Der "Squid Game"-Macher enthüllt: So anders sollte der Netflix-Hit eigentlich enden
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Vom Spurenverwischen mit Dexter bis zu Weltraum-Abenteuern mit Picard. Markus hat ein Herz für Serien aller Art – und schüttet es gern in Artikeln aus.

Mit Staffel 3 hat das Netflix-Phänomen „Squid Game“ seinen Abschluss gefunden – und für Hauptfigur Gi-hun (Lee Jung-jae) ist es sogar ein sehr endgültiger. Doch das war ursprünglich ganz anders geplant...

No Ju-han / Netflix

In der dritten und letzten Staffel von „Squid Game“ wird die Geschichte von Gi-hun (Lee Jung-jae) auf besonders tragische Weise zu Ende erzählt: Um das Baby der verstorbenen Jun-hee (Jo Yu-ri) zu retten, opfert sich Gi-hun im finalen Spiel und nimmt sich selbst das Leben. Nicht wenige Fans der Netflix-Serie dürften sich derweil ein anderes Ende für ihren Helden erhofft haben, bei dem dieser nicht das Zeitliche segnet.

Und tatsächlich hatte Serien-Schöpfer Hwang Dong-hyuk anfangs genau das geplant: „Ursprünglich, als ich die zweite und dritte Staffel plante, hatte ich nicht die Absicht, Gi-hun sterben zu lassen“, verriet das „Squid Game“-Mastermind im Interview mit dem Branchenblatt Variety. „Die Idee, die ich im Kopf hatte, war, dass Gi-hun auf die eine oder andere Weise überleben würde – vielleicht als Gewinner – und zu seiner Tochter zurückkehren würde.“

Gi-huns Überleben hätte die Botschaft abgeschwächt

Dieses wohl eher erwartbare Ende wäre aber im Grunde nur eine Kopie des Ausgangs von Staffel 1 gewesen und hätte außerdem nicht so gut zu dem gepasst, was Hwang Dong-hyuk mit seiner Serie eigentlich erzählen wollte. Der Autor und Regisseur führte dazu gegenüber Variety weiter aus:

„Im Schreibprozess und beim Blick auf das, was in der echten Welt geschah, wurde mir klar, dass die Geschichte so nicht enden konnte. Diese Art von unglücklichem Ende, kombiniert mit dem, was auf der Welt passierte, und Gi-huns Reise sowie sein Ziel – das alles passte für mich einfach nicht mehr zusammen. Ich dachte, eine passendere Geschichte und ein würdiger Abschluss für Gi-huns Reise wäre, dass er sich für zukünftige Generationen opfert. Deshalb habe ich das Baby in die Geschichte eingebaut und das Ende so gestaltet, dass Gi-hun sich selbst opfert.“

Und tatsächlich sendet Gi-hun damit eine ungemein kraftvolle Botschaft der Menschlichkeit inmitten der rauen und die unmenschlichen Auswüchse der Gesellschaft anprangernden „Squid Game“-Welt – und scheint damit sogar ein Stück weit zum zuvor völlig desillusionierten Frontmann (Lee Byung-hun) durchzudringen, was auf andere Weise wohl kaum möglich gewesen wäre.

Mehr zu Gi-huns Opfer, seinen letzten Worten und deren Bedeutung erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Der "Squid Game"-Macher enthüllt: Das bedeuten die letzten Worte von Gi-hun in Staffel 3

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