Kaum jemand hätte geahnt, dass sich „The Walking Dead“ zu einem weltweiten Phänomen entwickeln würde – doch als die Serie im Jahr 2010 an den Start ging, fesselte sie auf Anhieb ein Millionenpublikum. Die erste Staffel gilt dabei vielen Fans trotz ihres geringen Umfangs – sie umfasst gerade einmal sechs Episoden – als die stärkste.
Das liegt sicherlich auch an der Beteiligung von „Die Verurteilten“- und „The Green Mile“-Schöpfer Frank Darabont, der die gleichnamige Comicreihe von Robert Kirkman fürs Fernsehen adaptierte, das Projekt aber wenig später unter chaotischen Umständen verließ und sich in einen Rechtsstreit mit dem Sender AMC um seine Gewinnbeteiligung begab.
Von Anfang an begleiteten die Zuschauer*innen eine Gruppe Überlebender durch ein apokalyptisches, von Untoten bevölkertes Atlanta. Viele Figuren wie Rick Grimes (Andrew Lincoln), Shane (Jon Bernthal), Glenn (Steven Yeun), Carol (Melissa McBride), Andrea (Laurie Holden) oder Dale (Jeffrey DeMunn) stammten direkt aus der Comicvorlage. Doch die Serie führte auch neue Charaktere ein – darunter die ungleichen Dixon-Brüder Merle (Michael Rooker) und Daryl (Norman Reedus).
Vor allem der eigens für die Serie geschaffene Daryl Dixon entwickelte sich mit der Zeit zu einem absoluten Publikumsliebling. Heute ist er nicht nur eine zentrale Figur des Franchise, sondern auch Hauptdarsteller seines eigenen Spin-offs: „The Walking Dead: Daryl Dixon“ geht 2025 in seine dritte Staffel.
Daryl Dixon sollte eine ganz andere Figur werden
Dabei hätte alles ganz anders kommen können. Denn ursprünglich war Daryl ganz anders konzipiert – und nur durch das Eingreifen von Norman Reedus bekam die Rolle ihre heutige Tiefe. „In früheren Drehbüchern sprach Daryl wie sein Bruder“, so der Schauspieler in einem Interview mit der Zeitschrift Elle (via AdoroCinema). „Er sagte viele rassistische und negative Dinge. Und es gab Drehbücher, in denen er Drogen nahm – die Drogen seines Bruders.“
Reedus gefielen diese Charaktereigenschaften nicht, und so wendete er sich früh an das Autorenteam. „Ich wollte diese Dinge nicht sagen und keine Drogen nehmen“, stellte der 56-Jährige klar. „Ich wollte, dass Daryl wie ein echtes Kind wirkt, das in einem Haushalt voller Rassismus und Drogen aufgewachsen ist – aber dass er darauf alles andere als stolz ist und selber nicht so sein will.“
Diese Neuausrichtung prägte die Figur entscheidend. Nach dem Tod seines Bruders Merle konnte er sich von dessen Einfluss befreien, ein aktives Mitglied der Gruppe werden und sich für das Wohl seiner Mitmenschen einsetzen – eine Entwicklung, die ihn endgültig zum Fan-Favoriten machte.
Wenn ihr wissen wollt, welchen Wunsch von Norman Reedus die „The Walking Dead“-Macher missachtet haben, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
So missachtete "The Walking Dead" den einzigen Wunsch von Norman Reedus – nach 11 Jahren: "Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte"Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer brasilianischen Schwesternseite AdoroCinema erschienen.