TV-Premiere: Diesen ultrabrutalen Action-Reißer im Stil von "The Raid" müsst ihr unbedingt uncut schauen!
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Ob athletische Kampfkunst, die ehrfürchtig-ruhig gefilmt ist, oder explosiv-lärmender Hollywood-Bombast: Im Action-Kino ist er flexibel – eine konsequente Umsetzung ist für ihn aber stets ein Bonus.

Mit „Farang – Schatten der Unterwelt“ läuft heute ein harter Martial-Arts-Klopper im Stile von „The Raid“ und Konsorten erstmals im Free-TV. Doch leider findet die Ausstrahlung ein paar Minuten zu früh statt...

Der im historisch bedeutsamen Hafenort Dünkirchen geborene Regisseur Xavier Gens machte sich mit dem harten Horrorfilm „Frontier(s) – Kennst du deine Schmerzgrenze?“ einen Namen und steuerte auch einen Beitrag zum berüchtigten Horror-Anthologiefilm „22 Ways To Die“ bei. Da dürfte es niemanden wundern, dass seine Fans Gens primär mit harter Kost assoziieren – selbst wenn er auch Projekte verantwortete wie die FSK-12-Schauermär „Cold Skin“.

Auch 2023 sorgte der Franzose für ordentliche Blutspritzer: Der Actionreißer „Farang – Schatten der Unterwelt“ bietet derbe, brachiale Rachegewalt – und läuft daher heute zu früh im TV: Tele 5 zeigt „Farang“ heute, am 21. August 2025, ab 22.35 Uhr als deutsche Free-TV-Premiere. Uncut hat der Action-Film im Stil von „The Raid“ und Co. allerdings eine FSK-Freigabe ab 18 Jahren.

Er darf in ungekürzter Form also erst ab 23 Uhr durchs Free-TV flimmern. In voller Länge findet ihr „Farang“ aber jederzeit bei Amazon Prime Video, wo er als VOD zur Verfügung steht.

Übrigens: Solltet ihr MOVIECULT als Prime Video Channel* abonniert haben, könnt ihr den FSK-18-Reißer sogar ohne Zusatzkosten abrufen! Darüber hinaus könnt ihr einfach etwas warten: In der Nacht von heute auf Freitag zeigt Tele 5 „Farang“ ab 2.45 Uhr erneut – dann wird er aller Wahrscheinlichkeit nach ungekürzt laufen!

Darum geht es in "Farang"

Der Pariser Drogendealer Sam (Nassim Lyes) will mit seiner kriminellen Vergangenheit abschließen, doch als ihm ein ehemaliger Gangsterkollege begegnet, wird der reuevolle Ex-Ganove drangsaliert. Die Lage eskaliert schnell und Sams Versuche, sich einfach nur zu wehren, enden tödlich. Völlig verzweifelt taucht Sam daraufhin in Thailand ab. Dort verliebt er sich in die alleinerziehende Mia (Loryn Nounay) und wird für ihre Tochter Dara zum liebevollen Stiefvater.

Als Sam die frohe Kunde erhält, dass Mia von ihm schwanger ist, finden kurze Zeit später erneut Leid und Elend zu ihm: Um für seine neue Familie zu sorgen, will er eine Bar an einem gut frequentierten Strand eröffnen. Doch um an die Immobilie zu gelangen, wird Sam gezwungen, für den Unterweltboss Narong (Olivier Gourmet) Drogen zu schmuggeln. Sams widerwillige Rückkehr in die Illegalität läuft schief, was seine Familie teuer bezahlen muss. Doch damit hat Narong das unbändige, zornige Gewaltpotential in Sam geweckt. Ein ruchloser Rachefeldzug nimmt seinen Anfang...

Hemmungslose Gewalt, kreativ inszeniert und emotional mitreißend

Xavier Gens inszenierte vor „Farang“ drei Episoden der blutigen, schmerzhaften Gangsterserie „Gangs Of London“, die von „The Raid“-Regisseur Gareth Evans erschaffen wurde. Und von Evans hat sich Gens allerhand abgeschaut: „Farang“ kombiniert wuchtige Bewegungen aus dem Muay-Thai-Kampfstil mit Schießereien, die mächtig scheppern, literweise Kunstblut und narrativen Passagen, die sich in einen unberechenbaren Stunt-Rausch hochschaukeln.

Da wird auch mal ein Billardtisch zur Schlachterplatte und ein herausstechender Knochen zur gelegen kommenden Stichwaffe. Des Weiteren wird eine schwitzige Abwandlung der legendären Hammer-Prügelei aus „Oldboy“ geboten. Und wer sich beim Marvel-Reißer „The Return Of The First Avenger“ je gefragt hat, wie die ikonische Fahrstuhl-Prügelei aussehen würde, wäre sie für einen Martial-Arts-Klopper gedreht worden, den man früher nur unter der Theke erhalten hätte: „Farang“ gibt die saftig-blutige, niederträchtige Antwort!

Diese zwischendurch völlig gnadenlose Metzelorgie wird in eine authentisch anmutende, emotional verzwickte Story eingebettet: Der Film ist zu großen Teilen mit Laien besetzt, die abgewandelte Varianten ihres wahren Ichs spielen, und rückt auf einfühlsame Weise ganz nah an den Alltag eines Aussteigers-wider-Willen, der weit über Gebühr für seine Verbrechen und Versehen büßt und einfach nur endlich auf die Sonnenseite des Lebens wechseln will – es aber nicht hinbekommt.

Aufgrund dessen schmerzt die rohe, brillant-harsch inszenierte Action in „Farang“ sogleich doppelt – physisch und psychisch! Und wenn ihr nach diesem dreckigen Reißer noch mehr Action sehen wollt, dann gebt doch unserem folgenden Streaming-Tipp eine Chance:

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