nachfolgend geht unsere ursprüngliche Nachricht weiter:
Daniel Radcliffe in "Clayface"? Das scheint durchaus möglich!
Radcliffe wäre jedoch aus mehreren Gründen eine durchaus naheliegende Wahl: Zwar wäre „Clayface“ die womöglich größte Rolle und der womöglich größte Film, den er in den Jahren nach „Harry Potter“ gedreht hat. Doch es handelt sich dabei immer noch um einen Superhelden-/Superschurken-Film der mittleren Größenordnung mit einem Budget von wohl 40 Millionen Dollar..
Geplant ist eine Horror-Thriller-Tragödie über den wandelbaren Batman-Bösewicht nach einem Skript von Grusel-Großmeister Mike Flanagan („Spuk in Hill House“, „Doctor Sleep“), was nach einem Projekt klingt, für das sich Radcliffe begeistern könnte.
Das zweite Argument, das für die Verpflichtung von Daniel Radcliffe sprechen könnte, ist der Regisseur von „Clayface“: James Watkins. Mit dem drehte Radcliffe nämlich seinen ersten Film nach „Harry Potter“ – und dabei handelt es sich ebenfalls um einen Horrorfilm, nämlich das Gothic-Gruselstück „Die Frau in Schwarz“ (aus dem auch das Titelbild dieses Artikel stammt). Eine solche gemeinsame Vergangenheit könnte durchaus Radcliffes Interesse wecken.
Zuvor hatte Watkins übrigens mit „Eden Lake“ einen der härtesten Schocker der 2000er gedreht, der in Deutschland 13 Jahre lang auf dem Index stand. Auch das im September 2024 gestartete Horror-Remake „Speak No Evil“ mit James McAvoy stammt von Watkins, er hat also genügend einschlägige Erfahrung gesammelt.
„Clayface“ soll schon im Sommer 2025 für einen Kinostart im Herbst 2026 gedreht werden. Vermutlich dürften also in Sachen Casting schon bald Nägel mit Köpfen gemacht werden, egal ob mit oder ohne Radcliffe. Wie es aktuell mit den vielen anderen geplanten DC-Filmen und -Serien aussieht, erfahrt ihr in diesem Artikel:
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