Direkt nach der Veröffentlichung am 30. April 2025 stürmte „Exterritorial“ in sensationellen 69 der Länder, für welche es auf der Webseite Flixpatrol Statistiken gibt, auf den ersten Platz der Streaming-Charts. Schon dies war ein riesiger Erfolg. Doch was jetzt ziemlich außergewöhnlich ist: Dieser reißt nicht ab – im Gegenteil: Es geht steil nach oben!
Nach einer Steigerung auf 79 Spitzenplatzierungen am zweiten Tag, ging es hoch auf 84, dann 85 und heute sind es bereits 88 Länder, in denen Flixpatrol verzeichnen kann, dass „Exterritorial“ an der Spitze der Netflix-Film-Charts steht.
Damit ist der deutsche Actionfilm quasi weltweit an der Spitze. Denn es werden insgesamt aktuell die Daten von 93 Ländern erfasst, für welche Netflix seine Top-10-Liste täglich veröffentlicht. In gerade einmal fünf Ländern steht „Exterritorial“ folglich nicht auf dem ersten Rang. Übrigens ist es in all diesen fünf Ländern der zweite Platz...
Deutscher Netflix-Action-Erfolg: Darum geht es in "Exterritorial"
Die unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidende ehemalige deutsche Elite-Soldatin Sara (Jeanne Goursaud) besucht mit ihrem aus einer Beziehung mit einem verstorbenen Amerikaner stammenden, sechs Jahre alten Sohn Joshua das Konsulat in Frankfurt. Für einen neuen Job will sie nämlich in die USA auswandern. Doch in der Behörde muss sie ewig warten, ist bald angespannt und lässt Joshua wenige Minuten aus den Augen. Und der ist plötzlich verschwunden.
US-Sicherheitschef Erik Kynch (Dougray Scott) zeigt sich zunächst hilfsbereit, bis er Sara eröffnet, dass eine Prüfung alle Überwachungskameras ergeben habe, dass sie alleine gekommen sei. Doch Sara ist klar: Sie ist nicht verrückt und sie wird sich nicht aufhalten lassen, ihren Sohn zu finden...
"Exterritorial": Thriller-Spannung mit erstklassigem "Oner"
Die an Titel wie „Flightplan“ erinnernde Prämisse des Thrillers von „Lammbock“-Regisseur Christian Zübert mag nicht neu sei. Und natürlich muss man, wie bei solchen Genrefilmen üblich, auch mal akzeptieren, dass vieles weit hergeholt ist und einige Zufälle sowie Ungereimtheiten zusammenkommen, damit sich alles so ereignet, wie es sich abspielt. Aber wer das kann, bekommt mit „Exterritorial“ kurzweilig-spannende Unterhaltung mit einigen durchaus beeindruckenden Actionszenen zu sehen.
Netflix
Gerade ein sehr langer und in einer durchgehenden Einstellung inszenierter Kampf von Sara und ihrer mysteriösen möglichen Verbündeten Irina (Lera Abova) mit zwei brutalen Schergen ist erste Klasse. Die Inszenierung als sogenannter Oner ist hier kein Selbstzweck und kein reines Angeben, dass wir auch in Deutschland solche „Extraction“-Dinge können, sondern verleiht dem Kampf zusätzlich Intensität und Brutalität. Das Team um den schon bei einigen Netflix-Titeln wie „The Witcher“, „Dogs Of Berlin“ oder zuletzt „60 Minuten“ im Einsatz gewesenen Kampfchoreografen Tolga Degirmen hat hier erstklassige Arbeit geleistet. Und so zeigt sich bei diesem Film (wie übrigens auch beim aktuellen, mit deutscher Expertise erschaffenen Kino-Spitzenreiter „Thunderbolts*“ von Marvel), dass auch Deutschland starke Action liefern kann ...
Falls euch derweil interessiert, was diese Woche in Sachen Action (und auch aus anderen Genres) so neu zu Netflix kommt, empfehlen wir euch diesen Artikel.
Diese Woche neu auf Netflix: Brachiale Wikinger-Action, eine wahre Geschichte voller Herz & Kohlenhydraten und mehr!