Dieser Action-Kracher mit Arnold Schwarzenegger verdient mehr Aufmerksamkeit: Erlebt "Red Heat" bald wieder im Kino
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Ob athletische Kampfkunst, die ehrfürchtig-ruhig gefilmt ist, oder explosiv-lärmender Hollywood-Bombast: Im Action-Kino ist er flexibel – eine konsequente Umsetzung ist für ihn aber stets ein Bonus.

Monat für Monat bringt die „Best Of Cinema“-Reihe bringt je einen Kult-Klassiker zurück auf die deutschen Leinwände. Am 6. Mai 2025 feiert der blutige, gewitzte FSK-18-Actioner „Red Heat“ mit Arnold Schwarzenegger sein großes Kino-Comeback.

Schauriger Horror, Komödien mit Kultfaktor, spektakuläre Sci-Fi-Abenteuer, herzzerreißende Romanzen und noch viel mehr: Im Zuge der „Best Of Cinema“-Reihe holen die Verleiher StudioCanal, Tobis, X-Verleih, Capelight Pictures und Warner Bros. mit Unterstützung von FILMSTARTS unvergessliche Klassiker und fesselnde Kultfavoriten zurück auf die große Kinoleinwand. So bekommen Fans die Möglichkeit, liebgewonnene Favoriten endlich wieder oder erstmals im bestmöglichen Rahmen zu erleben.

Und selbstredend ist die „Best Of Cinema“-Reihe auch für Neugierige eine ideale Gelegenheit, um ihnen bislang unbekannte Filme auf denkbar eindrucksvolle Art und Weise nachzuholen! Nachdem unter anderem „Sieben“, der explosive Sylvester-Stallone-Actioner „Cliffhanger“, die pechschwarze Krimi-Komödie „Fargo“ und der atmosphärische Thriller „Die purpurnen Flüsse“ liefen, wird es als nächstes blutig, rasant und gewitzt.

Denn am 6. Mai 2025 bahnt sich „Red Heat“ noch einmal den Weg in die deutschen Kinos – und somit ein ungeheuerlich launiger FSK-18-Reißer mit Arnold Schwarzenegger, der nicht durchweg die ihm gebührende Aufmerksamkeit erhalten hat. Wie gut also, dass ihm nun wieder das Rampenlicht gewiss ist!

Darum geht es in "Red Heat"

Er ist der härteste Hund, den die Moskauer Drogenfahndung zu bieten hat: Ivan Danko (Arnold Schwarzenegger). Als sich der ideologisch vollauf überzeugte Anti-Kapitalist in die Jagd auf den sowjetischen Drogenbaron Rostavili (Ed O'Ross) verbeißt, der sich in den USA abgesetzt hat, bleibt ihm keine andere Wahl: Er begibt sich in die von ihm verachtete, konsumgeile Welt des Klassenfeinds – wo es prompt kompliziert wird!

Denn in Chicago kommt aufgrund schlechter Kommunikation zwischen den US-Behörden und ihrem sowjetischen Kollegium zum Tod eines Polizisten. Im Anschluss dessen muss der wortkarge, muskulöse Hüne aus der Sowjetunion mit dem schlitzohrigen US-Polizisten Art Ridzik (James Belushi) zusammenarbeiten, einem schmierigen Großmaul. Es scheint undenkbar, dass sich diese zwei Sturköpfe zusammenraufen – aber sie müssen es, um diese knifflige Mission sicher zu lösen...

Schwarzenegger: Muskulös, stoisch und dennoch zugänglich

Sowohl in den USA als auch in Deutschland gehörte „Red Heat“ zu den 30 größten Kassenschlagern des Kinojahres 1988, zudem war der humorvolle Buddy-Cop-Action-Thriller lange Zeit fester Bestandteil des Repertoires jeder gut sortierten Videothek. Er ist also wahrlich kein verschwindend kleines Licht in Schwarzeneggers Schaffen – trotzdem geht er gelegentlich zwischen den größten und einflussreichsten Hits der steirischen Eiche unter.

Dabei ist „Red Heat“ ein wichtiger Wendepunkt in Schwarzeneggers Karriere: Durch Produktionen wie die „Conan“-Filme, „Terminator“, „Das Phantom-Kommando“ und „Predator“ festigte er das Image der überlebensgroßen Killermaschine (teils im übertragenen, teils im wortwörtlichen Sinne). „Red Heat“-Regisseur und -Co-Autor Walter Hill war es aber wichtig, einen etwas menschlicheren Schwarzenegger zu zeigen. So wollte er den Protagonisten nahbarer machen und darüber hinaus seinen zentralen Star darstellerisch etwas mehr herausfordern.

Red Heat
Red Heat
Starttermin 6. Oktober 1988 | 1 Std. 46 Min.
Von Walter Hill
Mit Arnold Schwarzenegger, James Belushi, Peter Boyle
Pressekritiken
4,0
User-Wertung
3,4
Filmstarts
3,0

Selbstredend bietet „Red Heat“ trotzdem all das, was das Action-Publikum damals von Schwarzenegger gewohnt war und seine Fans noch immer an seinen Reißern lieben: Dank deftiger Gewaltspitzen und rau-überspitzten Kampf- und Verfolgungsszenen erarbeitet sich „Red Heat“ zwischen dem Kulturschock-Witz und Zwei-ungleiche-Ermittler-müssen-sich-zusammenraufen-Spaß eine FSK-18-Freigabe. Und Danko ist zweifelsohne ein unterkühlter Hüne, an dem sich das exzentrische Plappermaul Ridzik zuweilen die Zähne ausbeißt.

Aber nach einigen übermenschlichen, über den Dingen stehenden Hauptrollen erdete „Red Heat“ die Persona Schwarzenegger: Als taffer, stoischer und loyaler Drogenfahnder, der seinen Prinzipien treu bleibt, aber sukzessive seinem US-Partner gegenüber auftaut, entwickelt er Verwandtschaft zu anderen, menschlichen Harter-Hund-Filmcops, die sich mit Quasselstrippen abfinden. Und er findet dabei eine unterhaltsame Balance zwischen seinem Hau-drauf-Muskelimage und seinem Genuss an filmischer Komik.

Buddy-Cop-Rauferei von einem Genre-Vater

Wie mühelos Schwarzenegger und Belushi in ihre Rollen als menschliche Gegensätze finden, die sich professionell anziehen, dürfte nicht überraschen. Schließlich schuf Walter Hill unter anderem „Nur 48 Stunden“, ein oft kopierte Blaupause für das Buddy-Action-Genre. Darin gab Nick Nolte den verschwiegenen Brummbären und Eddie Murphy die unberechenbare Plaudertasche – ein Duo, das zusammenarbeiten muss, sich reibt, aber letztlich dann doch gerne an einem Strang zieht.

Wie sich Danko und Ridzik schleichend von Rivalen zu grantelnden, aber einander respektierenden Kollegen wandeln, ist zwar keine sonderlich filigrane Annäherung, wohl aber dank Hills Regie, dem temporeichen Skript und der Dynamik zwischen den beiden Stars echt unterhaltsam. Und dass sich die Figuren im Zuge der mitreißend choreografierten, muskulös-aufsehenerregenden Action bloß zwischenmenschlich annähern, aber sonst ihren Wegen treu bleiben, hebt „Red Heat“ durchaus vom Genre-Alltag ab.

Die "Best Of Cinema"-Reihe: Großes Kino präsentiert von FILMSTARTS

Und falls ihr euch nun fragt, welche Filme im Zuge der „Best Of Cinema“-Reihe in den kommenden Monaten ihren Weg zurück auf die Kinoleinwand finden: Ihr dürft euch im Juni auf Tom Tykwers Kulthit „Lola rennt“ freuen, in der zweiten Jahreshälfte 2025 stehen wiederum ein Blockbuster-Meisterwerk von Steven Spielberg, Sci-Fi-Kult und ein ikonischer Serienkiller-Thriller auf dem Programm. Näheres erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Noch 2025 wieder im Kino: Ein monumentales Meisterwerk, ein hochspannender Serienkiller-Thriller und Johnny Depp in seiner schrägsten Rolle
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