200 (!) Millionen Dollar Verlust: Einer der größten Sci-Fi-Flops der Kinogeschichte wird jetzt zur Serie
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan ist mit "Star Trek" aufgewachsen und liebt insbesondere die Crew um Captain Jean-Luc Picard. Kubricks Meisterwerk "2001: Odyssee im Weltraum" gehört zu seinen Lieblingsfilmen. Doch auch heute ist das Sci-Fi-Kino lebendig, was Filme wie "Under the Skin" oder "Ad Astra" beweisen

„John Carter - Zwischen zwei Welten“ legte 2012 im Kino eine katastrophale Bruchlandung hin. Jetzt soll die Sci-Fi-Saga von Tarzan-Erfinder Edgar Rice Burroughs als animierte Serie neu aufgelegt werden.

Disney und seine verbundenen Unternehmen

„Die Prinzessin vom Mars“ ist ein klassisches Sci-Fi-Abenteuer, das 1912 erstmals vom „Tarzan“-Autor Edgar Rice Burroughs veröffentlicht wurde – und bis heute Fans auf der ganzen Welt besitzt. Bisher wurden zwei Versuche unternommen, den Stoff filmisch umzusetzen: 2009 wagte ausgerechnet die berühmt-berüchtigte Trash-Schmiede The Asylum einen ersten Anlauf und brachte mit „Princess Of Mars“ eine Heimkino-Version des kultigen Weltraum-Abenteuers heraus, das sich lose an der Vorlage orientierte. Diesen Streifen könnt ihr euch aber getrost sparen – ein Publikumsscore von 10 Prozent auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes sprechen eine deutliche Sprache.

2012 versuchte sich dann Disney an dem Stoff und legte eine krachende Bruchlandung hin. Mit einem kolportierten Budget von über 300 (!) Millionen US-Dollar brachte das Maushaus mit „John Carter - Zwischen zwei Welten“ ein gewaltiges Weltraum-Epos in die Lichtspielhäuser. Da zu diesem Betrag noch Marketing-Kosten kommen und auch die Kinos ihren Teil der Einnahmen haben wollen, hätte das intergalaktische Spektakel mindestens 600 Millionen einspielen müssen – doch am Ende reichte es lediglich für gerade einmal 282,8 Millionen an den Kinokassen. Der Verlust für das Studio wird auf mindestens 200 Millionen Dollar geschätzt.

Jetzt wird ein weiterer Versuch unternommen, die Weltraum-Saga zu neuem Leben zu erwecken. Dieses Mal jedoch nicht als Spielfilm, sondern als Animations-Serie.

Ein echter Experte als Showrunner

Das bisher noch unbetitelte Projekt wird unter der Leitung von Showrunner und Fantasy-Experte Michael Kogge realisiert, der sich in der Welt des in den Weltraum beförderten Bürgerkriegsveteranen John Carter bestens auskennt, schließlich hat dieser bereits eine Hörspielreihe entwickelt, die auf den Erzählungen von Edgar Rice Burroughs basiert. Im Gegensatz zu den Kino-Ausflügen wird die neue „John Carter“-Adaption jedoch nicht als Live-Action-Abenteuer, sondern in animierter Form entstehen.

Bis wir wissen, ob diese Interpretation der klassischen Sci-Fi-Saga, die schon George Lucas oder James Cameron inspirierte, dieses Mal ein voller Erfolg wird und wo die Serie erscheinen wird, müssen wir uns noch eine ganze Weile gedulden. Einen ersten Einblick soll es aber schon dieses Wochenende auf der San Diego Comic-Con geben.

Wusstet ihr übrigens, dass Tom Cruise gigantischer „John Carter“-Fan ist und er fast in der Disney-Adaption mitgewirkt hätte? Warum es letztlich nicht dazu kam, erfahrt ihr in diesem Artikel:

200 (!) Millionen Dollar Verlust: Dieses Sci-Fi-Abenteuer ist einer der größten Flops der Kinogeschichte!

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