Schauspielerin Katee Sackhoff erfreut sich einer großen Fan-Gemeinde, nicht zuletzt dank ihrer Rolle der Kara Thrace in der Kultserie „Battlestar Galactica“. Aber auch als Stimme von „Star Wars“-Heldin Bo-Katan Kryze in den Animations-Abenteuern „The Clone Wars“ und „Rebels“ machte sie sich beim Publikum beliebt – und krönte diesen Erfolg mit der Live-Action-Darstellung von Fan-Liebling Bo-Katan im Disney-Plus-Hit „The Mandalorian“ Staffel 2 und 3. Doch die Rolle führte auch dazu, dass sie „all ihr Selbstvertrauen“ verlor.
Diesen Punkt führte Sackhoff in ihrem Podcast The Sackhoff Show aus, in dem sie mit ihrem „Battlestar Galactica“-Kollegen Tahmoh Penikett sehr offen über die dramatischen Auswirkungen ihrer „Star Wars“-Rolle auf ihr Wohlbefinden und ihre Karriere sprach. Letztendlich nahm alles ein gutes Ende – sie habe jetzt zum ersten Mal in ihrer 30-jährigen Karriere einen Schauspiel-Coach, der ihr helfe, mit solchen Schwierigkeiten zurechtzukommen. Warum aber ausgerechnet die Rolle der Bo-Katan Sackhoff „gebrochen“ hatte, führte sie anschaulich aus:
Katee Sackhoff : "Ich habe sie nicht verstanden"
„Ich habe nach ‚The Mandalorian‘ all mein Selbstvertrauen verloren. Meine Art zu schauspielern war schon immer, dass dein erster Instinkt der richtige Instinkt ist. Mach genau das. Spiele die Realität der Situation. Ich habe eigentlich nie wirklich eine Figur ‚gespielt‘. Es war immer in meinem Bauchgefühl verankert, in dem, wer ich bin. Ich habe immer zwei Schritte von mir entfernt gespielt, in gewisser Weise.“
Zu der Figur Bo-Katan habe sie aber überhaupt keine Verbindung herstellen können: „Bo-Katan ist nicht einmal annähernd das, was ich als Mensch bin. Ihr Leben, was sie will. Ich habe sie nicht verstanden. Oder, so sehr ich sie auch verstand, ich habe sie nie in meinem Bauch gespürt. Ich habe mich nie mit ihr identifiziert. Ich wusste nicht, wie ich sie finden soll.“
Disney und seine verbundenen Unternehmen
"Ich habe keine Rollen bekommen, ich bin zusammengebrochen"
Diese Erfahrung war aber nicht einfach nur ein berufliches Problem für Sackhoff, sondern stürzte sie in eine regelrechte Krise. „Es hat mich gebrochen. Es hat mich dermaßen gebrochen, dass ich anfing, alles an mir anzuzweifeln.“ Sie sei schon generell nicht besonders gut darin, per Videoaufnahmen für Rollen vorzusprechen, aber das hätte sie damals machen müssen. Die Selbstzweifel schlugen darin offenbar durch: „Ich habe keine Rollen bekommen, und drei Jahre habe ich im Grunde nicht gearbeitet. Ich bin zusammengebrochen.“
Sie habe sich eines Tages bei ihrem Kollegen Michael Trucco in dessen Küche ausgeweint, erinnert sich Sackhoff. Er habe sie aufbauen wollen mit den Worten: „Es wird dir gut gehen. Du arbeitest doch immer.“ Und sie habe geantwortet: „Mir geht es nicht gut, Mann. Ich arbeite nicht. Ich bin so kaputt. Ich habe überhaupt kein Selbstvertrauen mehr. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin verloren.“
Neuer Manager, neuer Coach für die Bo-Katan-Darstellerin
Dass Katee Sackhoff nun im lockeren Gespräch mit Tahmoh Penikett von dieser Erfahrung berichten kann, scheint zu bedeuten, dass sie zu ihrem Selbstvertrauen zurückgefunden hat. Zumindest hat sie einige Dinge in ihrem Leben geändert: Sie hat einen Schauspiel-Coach angeheuert, der ihr zur Seite stehe – sie müsse gar nicht lernen wie man schauspielert, so ihr Coach, denn das könne sie bereits. Sie müsse nur zu dem Bauchgefühl zurückfinden, das Kara Thrace in ihr verursacht hatte.
Und zum anderen trennte sich Sackhoff von ihrem Manager, der ihre damalige Situation nur verschlimmert habe: „Das Schlimmste war, dass mein früherer Manager Dinge sagte wie: ‚Das ist doch für dich ganz leicht. Es ist so einfach für dich. Du musst dich gar nicht anstrengen. Hör einfach auf, dich anzustrengen. Du versuchst es zu sehr.‘“
"Du sagst, es sei leicht. Das ist so herablassend."
Das habe sie eines Tages zum Ausrasten gebracht, so die Schauspielerin im Podcast: „Ich habe ihn angeschrien: ‚Hör auf, mir das zu sagen. Du machst mich kaputt, weil du mir mein ganzes Leben lang eingeredet hast, dass es für mich leicht sei – aber es ist verdammt noch mal nicht leicht. Und jetzt bin ich an einem Punkt, an dem ich auseinanderbreche, weil es nicht leicht ist, und du sagst mir immer noch, es sei leicht. Das ist so herablassend.“
Mit einem neuen Manager und einem Schauspiel-Lehrer an ihrer Seite hat Sackhoff nun ein neues Kapitel in ihrem Leben aufgeschlagen. Ob sie das noch einmal zurück in die Welt von „Star Wars“ führt, ist bislang ungewiss. Für den Kinofilm „The Mandalorian & Grogu“ (Kinostart: 20. Mai 2026) ist zumindest von keinem Auftritt Sackhoffs die Rede. Andererseits ist Bo-Katan eine dermaßen beliebte Figur in dem Sci-Fi-Universum, dass sie irgendwann letztendlich doch wieder auf der Bildfläche erscheinen könnte – Sackhoff dürfte nun auch die nötige Unterstützung haben, um es vielleicht doch noch mal mit der Kriegerin zu versuchen.
Wenn ihr mehr über alle kommenden „Star Wars“-Kinofilme und –Serien wissen wollt, schaut doch mal in unseren großen Übersichts-Artikel:
Alle kommenden "Star Wars"-Filme im Kino und -Serien auf Disney+ in der kompletten Übersicht