Die physischen Veränderungen, die Schauspielerinnen und Schauspieler für Film- oder Serienrollen auf sich nehmen, sind oft beeindruckend – und manchmal sogar extrem. Gerard Butler etwa ging für seine Rolle als spartanischer Krieger in „300“ an seine körperlichen Grenzen, um den perfekten Heldenkörper zu formen. Christian Bale nahm für „Der Maschinist“ knapp 30 Kilogramm ab – nur um kurz darauf für „Batman Begins“ das Gewicht wieder zuzulegen und muskulöser denn je zurückzukehren. Und Henry Cavill „trainierte“ für „The Ministry Of Ungentlemanly Warfare“ sogar seinen Schnurrbart, um seiner Figur den perfekten Look zu verleihen.
Doch nicht nur die großen Namen aus Hollywoods A-Liga zeigen vollen Körpereinsatz – auch die nächste Schauspielgeneration zieht mit. Paul Mescal unterzog sich für „Gladiator 2“ einem strikten Trainings- und Ernährungsplan, um dem epischen Anspruch der Fortsetzung gerecht zu werden. Nicholas Galitzine ist nach seiner Verwandlung zum neuen He-Man in der kommenden „Masters Of The Universe“-Neuverfilmung kaum wiederzuerkennen. Und auch Sydney Sweeney musste für ihre neue Rolle einiges an Gewicht zugelegen – vor allem an Muskelmasse.
Sydney Sweeney brachte sich für ihre Rolle als Profiboxerin in Form
Sweeney spielt in einer kommenden, noch unbetitelten Filmbiografie von Regisseur David Michôd die ehemalige Profiboxerin Christy Martin. Die heute als Box-Promoterin tätige Frau kann in ihrer professionellen Sportler-Karriere zwischen 1989 und 2012 auf zahlreiche Siege zurückblicken. Außerdem war sie 2016 die erste Boxerin, die in die Nevada Boxing Hall of Fame aufgenommen wurde.
Um dieser Rolle – die übrigens als weibliches Pendant zu „Rocky“ beschrieben wird – gerecht zu werden, musste die sonst zierlich gebaute Sweeney kräftig zulegen. In einem Interview mit W Magazine zeigte sich Regisseur Michôd tief beeindruckt von ihrem Einsatz: „Sie hat sich den Hintern aufgerissen, um diese Rolle zu spielen.“
Sweeney selbst beschrieb das intensive Training mit Begeisterung – trotz aller Herausforderungen. „Ich habe es geliebt“, sagte sie. „Ich hatte etwa dreieinhalb Monate Training: morgens eine Stunde Krafttraining, mittags zwei Stunden Kickboxen, abends wieder eine Stunde Krafttraining. Ich habe gegessen wie nie zuvor.“ Und das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Die körperliche Veränderung war dabei enorm: „Mein Körper war völlig verändert. Ich passte in keine meiner Klamotten mehr. Normalerweise trage ich Jeans in Größe 23 – jetzt war es Größe 27. Meine Brüste wurden größer. Mein Hintern wurde riesig. […] Ich war so stark, so wahnsinnig stark.“
Insgesamt nahm sie rund 30 Pfund (etwa 13,6 Kilogramm) zu – eine Transformation, die angesichts ihrer schlanken Statur und der Tatsache, dass Frauen aufgrund ihres niedrigeren Testosteronspiegels generell schwerer Muskelmasse aufbauen, umso bemerkenswerter ist.
Direkt nach dem Boxfilm musste sich die Schauspielerin gleich der nächsten körperlichen Herausforderung stellen. Sweeney hatte nur sieben Wochen Zeit, um das zusätzliche Gewicht wieder loszuwerden – denn für die dritte und letzte Staffel von „Euphoria“ musste sie wieder in ihre ursprüngliche Form zurückfinden.
Was uns in dem großen Finale der Drama-Serie erwartet, verriet Sydney Sweeney an anderer Stelle. Mehr dazu erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Lass uns noch verrückter werden": Sydney Sweeney verspricht hemmungslose 3. Staffel von "Euphoria"